Jahresrückblick in der Neuen Westfälischen vom 31.12.2008:

Gasprozess köchelt nur auf Sparflamme
Verhandlungsmarathon am Dortmunder Landgericht geht ins vierte Jahr

Es ist der Dauerbrenner unter den Gerichtsprozessen und ein Ende ist noch gar nicht abzusehen beim Prozess um die Gaspreise. Ins Rollen kam die juristische Auseinandersetzung, als im Sommer 2005 der Energieversorger Eon Westfalen Weser 23 Kunden verklagte, die ihre Gasrechnung eigenmächtig gekürzt hatten. Acht von ihnen sind mittlerweile aus dem Prozess ausgeschieden, 15 weitere halten durch.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 30.12.2008:

Stromkonzerne sahnen bei Privatkunden ab
Studie zeigt: Milliardengewinne zu Lasten der Verbraucher / Neue Preisrunde

Frankfurt (AP/gär). Die großen Energiekonzerne fahren ihre Milliardengewinne vor allem auf Kosten privater Haushalte ein. Mögliche Preissenkungen wegen gefallener Rohstoffpreise und gekürzter Netzentgelte würden nicht an die Verbraucher weitergegeben, heißt es in einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben wurde.
(Artikel komplett)


Kommentar in der Neuen Westfälischen vom 30.12.2008:

Strompreiserhöhungen
Macht der Konzerne


von Hubertus Gärtner

Es sind vor allem schlechte Nachrichten, die die Bürger dieses Landes zum Jahreswechsel verkraften müssen. Die Wirtschaftskrise zieht herauf. Es bedeutet, dass viele Arbeitsplätze und Familieneinkommen nicht mehr sicher sind. Auf die Stromkonzerne aber ist – zynisch gesprochen – immer Verlass. Die meisten von ihnen werden im nächsten Jahr wieder einmal ihre Tarife erhöhen. Im Durchschnitt wollen Eon und Co. ihre Preise um 8,4 Prozent anheben.

Es gibt wohl nur wenige Arbeitnehmer, Zeitarbeiter und Arbeitslose, die mit einer ähnlichen Erhöhung ihrer Einkommen kalkulieren können. Zu Recht empfinden die Bürger deshalb die Preispolitik der Energiekonzerne als ungerecht und unmoralisch. Ähnlich wie bei den Privatbanken, die wegen der Finanzkrise schwer in Verruf geraten sind, schwingt auch bei den Energiemultis immer der Verdacht mit, dass sie einzig und allein auf Abzocke aus sind. Es ist offenkundig, dass die Marktmacht der vier Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall in Deutschland zu groß ist. Das ist die Crux: Liberalisierung und Wettbewerb stehen auf dem Papier, in Wirklichkeit finden sie kaum statt. Erste Rufe nach Vergesellschaftung werden deshalb laut. Der starke Staat hat Konjunktur. Alles richten wird er aber auch nicht.


Kennzeichen PB in der Neuen Westfälischen vom 20.12.2008:

von Hans-Hermann Igges

Zukunft der kommunalen Energieversorgung
Rolle rückwärts oder Fortschritt?

Wäre die Stadt Paderborn heute noch im Besitz ihrer Stadtwerke – sie würden wohl nicht mehr versilbert. Der Wind hat sich gedreht. Auch die Protagonisten der Verkaufsentscheidung, die ja nur wenige Jahre zurück liegt, CDU und SPD nämlich, können sich heute durchaus Alternativen vorstellen. Zumindest wollen sie diese mal ausloten lassen. Das freut nicht nur die Kritiker von damals – das kommt im Wahljahr 2009 auch gut an. Zumal die Oppositionspartei FBI schon über ein Bürgerbegehren in der Richtung nachdenkt. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.12.2008:

Renaissance für kommunale Energie
Rat beschließt Prüfauftrag / Bürgerbegehren damit nicht vom Tisch

Paderborn (ig). Im Jahr 2002 wurden die Paderborner Stadtwerke an den Energieversorger Pesag verkauft, der in Eon Westfalen Weser aufging. Möglicherweise war das nicht das letzte Wort: Wie der Stadtrat am Donnerstag bei einer Gegenstimme – des fraktionslosen Dr. Günter Lobin – beschloss, soll nun geprüft werden, ob und wie sich die Energieversorgung zurück in kommunale Regie holen lässt.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.12.2008:

Eon verlegt Technik nach Paderborn
140 Mitarbeiter ziehen von Hameln an die Pader

Paderborn (NW/ph). Der Unternehmenssitz von Eon Westfalen Weser am Tegelweg in Paderborn werde mit der Verlegung zentraler Betriebsfunktionen von Hameln nach Paderborn „personell und strukturell weiter aufgewertet“, teilte Eon in einer Presseerklärung gestern mit. Das Kompetenzzentrum Technik mit der Netzwirtschaft, der Netztechnik sowie dem Netzservice hat jetzt ihren zentralen Standort in Paderborn. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 18.12.2008:

Eon beantragt jetzt Mahnbescheide
„Unterschiedliche Reaktionen“ auf Nachforderungen

Paderborn (ig). Nun will Eon Westfalen Weser Gaspreisverweigerer per gerichtlichem Mahnbescheid zur Begleichung gekürzter Rechnungen zwingen. Wie das Unternehmen gestern auf Anfrage der Neuen Westfälischen mitteilte, sind davon alle Kunden betroffen, die nicht auf die zuletzt erhobenen Nachforderungen auf ausstehende Rechnungsbeträge seit 2004 eingegangen sind. Sie waren nach Angaben des Unternehmens angeschrieben worden, weil sonst die Forderungen aus dem Jahr 2005 zum 1. Januar 2009 hätten verjähren können. (Artikel komplett)


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucher" vom 17.12.2008:

BGH-Entscheidung bestätigt Protestkunden

(17. Dezember 2008) Der Bundesgerichtshof hat heute entschieden, dass eine Preiserhöhung für Sondervertragskunden ungültig ist, soweit sie sich nur auf die Änderung der Tarifpreise bezieht (Aktenzeichen VIII ZR 274/06).

Damit wurde der Klage eines Verbrauchers gegen die Preiserhöhung der Regionalgas Euskirchen recht gegeben. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.12.2008:

Stadt als Energieversorger
SPD stellt Antrag im Rat

Paderborn (ph). Im November hatte die SPD-Fraktion bereits angekündigt, dass sie im Rat einen Antrag einbringen wolle, um die Energieversorgung wieder in kommunale Hand zu bekommen. In der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, 18. Dezember, liegt der Antrag auf dem Tisch: Damit soll die Verwaltung beauftragt werden, die Möglichkeiten einer Rekommunalisierung zu überprüfen. Die Entscheidung soll dann so rechtzeitig abgeschlossen sein, dass mit Ablauf der Vertragsbindung an Eon im Jahre 2015 oder 2017 die Energieversorgung wieder von der Stadt selbst übernommen werden kann. Dabei soll zugleich auch überprüft werden, ob die Stadt selber als Energieproduzent auftreten kann. Und damit der ganze Prozess transparent genug ist, soll auch „organisierte bürgerschaftliche Beteiligung“ in die Entwicklung einbezogen werden. Wie mehrfach berichtet will die Freie Bürger-Initiative Anfang 2009 ein Bürgerbegehren starten, um die Energieversorgung wieder in kommunale Hand zu bekommen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.12.2008:

Kunden zahlen eine Milliarde mehr für Gas

Berlin (ddp). Die deutschen Verbraucher müssen in diesem Jahr soviel wie nie zuvor für ihre Gasrechnungen ausgegeben. Laut dem Verbraucherportal Toptarif.de zahlen sie infolge der Preissteigerungen mit 13,5 Milliarden Euro gut eine Milliarde Euro mehr als 2007 – plus 9,1 Prozent. Im Vergleich zum vergangenen Juli stieg der Preis um 13,4 Prozent. 2009 werde der Gaspreis aber wieder fallen.


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucher" vom 04.12.2008:

Untersuchung: Rohmargen Gas mit 256 Prozent Unterschied

(4. Dezember 2008) Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat mit einer heute veröffentlichten Untersuchung belegt, dass die Gasversorger teilweise dramatisch überteuert einkaufen oder völlig überzogene Gewinne abschöpfen. Die Rohmargen unterscheiden sich um bis zu 256 Prozent. Die Zahlen belegen den Preismissbrauch durch zahlreiche Gasversorger. (Artikel komplett)


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucher" vom 03.12.2008:

Neue Welle rechtlichen Unsinns soll Verbraucher einschüchtern

(3. Dezember 2008) Mit einer geballten Flut von Briefen, Gutachten und Drohungen versuchen derzeit zahlreiche Versorgungsunternehmen die Protestkunden einzuschüchtern und zum Verzicht auf ihre Rechte zu bewegen. Dabei beruft man sich auf angeblich neueste Urteile, die grotesk verdreht und falsch dargestellt werden. Meist wird dann sehr massiv mit einer Klage gedroht, die man nur durch sofortige Zahlung verhindern könne. Die Versorgungswirtschaft schaltet nunmehr Anwaltskanzleien für derartige Drohungen ein und legt bezahlte Bescheinigung vor. Der Umgangston wird von den Versorgern deutlich verschärft. (Artikel komplett)


Meinungsbörse in der Neuen Westfälischen vom 02.12.2008:

Kartellamt gegen Gasversorger
Zähne gezeigt

MARTIN KRAUSE

Richtig saniert wird jetzt wohl keiner der 3,3 Millionen Gaskunden, die in den Genuss von Gutschriften und Preissenkungen kommen.

Auf der anderen Seite darf man annehmen, dass die paar Euro-Milliönchen, die den Verbrauchern insgesamt zugutekommen, von den Konzernen gewissermaßen aus der Portokasse aufgebracht werden. Zudem ist zu befürchten, dass das Geld in einer der nächsten Preiserhöhungsrunden, einer, die vielleicht besonders großzügig bemessen wird, schwupps wieder drin ist. In der Versorgerkasse, versteht sich.

Genau dort liegt die Bedeutung des ganzen Verfahrens: in dem hartnäckigen Gefühl der Gasverbraucher, dass die Preisgestaltung willkürlich ist und Gaskonzerne wie Produzenten bei mangelndem Wettbewerb allzu schöne Gewinne kassieren. Es geht nicht um die genaue Höhe der Gas-Gutschriften. Wichtig ist, dass das Kartellamt Zähne gezeigt hat, ein bisschen wenigstens. Dem braven Bundesbürger darf nicht jede Rechnung widerspruchslos präsentiert werden. Gut so.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 02.12.2008:

Gutschriften für Gaskunden
Verbraucher werden insgesamt um 280 Millionen Euro entlastet

VON ERICH REIMANN

Bonn (AP). Millionen Gaskunden in Deutschland erhalten von ihren Versorgungsunternehmen Geld zurück. Insgesamt 29 führende Gasversorger, darunter die Marktführer Eon und RWE, verpflichteten sich unter dem Druck des Bundeskartellamtes, ihren Kunden für die Jahre 2007 und 2008 rund 127 Millionen Euro zurückzuerstatten. Drohende Kartellstrafen haben die Konzerne so abgewendet.
(Artikel komplett)

Neue Verfahren angekündigt

Ein Schuldeingeständnis der Energiekonzerne ist Heitzer zufolge mit der Einigung nicht verbunden. Es sei bedauerlich, dass es keine gerichtliche Klärung gebe, sagte der Behördenchef. Doch habe die Einigung den Vorteil, dass das Geld den Verbrauchern unmittelbar und sofort zugutekomme. Bereits in der kommenden Woche will die Wettbewerbsbehörde Heitzer zufolge neue Verfahren gegen Gasversorger einleiten – diesmal gegen kommunale Unternehmen, die ihre Wettbewerber durch zu hohe Konzessionsabgaben behindert haben sollen. Außerdem will die Behörde künftig den Gasgroßhandel genauer unter die Lupe nehmen. (AP)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 26.11.2008:

Gas wird ab 1. Februar günstiger, Strom teurer
Einsparungen von 77 Euro im Jahr stehen Mehrkosten von gut 70 Euro gegenüber / Kritik der Gaspreis-Rebellen

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Eon Westfalen Weser Vertrieb will doch nicht erst im Frühjahr, sondern ab 1. Februar die Gaspreise um gut 4 Prozent senken. Außerdem sei eine weitere Preissenkung für Privat- und kleinere Geschäftskunden im Frühjahr nicht ausgeschlossen, teilte Geschäftsführer Volker Rickert gestern in einer Presseerklärung mit. Gleichzeitig sollen allerdings die Strompreise ab 1. Februar um rund 9 Prozent steigen. Hier werde es im nächsten Jahr voraussichtlich keine weitere Erhöhung geben, kündigte Rickert bereits an. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 26.11.2008:

ZWISCHENRUF
Chance vertan

Nun hat Eon Westfalen Weser doch noch reagiert und senkt den Gaspreis nicht erst im Frühjahr, sondern am 1. Februar um 4 Prozent. Dabei darf man durchaus mal auf die Preissteigerungen allein in diesem Jahr zurück blicken: 8,8 Prozent am 1. Januar, je nach Tarif zwischen 12,5 und 13,7 Prozent zum 1. August und weitere 11,5 Prozent ab nächsten Montag – macht unterm Strich gut 33 Prozent Preissteigerung in einem Jahr. Davon werden 4 Prozent wieder zurückgenommen, obwohl der Ölpreis schon seit Monaten so niedrig ist wie seit Jahren nicht mehr. Da muss man nicht lange rechnen: das Plus in der Eon-Kasse bleibt auch nach dem 1. Februar erhalten. Die Strompreisanhebung zum selben Zeitpunkt noch gar nicht einkalkuliert. Nein, wenn Eon wirklich hätte ein Zeichen für die Kunden setzen wollen, dann bitte zum 1. Dezember. Und mit 11,5 Prozent. Die Chance hat Eon vertan. Peter Hasenbein

Sie erreichen den Autor unter peter.hasenbein@ihr-kommentar.de


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 22.11.2008:

Eon verlängert Frist um eine Woche
„Mehrere Gaskunden“ haben Außenstände beglichen

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Konkrete Zahlen wollte Eon Westfalen Weser Vertrieb gestern nicht bekannt geben. „Mehrere Gaskunden“ sollen aber auf die Nachforderungen reagiert und die gesamte bisher einbehaltene Summe bis zum Stichtag 20. November bezahlt haben. Das bestätigte der Energieversorger gestern, einen Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist. Mit einigen Kunden sei ein Ratenplan vereinbart worden, dabei sei Eon „auf jeden Wunsch individuell eingegangen“. So gebe es zum Beispiel eine Vereinbarung, die einen Ratenplan mit zweijähriger Laufzeit vorsehe. Es gebe aber auch Gaskunden, die lediglich die Außenstände von Oktober bis Dezember 2004 beglichen hätten. „Allerdings sind auch Widerspruchsankündigungen eingegangen“, so Eon. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 22.11.2008:

Der harte Kampf um niedrigere Gaspreise
Kartellamt erhöht Druck / Eon Westfalen Weser schickt Mahnbriefe

VON PETER HASENBEIN
UND FRIEDERIKE EDLER

Paderborn. Das Bundeskartellamt will noch im Dezember über die Preise von 30 Gasversorgern entscheiden. Dadurch können rund drei Millionen Kunden noch vor Jahresende mit einer Preisentlastung rechnen. Sechs Eon-Tochtergesellschaften haben sich schon vorab mit dem Kartellamt geeinigt. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.11.2008:

„Gewinnmaximierung um jeden Preis“
Energie: SPD will Grundsatzbeschluss im Rat anregen

Paderborn (NW/ph). Die Diskussion um die Rekommunalisierung der Energieversorgung bleibt in Paderborn ein heißes Thema: Nach der Ankündigung der Freien Bürger-Initiative, Anfang 2009 ein Bürgerbegehren zu starten, hatte die Demokratische Initiative bereits ein überparteiliches Bürgerkomitee angeregt, um den Verkauf von Strom, Gas und Wasser wieder in städtische Hände zu bekommen (wir berichteten).
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.11.2008:

Verweigerer wollen Geld zurück
Eon-Stromkunden stellen ihre Zahlungen ein

VON JOCHEM SCHULZE

Paderborn. Im April hat sich in Paderborn die Interessengemeinschaft Stromspeicherheizung gegründet. Diese Vereinigung hat inzwischen etwa 150 Mitglieder und kämpft für eine Preissenkung beim Nachtstrom.

Der wird in der Region allein von Eon Westfalen Weser angeboten. Jetzt geht die Interessengemeinschaft in die Offensive. 40 Mitglieder fordern vom Versorgungsunternehmen Geld zurück. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.11.2008:

Gaspreis bleibt undurchsichtig
Bundesgerichtshof: Versorger müssen ihre gesamte Kalkulation nicht offenlegen

Karlsruhe (rtr/AP). Gasversorger müssen zur Begründung einer Preiserhöhung nicht ihre gesamte Kalkulation offenlegen – das hat nun der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Unzufriedene Kunden könnten zwar Tariferhöhungen anfechten. Eine Kontrolle des gesamten Preises durch Gerichte lehnte der BGH jedoch ab. Gasversorger hätten wie jedes gewerbliche Unternehmen „ein verfassungsrechtlich geschütztes Geheimhaltungsinteresse an Geschäftsdaten“, urteilten die Karlsruher Richter (AZ: VIII ZR 138/07). (Artikel komplett)

Richter Ball ist kein Unbekannter

„Ich bin entsetzt. Das ist das verbraucherunfreundlichste Urteil, das mir in der letzten Zeit in die Hände gefallen ist“, kritisierte Roswitha Köllner, Vorsitzende des Paderborner Vereins „Gaspreise runter“, den Richterspruch. „Eigentlich war die Rechtsprechung auf einem guten Weg für verbraucherfreundlichere Preise. Jetzt fällt uns der BGH in den Rücken.“ Dass der Senatsvorsitzende Wolfgang Ball diese Entscheidung verkündete, wundert sie nicht. Er hat gute Kontakte zu Energieunternehmen. Ball präsentierte leitenden Mitarbeitern im November 2007 auf einem Seminar seine Argumente aus dem BGH-Urteil vom Juni 2007, das jetzt bestätigt wurde. Das Motto des teuren Seminars: „Gute Chancen für Gasversorger bei Gaspreiserhöhungen“. (fr)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 19.11.2008:

Demokratische Initiative regt Bürgerkomitee an
Wiederbelebung der Stadtwerke: Freie Bürger-Initiative hält an eigenem Fahrplan fest

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. In die Diskussion um das Bürgerbegehren zur Wiederbelebung der Stadtwerke, das von der Freien Bürger-Initiative (FBI) eingestielt wird, schaltet sich die Demokratische Initiative Paderborn (DIP) mit einem eigenen Vorschlag ein: Sie regt die Bildung eines „Bürgerkomitees“ an, um das Bürgerbegehren von Anfang an auf möglichst breite Füße stellen zu können. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 19.11.2008:

Wasserpreise geraten unter Druck
Gerichtsurteil stärkt Verbraucherinteressen

Frankfurt (AP). Deutschlands Verbraucher dürfen auf sinkende Wasserpreise hoffen. Das Oberlandesgericht Frankfurt bestätigte in einer bundesweit bislang einmaligen Entscheidung eine Kartellanordnung, nach der in Wetzlar der Wasserpreis um 29,4 Prozent gesenkt werden muss. Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) forderte auch andere Städte auf, ihre Wasserpreise nun rasch zu senken.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 18.11.2008:

Beklagte sollen Ruhe bewahren
Rund 160 Gaspreisverweigerer lauschen in Paderborn den Worten ihres Anwalts

VON ANDREAS GÖTTE

Paderborn. Alle aufgestellten Stühle waren am Sonntagabend in dem engen Saal der Arbeiterwohlfahrt in der Leostraße besetzt. Und selbst auf den Gängen davor drängten sich bei der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ die Menschen. (Artikel komplett)

Wie es weitergehen könnte

Nach Angaben von Rechtsanwalt Reinhard Weeg könnten es die Gaspreisverweigerer möglicherweise auch auf eine Gerichtsverhandlung gegen den Eon ankommen lassen. Da es in den meisten Fällen um einen Streitwert von rund 1.000 Euro handelt, kämen auf die Beklagten zwischen 250 und 300 Euro Verfahrenskosten zu. Weeg geht von Einzelverfahren gegen die rund 1.500 Gaspreis-Verweigerer aus. Energieversorger Eon spricht dagegen von rund 1.700 Personen. Entsprechende Musterschreiben als Antwort auf die Zahlungsaufforderung des Energieversorgers können auf der Seite gaspreise-runter-owl.de heruntergeladen werden. (ag)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 15.11.2008:

Energieanbieter wechseln oder nicht?
Sigrid Beer und Roswitha Köllner uneins

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Dass Eon Westfalen Weser „zu hohe Energiepreise fordert“, darüber sind sich Roswitha Köllner von der Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ und die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Sigrid Beer noch einig. Nicht aber in der Art und Weise, wie Kunden darauf reagieren sollen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 15.11.2008:

„Strom, Gas und Wasser gehören in kommunale Hand“
Freie Bürger-Initiative startet im Frühjahr 2009 ein Bürgerbegehren

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Die Freie Bürger-Initiative (FBI) will im Frühjahr 2009 ein Bürgerbegehren starten, um die Paderborner Stadtwerke wieder zu beleben. Hauptaufgabe des neuen Unternehmens soll der Verkauf von Strom, Gas und Wasser sein. Darüber hinaus könnte auch der öffentliche Nahverkehr in die neuen Stadtwerke integriert werden, betonte Hartmut Hüttemann gestern in einem Pressegespräch.
(Artikel komplett)


Kennzeichen PB in der Neuen Westfälischen vom 15.11.2008:

Das Bürgerbegehren und die Preispolitik von Eon Westfalen Weser
Spielraum nutzen

Die Energiepreise sind ein heißes Thema. Mit ihnen stehen auch die Energieversorger in der öffentlichen Diskussion – ganz besonders in Paderborn, wo der Prozess um die Gaspreise schon seit über drei Jahren bundesweit für Schlagzeilen sorgt. Und der öffentliche Druck auf den heimischen Energieversorger Eon Westfalen Weser wird weiter zunehmen. Die Demokratische Initiative hatte im Oktober zu einer Konferenz eingeladen, um vor allem für ein Ziel zu werben: Private Leistungen wie die Energieversorgung wieder zurückzuholen in die kommunale Zuständigkeit.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.11.2008:

Bei den Gaspreis-Rebellen laufen die Drähte heiß
Kunden sollen Zahlungsaufforderung von Eon Westfalen Weser nicht folgen / Infotermin am 16. November

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Der Streit zwischen dem Energieversorger Eon Westfalen Weser und den Gaspreis-Kritikern spitzt sich weiter zu: Wie berichtet hat Eon mehreren hundert Kunden bereits eine Zahlungsaufforderung ins Haus geschickt, um die Außenstände einzutreiben. Zahlungsfrist: 20. November. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.11.2008:

Eon bleibt beim Termin im Frühjahr

Eine ganze Reihe von Energieversorgern haben in den vergangenen Wochen vor dem Hintergrund stark gesunkener Ölpreise angekündigt, dass sie ihre Gaspreise senken oder zumindest auf die bereits geplante Erhöhung verzichten – darunter auch die Stadtwerke in Detmold, Herford und Bielefeld. Nicht aber Eon Westfalen Weser. Wie mehrfach berichtet will der Paderborner Energieversorger erst im Frühjahr den Gaspreis dem aktuell gefallenen Ölpreis anpassen – mit einer sechsmonatigen Verzögerung, so wie es bei allen bisherigen Preisanpassungen auch gewesen sei.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.11.2008:

Knappe Energie
Forderung: Gaspreis vom Ölpreis lösen

VON STEFAN SCHELP

Berlin. Claudia Kemfert, Energie-Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hat die Energieversorger aufgefordert, die Gaspreise umgehend zu senken. „Der Gaspreis muss jetzt und nicht erst im kommenden Jahr runter, um die Wirtschaft zu entlasten und den privaten Konsum anzukurbeln.“ Mehrere Energieversorger hatten dagegen in den vergangenen Tagen angekündigt, die Tarife erst 2009 herabzusetzen. (Artikel komplett)


Presseerklärung von Gaspreise-runter vom 13.11.2008:

Gaspreise runter: Dem Druck von Eon nicht nachgeben
Veranstaltung am Sonntag in der AWO Leostraße

Hunderte von Gaspreisverweigerern haben inzwischen eine Zahlungsaufforderung von Eon bekommen. Bei der Initiative Gaspreise runter laufen die Telefone heiß.
Doch bei den Sprechern der Initiative Roswitha Köllner und Peter Kunze löst dieses Vorgehen des heimischen Energieversorgers nur Kopfschütteln aus.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 12.11.2008:

Bundesgerichtshof stärkt Stromwettbewerb
Richter verbieten Eon und RWE weitere Beteiligung an Stadtwerken / Endverbraucher können profitieren

Karlsruhe/Bonn (ddp/fred). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einer wegweisenden Entscheidung den Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt gestärkt. Der Kartellsenat des BGH in Karlsruhe untersagte den beiden Energiekonzernen Eon und RWE weitere Beteiligungen an kommunalen Stromversorgungsunternehmen. Die „marktbeherrschende Stellung“ der beiden Konzerne auf dem Strommarkt würde verstärkt, wenn sich Eon – wie geplant – an den Stadtwerken Eschwege in Hessen beteiligte. Der BGH bestätigte damit eine Untersagungsverfügung des Bundeskartellamts in letzter Instanz. Das Kartellamt hatte Eon im September 2003 verboten, 33 Prozent der Geschäftsanteile an den Stadtwerken Eschwege zu erwerben. Die Rechtsbeschwerde der EonEnergie AG wies der BGH nun zurück.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 12.11.2008:

Auch RWE will Gaspreise senken

Essen (AP). Auch Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE will angesichts des Preisverfalls auf den Mineralölmärkten die Gaspreise Anfang 2009 senken und dem Beispiel kleinerer Versorger folgen, wie RWE-Finanzvorstand Rolf Pohlig bei der Vorlage der Quartalszahlen sagte. Das Ausmaß sei aber noch offen. Für Stromkunden schloss er dagegen weitere Preisanhebungen nicht aus. Dabei steigerte RWE in den ersten neun Monaten sein betriebliches Ergebnis um 5,1 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis wuchs um fast 20 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 13,8 Prozent auf 34,5 Milliarden Euro.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.11.2008:

Frischer Wind für den Gasmarkt
Bürgerinitiative poltert gegen Eon und hat eine kleine Sensation im Kasten

VON RALF MISCHER

Paderborn. Sie hatten eine mittlere Sensation zu verkünden: Ein neuer Anbieter werde für frischen Wind auf dem Paderborner Gasmarkt sorgen. Für die Gasrebellen von der Pader sind kommende günstigere Tarife aber kein Grund dafür, klein beizugeben. Sie verweigern weiterhin die Zahlung der erhöhten Eon-Preise. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.11.2008:

Mehrere hundert Gaspreisverweigerer sollen zahlen
Eon setzt Frist bis zum 20. November / Hintergrund ist die drohende Verjährung von Forderungen für 2005

Paderborn (st). Mehreren hundert Gaspreisverweigerern der Eon Westfalen Weser Vertrieb GmbH wird in den kommenden Tagen ein Mahnschreiben des Unternehmens ins Haus flattern. Das kündigte gestern der Pressesprecher des Unternehmens , Edgar Schroeren, an. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.11.2008:

Stadtwerke Bielefeld kippen Gaspreiserhöhung
Durchschnittlicher Privathaushalt spart 45 Euro / Eon Westfalen-Weser bleibt bei Anhebung

VON LOTHAR SCHMALEN

Bielefeld. Bewegung an der Gaspreisfront in OWL: Nach der Ankündigung der Stadtwerke Detmold, auf eine zum Jahresbeginn geplante Erhöhung der Gaspreise zu verzichten, haben die Stadtwerke Bielefeld (SWB) Nägel mit Köpfen gemacht: Der Aufsichtsrat des Versorgungsunternehmens beschloss gestern, auf die für den 1. Januar vorgesehene Gaspreiserhöhung zu verzichten. Die Bielefelder reagieren damit auf die öffentlichen Diskussionen über die Energiepreise nach dem Preissturz beim Öl in den vergangenen Wochen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 07.11.2008:

Erst teurer, dann billiger
Mögliche Gaspreissenkung bei Eon im Frühjahr

Paderborn (hko). Eine mögliche Preissenkung beim Erdgas wird es beim Energieversorger Eon-Westfalen-Weser erst im kommenden Frühjahr geben. Das erklärte Pressesprecher Edgar Schroeren auf Anfrage. Voraussetzung sei eine andauernde Entspannung beim Ölpreis, an dem sich der Gaspreis orientiert. Genauere Angaben seien nicht möglich, „weil der derzeitige Ölpreistrend noch nicht lange genug anhält“, so Schroeren. Eine Preissenkung statt der angekündigten Erhöhung zum 1. Dezember fordert die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ und verweist auf andere Gasversorger. Im Frühjahr sei die „Heizperiode im Wesentlichen vorbei“, argumentiert die Initiative. Die allermeisten Gasversorger, so Schroeren, hätten ihre Preise aufgrund des stark gestiegenen Ölpreises bereits im Herbst erhöht.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 06.11.2008:

Eon soll die Gaspreise senken
Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ verärgert

Paderborn (nw). Vier Monate nach Beginn des Preisverfalls beim Rohöl haben bundesweit erste Versorger zum 1. Dezember niedrigere Gaspreise angekündigt (wir berichteten). Deshalb hat die Paderborner Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ den Regionalversorger Eon Westfalen/Weser aufgefordert, die zum 1. Dezember angekündigte Gaspreiserhöhung zurückzunehmen und stattdessen den Preis zu senken. Laut Handelsblatt haben die hohen Strom- und Gaspreise Eon im ersten Halbjahr mehr Ertrag beschert. Der Vorsteuergewinn wuchs um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.
(Artikel komplett)


Meinungs-Börse in der Neuen Westfälischen vom 04.11.2008:

Gasversorger unter Druck
Höchste Zeit

ANDREA FRÜHAUF

MEINUNGS-BÖRSE

Die Stadtwerke Detmold liefern das Exempel: Sie halten eine weitere Erhöhung der Gaspreise mitten in der kältesten Jahreszeit für Kunden für unzumutbar – und sprechen damit Verbrauchern aus dem Herzen. Sie führen vor, dass – obwohl der Gaspreis in der Regel erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten der Entwicklung des Ölpreises folgt – zumindest ein weiterer Preisschub verzichtbar ist. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 04.11.2008:

Gasversorger unter Druck
Erste Anbieter kündigen Preissenkungen an

VON ANDREA FRÜHAUF

Bielefeld. Nach monatelangem Preisverfall beim Öl wächst der politische Druck auf Gasversorger, ebenfalls die Preise zu senken. Laut Bild-Zeitung spielen fünf der bundesweit 750 Anbieter den Vorreiter. Medl aus Mühlheim an der Ruhr senke den Gaspreis zum 1. Dezember um 6,7 Prozent, berief sich das Blatt auf das Verbraucherportal Verivox. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 10.10.2008:

Gaspreisverweigerer machen mobil
Protest gegen neuerliche Erhöhung / Kommunalpolitische Konferenz im Schützenhof

Paderborn. „Hoffentlich wird der Winter dieses Jahr nicht zu kalt, für viele Paderborner könnten die Heizkosten unbezahlbar werden“, sorgt sich Roswitha Köllner, Vorsitzende und Ratsfrau der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP) , nachdem Eon die nächste Gaspreisrunde eingeläutet hat. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 08.10.2008:

Ab Dezember 15 Euro mehr im Monat für Gas
Dritte Preiserhöhung des Jahres angekündigt

Paderborn. Nicht aller guten Dinge sind drei: Eon Westfalen Weser kündigte gestern die dritte Gaspreiserhöhung dieses Jahres an. Zum 1. Dezember wird der Preis für die 75.000 Privat- und kleineren Gewerbekunden um rund 11,5 Prozent nach oben geschraubt. Die Kilowattstunde verteuert sich um etwa 0,9 Cent. Bereits zum 1. Januar hatte Eon den Gaspreis um 8,8 Prozent, zum 1. August je nach Tarif um 12,5 und 13,7 Prozent erhöht. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 26.09.2008:

Gasprozess: Eon legt Stellungnahme vor
Landgericht Dortmund muss neuen Termin ansetzen

Paderborn (ph). Ursprünglich sollte Eon Westfalen Weser bis zum 28. August beim Landgericht Dortmund eine Stellungnahme eingereicht haben, aus der detaillierter hervorgeht, warum der Gaspreis im Oktober 2004 um 11 Prozent angehoben wurde. Doch im August hatte der Energieversorger beim Gericht um eine Fristverlängerung bis zum 25. September gebeten. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 29.08.2008:

Gasprozess: Frist verschoben

Paderborn (ph). Der Prozess um die Gaspreise, den Eon Westfalen Weser gegen 15 Gaspreisverweigerer führt, zieht sich weiter in die Länge. Der Grund: Das Energieunternehmen hat beim Dortmunder Landgericht eine Fristverlängerung genehmigt bekommen und muss nun seine Stellungnahme bis zum 25. September einreichen. Bisher galt der gestrige Donnerstag als letzter Abgabetermin für eine Stellungnahme, mit der Eon die elfprozentige Preisanhebung aus Oktober 2004 detaillierter begründen muss. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 28.08.2008:

Neue Eon-Tochter Ansprechpartner für Kunden
Umstrukturierung greift bereits ab Montag kommender Woche

Paderborn. Die Umstrukturierung des Regionalversorgers Eon Westfalen Weser, der Rat und Kreistag am Montag letzter Woche zugestimmt haben (die NW berichtete) soll bereits ab Montag, 1. September, umgesetzt werden. Eon Westfalen Weser werde die Herausforderungen von Wettbewerb und Regulierung in einer neuen Struktur annehmen, teilte das Unternehmen gestern mit. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 28.08.2008:

Der vergoldete Tropfen
Großes Gefälle bei Wasserpreisen / Ostwestfalen insgesamt durchschnittlich

VON TOM SUNDERMANN

Köln/Bielefeld. Welchen Wert Wasser hat, hängt davon ab, wo es aus dem Hahn kommt. In Potsdam wird es scheinbar regelrecht vergoldet: Im Durchschnitt zahlt man hier 4,30 Euro für den Kubikmeter, während dieselbe Menge in Karlsruhe nur 1,20 Euro kostet. Das geht aus dem Abwassermonitor 2008 hervor, in dem das Deutsche Institut für Wirtschaft erstmals die Wasserpreise der 100 größten deutschen Städte vergleicht. (Artikel komplett)


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucher" vom 27.08.2008:

Energieverbraucher stellen ‚'schwarze Schafe' der Versorger an den Internet-Pranger

(23. Juli 2008) Bundesweit erste Dokumentationsstelle für widerrechtliche Versorgungssperren eingerichtet

Um die Fälle illegaler Versorgungssperren für Strom und Gas bundesweit zu dokumentieren und auszuwerten, schafft der Bund der Energieverbraucher e.V. im September 2008 eine eigene Zentralstelle in Düsseldorf. Alle Einzelfälle, in denen Strom- und Gasanbieter ungerechtfertigt Versorgungssperren verhängen oder ankündigen, werden künftig dokumentiert. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 26.08.2008:

Neues Verfahren gegen Gasnetzbetreiber

Bonn (AFP). Die Bundesnetzagentur hat den Druck auf Energieversorger erhöht und ein neues Missbrauchsverfahren gegen fünf Gasnetzbetreiber eingeleitet, um für mehr Wettbewerb zu sorgen. Betroffen seien RWE Transportnetz Gas, Eon Gastransport, EWE Netz, Erdgas Münster und Gasunie Deutschland Transport Services. Es bestehe der Verdacht, dass sie gesetzliche Vorgaben zur Vereinfachung der Gasnetzstrukturen nicht eingehalten hätten.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 23.08.2008:

Netzagentur droht mit Zwangsgeldern
40 Stromnetzbetreiber bremsen Wechsel des Anbieters

Bonn (tos). Die Bundesnetzagentur setzt Stromnetzbetreiber unter Druck, die ihren Kunden den Wechsel des Stromanbieters erschweren.

Knapp 40 Betreibern seien Zwangsgelder in Höhe von 1,7 Millionen Euro angedroht worden, teilte die Behörde mit. Nun hätten die Versorger einen Monat Zeit, die Mängel zu beheben. Welche Unternehmen betroffen sind, teilte die Netzagentur nicht mit. Es seien allerdings ausschließlich um sogenannte Verteilungsnetzbetreiber, die Leitungen nur in einzelnen Regionen bereitstellen, sagte Agentursprecherin Renate Hichert.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.08.2008:

Schon brodelt die Gerüchteküche
Klare Mehrheiten in Rat und Kreistag: Der Eon-Umbau ist beschlossene Sache

VON WOLFGANG STÜKEN

Paderborn. Die Preise für Strom, Gas und Wasser im Versorgungsgebiet von Eon Westfalen Weser (EWW) werden künftig in München gemacht – von einer neuen zentralen Vertriebstochter des Eon-Konzerns. EWW mit dem Unternehmenssitz Paderborn bleibt Eigentümerin der Netze. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.08.2008:

Familie zahlt 267 Euro für Energie
Preise wurden von 2002 bis 2008 um gut 50 Prozent erhöht

Wiesbaden (dpa). Die immer weiter steigenden Energiekosten belasten die privaten Haushalte nun schon seit Jahren. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes mussten die Verbraucher in Deutschland 2002 bis 2006 Preissteigerungen für Strom, Gas, Heizung und Kraftstoffe in Höhe von rund 28 Prozent verkraften. Bis Juli 2008 sei ein weiterer Aufschlag von geschätzten 21 Prozent dazugekommen, berichtete das Amt. Auf der Basis der Zahlen von 2002 ergäbe sich damit ein Plus von 55 Prozent.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 15.08.2008:

Streit um Gasrechnung geht weiter

Paderborn (ph). In der Auseinandersetzung um die Zahlung eigenmächtig gekürzter Gasrechnungen zwischen Eon Westfalen Weser und zahlreichen Gaskunden, geht das Unternehmen offenbar sehr differenziert mit den einzelnen Kunden um. Während einem Gaspreis-Verweigerer bereits der Gashahn abgedreht wurde, ist bei einem anderen Kunden die Androhung der Gassperre wieder zurückgenommen worden.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 15.08.2008:

Damit der Strom weiter fließt
Caritas-Schuldnerberatung und Eon Westfalen Weser helfen aus der Klemme

VON HANS-HERMANN IGGES

Paderborn. Elektrischer Strom ist aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Wer aber die Rechnungen vom örtlichen Stromversorger auf Dauer nicht begleicht, dem wird am Ende sogar der Saft abgestellt. Da Stromsperren meist ohnehin überschuldete Haushalte, treffen, treten hier Schuldnerberatungsstellen auf den Plan.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.08.2008:

Weiterer Preisanstieg bei Gas und Strom
Was die Demokratische Initiative erwartet

Paderborn. Aus Sicht der Ratsfraktion der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP) wird Eon Westfalen Weser (EWW) nach der geplanten Umstrukturierung nur als „Rumpfgesellschaft“ mit Netzbetrieb und Technik fortbestehen. Das „Abnicken“ durch den Paderborner Rat solle „durch politische Millionenbeträge“ erkauft werden. Fraktionschef Reinhard Borgmeier sprach in einer Presseerklärung von 19,25 Millionen Euro für die Interargem-Anteile und 22 Millionen für den Vertrieb.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.08.2008:

Per Saldo 50 Arbeitsplätze mehr für Paderborn
Paus erläutert Grundzüge der geplanten Umstrukturierung im Eon-Konzern

Paderborn (st). Unter den kommunalen Aktionären, die 37,2 Prozent der Anteile am Regionalversorger Eon Westfalen Weser (EWW) halten, ist die Stadt Paderborn mit gut elf Prozent der größte Anteilseigner. Dieses Stück vom Unternehmenskuchen betrachtet Bürgermeister Heinz Paus auch nach der bevor stehenden Umstrukturierung bei Eon als eine ,,auf Dauer sinnvolle Beteiligung“. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 13.08.2008:

Standortsicherung oder Bedeutungsverlust?
Vor der Sondersitzung: Geplante Umstrukturierung im Eon-Konzern wird in den Ratsfraktionen sehr unterschiedlich bewertet

Paderborn (st). Bei der Stadt Paderborn, mit elf Prozent größter kommunaler Anteilseigner am Regionalversorger Eon Westfalen Weser (EWW), zeichnet sich eine Ratsmehrheit für die geplante Umstrukturierung im Eon-Konzern ab, über die seit Monaten unter dem Projektnamen „Regi.on“ verhandelt wird. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.08.2008:

Eon-Zukunft: Paderborn gewinnt an Gewicht
Von Hameln soll das „Kompetenzzentrum Technik“ übernommen werden

VON HARTMUT BRAUN

Paderborn/Herford. Mit den neuen Strukturen des regionalen Energieversorgers Eon Westfalen-Weser (EWA) soll ganz offensichtlich der Firmensitz Paderborn gestärkt werden. Neben dem Vertrieb bekommt die Paderstadt auch das bislang in Hameln residierende „Kompetenzzentrum Technik“, wie aus einem Bericht an den Stadtrat hervor geht. Damit werden sowohl Stromverkauf als auch Netzbetrieb von Paderborn aus gesteuert – was unternehmerisch Sinn macht, wie es intern heißt.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.08.2008:

Kartellamt geht gegen Gasversorger vor

Berlin (rtr). Wegen des Verdachts auf überhöhte Gaspreise will das Bundeskartellamt in Bonn bis Jahresende gegen mehrere Versorgungsunternehmen vorgehen. „Es besteht bei den Gasunternehmen der dringende Verdacht, dass es sich um missbräuchliche Ausnutzung der Marktstellung handelt“, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Bernhard Heitzer, der Süddeutschen Zeitung. Bis Ende des Jahres werde die Behörde erste Entscheidungen bekanntgeben. Im Frühjahr hatte das Kartellamt Missbrauchsverfahren gegen insgesamt 35 Gasversorger (darunter auch gegen die RWE Westfalen-Weser-Ems AG in Dortmund) eingeleitet.

Offen bleibe, ob die Verbraucher mit Preissenkungen rechnen könnten. Möglicherweise werde die Preisentwicklung aber gedämpft. Auslöser der Untersuchung waren Differenzen von 25 bis 45 Prozent bei einem Vergleich der Gaspreise.

Parallel zur Gasbranche hat das Kartellamt auch Stromkonzerne im Visier. Dort sind die Ermittlungen laut Heitzer aber schwieriger. „Ein missbräuchliches Verhalten ist im Stromsektor wesentlich schwerer nachzuweisen als im Gassektor“, sagte er. Im Endkundenbereich gebe es mehr Anbieter, im Großhandel Besonderheiten bei der Strompreisbildung.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 09.08.2008:

Herford will Stadtwerke zurückkaufen
Verkauf der Interargem-Anteile brächte Millionen

VON HARTMUT BRAUN

Herford. Die Herforder Stadtwerke sollen wieder eine hundertprozentig kommunale Gesellschaft werden. Die Stadt plant für 2009 den Rückkauf der sechs Jahre zuvor von Eon Westfalen-Weser übernommenen Minderheitsbeteiligung. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 08.08.2008:

Auswirkungen der neuen Eon-Struktur
Paderborner Rat diskutiert am 18. August

Paderborn/Herford (bag/hb). Noch im August soll die neue Organisationsstruktur beim Energiemulti Eon festgeklopft werden. Im Poker um Einsparungen, Arbeitsplätze und Ausschüttungen ist auch Paderborn betroffen.

Eigentlich ist die neue „Regionalstruktur“ des Eon-Konzerns, in die sechs von sieben Regionaltöchter einbezogen sind, längst unter Dach und Fach. Mit ihr will der Konzern (Personal-) Kosten senken, seine Servicestrukturen sichern und seine Beteiligungen neu ordnen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 29.07.2008:

Eon soll Drohung zurück nehmen
Aufforderung der Bürgerinitiative Gaspreise runter

Paderborn (NW/ph). 40 Gaspreis-Verweigerer waren in den vergangenen Wochen von Eon Westfalen Weser aufgefordert worden, einen Teil der noch nicht gezahlten Gasrechnung zu begleichen. Andernfalls könnte in dieser Woche die Gaslieferung eingestellt werden (wir berichteten).

Dabei bezieht sich das Energieunternehmen auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom Juni des vergangenen Jahres. Demnach habe man den neuen Preis akzeptiert, wenn er einmal vom Kunden voll bezahlt worden sei. Doch diese Rechtsauffassung zweifelt die Bürgerinitiative Gaspreise runter ganz entschieden an. Der Bezug auf das Urteil sei „mehr als wackelig“, meint Roswitha Köllner, die Sprecherin der Initiative. Hinter diese Entscheidung habe der Bundesgerichtshof mit seinem jüngsten Urteil vom 29. April 2008 selbst schon ein Fragezeichen gesetzt. (Artikel komplett)


Presseerklärung von Gaspreise-runter vom 28.07.2008:

Bürgerinitiative fordert Eon auf, Androhung des Lieferstopps zurückzuziehen.

Sieht Eon den Prozess in Dortmund schon verloren und verfällt deshalb wieder in Angstmacherei gegenüber seinen Kunden?
Oder warum ändert der lokale Energieversorger überraschend in der Sommerpause seine Strategie im Umgang mit Gaspreisverweigerern und schwingt wieder die Angstkeule, indem 40 Verweigerern per Brief mit Abdrehen des Gashahnes gedroht wird?
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 25.07.2008:

Eon droht mit Stopp der Gaslieferung
40 Verweigerer sollen Zahlungen leisten / Wenig Bewegung vor Gericht: Gestern Frist abgelaufen

Paderborn (ph). Im Streit um die Zahlung eigenmächtig gekürzter Gasrechnungen zwischen Eon Westfalen Weser und zahlreichen Gaskunden, hat der Energieversorger offensichtlich einen Gang höher geschaltet: Einige Verweigerer erreichte vor Tagen ein Schreiben, in dem ein Teil der einbehaltenen Zahlungen eingefordert wird. Wer sich weigert, dem werde ab dem 30. Juli der Gashahn abgedreht, droht das Unternehmen.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 18.07.2008:

Weniger verkauft, mehr verdient
Eon Westfalen Weser zieht Bilanz

VON STEFAN SCHELP

Paderborn/Herford. Der heimische Energieversorger Eon Westfalen Weser hat im vergangenen Jahr weniger Gas und Strom verkauft, Umsatz und Gewinn jedoch gesteigert.

20,7 Millionen Euro Gewinn hat Eon Westfalen 2007 gemacht, im Jahr zuvor waren es nur 6,2 Millionen Euro gewesen. (Artikel komplett)


Meinungsbörse in der Neuen Westfälischen vom 18.07.2008:

Eon macht Gewinn
Intensiver Wettbewerb

STEFAN SCHELP

Wenn ein Energieversorger erst eine Preiserhöhung ankündigt und dann eine Gewinnsteigerung verkündet, gehen bei den Verbrauchern alle Lampen an. Beim Kunden bleibt hängen: Ich muss tiefer in die Tasche greifen – und der Großkonzern steckt es ein.

Dass die Dinge nicht ganz so einfach liegen, ist klar. Auch die Energieversorger müssen schließlich mehr Geld bezahlen für Öl und Gas, das sie auf dem Weltmarkt kaufen. Dennoch bleibt ein schlechtes Gefühl.

Deshalb lässt sich gut nachvollziehen, dass immer mehr Verbraucher die Konsequenz ziehen und zum billigeren Anbieter wechseln. Längst nicht jeder übrigens zur Eon-Billigkette „E wie einfach“.

Rechnet man beim Gasabsatz die im vergangenen Jahr erworbenen Mindener Stadtwerke heraus, hat Eon fast ein Viertel weniger Gas verkauft als zuvor. Einen intensiveren Wettbewerb nennt das der Eon-Sprecher. Den haben die Verbraucher in Gang gesetzt. Gut so.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 18.07.2008:

Gas bei Westfalica 16 Prozent teurer

Bad Oeynhausen (nisi). Die Gasversorgung Westfalica in Bad Oeynhausen erhöht zum 1. September ihre Preise. Damit wird das Gas im Kreis Minden-Lübbecke und in den angrenzenden Gemeiden wie Rehburg-Loccum, Leese, Diepholz oder Stolzenau um 16 Prozent teurer. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahlt dann monatlich 17,85 Euro mehr.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 15.07.2008:

RWE erhöht Gaspreis um 25 Prozent

Dortmund (dpa). Der Energieversorger RWE erhöht die Gaspreise für seine knapp 600.000 Privat- und Gewerbekunden um durchschnittlich 25 Prozent. Die Vertriebs- und Netzgesellschaft RWE Energy begründete den Schritt mit deutlich gestiegenen Beschaffungskosten. Die Erhöhungen sollen zum 1. September wirksam werden, im Saarland allerdings erst einen Monat später.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.07.2008:

Gaspreis in Bielefeld steigt um 15 Prozent

Bielefeld (ard). Der Gaspreis der Stadtwerke Bielefeld wird zum 1. Oktober um rund 15 Prozent steigen. Das hat Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke im Interview mit dieser Zeitung bestätigt. Außerdem sprach sich Rieke dafür aus, über eine Verlängerung der Laufzeit des Kernkraftwerks Grohn-de nachzudenken. Das würde bei der Umstellung auf erneuerbare Energien preisdämpfend wirken.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.07.2008:

Teure Speicherheizung dank Eon

Paderborn. Bei ihrem letzten Treffen hat sich die Interessengemeinschaft der Stromspeicherheizungs-Nutzer auch mit der Preisentwicklung beim Heizstrom beschäftigt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die unverhältnismäßig hohen Preise sich mit der Monopolstellung von Eon im Paderborner Nachtstromsegment erklären lassen. Die Stadt sei aufgerufen, etwas zu tun. (Artikel komplett)


Meinungsbörse in der Neuen Westfälischen vom 10.07.2008:

Steigende Energiepreise
Die Macht der Konzerne


ANNE WEBLER

Die Preise für Benzin, Strom und Gas sind in den letzten Monaten drastisch gestiegen, und sie werden noch weiter steigen, sagen Experten voraus. Ein alleinstehender Hartz-IV-Empfänger bekommt im Monat neben Miete und Heizkosten 351 Euro. Das ist nicht viel zum Leben. Auch nach der Erhöhung sind es nur vier Euro mehr, und die können die steigenden Energiepreise kaum auffangen.

Die Frankfurter Caritas macht vor, wo Verbraucher sparen können: Sie hat zwölf Langzeitarbeitslose zu Energieberatern ausgebildet. Die analysieren den Strom-, Wasser- und Heizenergieverbrauch von Hartz-IV-Haushalten und zeigen Sparmöglichkeiten auf. Im Schnitt 140 Euro lassen sich pro Jahr sparen. Das ist kein Vermögen, aber ein Anfang.

17 Städte haben mit der Schulung der Energieberater begonnen. Es ist ein lobenswerter Ansatz, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn inzwischen können nicht nur Hartz-IV-Empfänger ihre Rechnungen nicht bezahlen. Die Zahl der Betroffenen wächst mit den ständig steigenden Preisen. Und die Politik schaut hilflos zu. Es ist höchste Zeit, die Macht der Konzerne zu beschneiden.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 10.07.2008:

Kein Geld, kein Gas
Viele Bürger können wegen steigender Energiekosten ihre Rechnungen nicht bezahlen

Berlin (dpa/AP/aw). Hunderttausende Bürger können ihre Strom- und Gasrechnung nicht mehr bezahlen. Pro Jahr gebe es in etwa 800.000 Haushalten Strom- oder Gassperren, sagte der Vorsitzende des Energieverbraucherbundes, Aribert Peters. Das Schlimmste steht den deutschen Verbrauchern bei der Energiekosten-Lawine aus Sicht von Experten noch bevor. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 10.07.2008:

„Den Bock zum Gärtner gemacht“
Interessengemeinschaft fordert unabhängigen Gutachter

Paderborn. Die Interessengemeinschaft der Stromspeicherheizungs-NutzerInnen hat sich bei ihrem letzten Treffen auch mit dem kürzlich vorgestellten Eon-Energieversorgungskonzept für die Stadt Paderborn beschäftigt.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 08.07.2008:

Mehr Geld für die Energiekonzerne
Strompreis für Verbraucher könnte weiter steigen

Bonn (dpa). Die geplanten Milliardeninvestitionen in das deutsche Stromversorgungsnetz könnten den Strompreis weiter nach oben treiben. Die Bundesnetzagentur hat den Energiekonzernen eine höhere Rendite für diese Investitionen zugebilligt. Die Unternehmen können so mit Mehrerlösen von bis zu 300 Millionen Euro rechnen. Die Behörde sieht damit einen größeren Anreiz, die Modernisierung des Netzes voranzubringen. Verbraucherschützer gehen von steigenden Strompreisen aus. Bei RWE hieß es, es sei noch unklar, ob für Verbraucher höhere Kosten entstünden.

Für Investitionen in Neuanlagen dürfen die Unternehmen ab 1. Januar 9,29 Prozent Zins vor Steuern statt der bisher geltenden 7,91 Prozent berechnen. Bei Altanlagen gelten ab 2009 statt bisher 6,5 Prozent künftig 7,56 Prozent. Die Festlegung gilt auch für die Gasnetze. Hier ergeben sich jedoch keine wesentlichen Änderungen, da dort bereits 9,21 Prozent bei Neuanlagen und 7,8 Prozent für Altanlagen gelten. Die Entscheidung sei ein „deutliches Signal für attraktive Bedingungen für Investitionen in Strom- und Gasnetze“, sagte Behördenchef Matthias Kurth. Niemand müsse sein Netz verkaufen, weil die Renditen zu gering seien.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 02.07.2008:

Kartellamt vertagt Gaspreis-Entscheidung
Wettbewerbshüter im Clinch

Bonn (ddp). Das Bundeskartellamt will frühestens im Herbst und eventuell erst im Winter die ersten Entscheidungen im Missbrauchsverfahren gegen zahlreiche Gasversorger wegen des Verdachts überhöhter Preise für Haushalts- und Gewerbekunden treffen.

Grund für die Verzögerungen seien langwierige Auseinandersetzungen mit den Landeskartellbehörden, die bisher die betroffenen Unternehmen betreut hätten und die Zuständigkeit zunächst nicht an die Bundesbehörde abgeben wollten, sagte eine Sprecherin in Bonn.

Die Kartellbehörde wollte eigentlich bereits Mitte des Jahres die ersten Feststellungsverfügungen erlassen. Besonders in NRW habe sich die im Wirtschaftsministerium angesiedelte Kartellbehörde gesträubt, die Preiskontrolle der Gasversorger abzugeben. Das Bundeskartellamt hatte das Verfahren im März nach dem Anfang 2008 verschärften Kartellrecht eingeleitet. Eine bundesweite Untersuchung der Gaspreise aller Versorger ergab laut Bonner Behörde teilweise Abweichungen von 25 bis 45 Prozent und mehr. Das Missbrauchsverfahren betrifft 41 Gasversorger. Sie sollen ihre Preisbildung offenlegen. Im Fokus stehen Regionalversorger von Eon und RWE, Stadtwerke, kommunale Regionalversorger.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 17.06.2008:

Erdgas-Preis klettert um rund 13 Prozent
Anhebung gilt ab 1. August / 190 Euro mehr im Jahr / Gaspreis-Verweigerer kritisieren undurchsichtige Preisgestaltung

Paderborn (ph). Seit gestern ist die Zeit des Rechnens bei Eon Westfalen Weser vorbei: Wie der Energieversorger mitteilt, sollen die Erdgas-Preise für die 80.000 Privatkunden zum 1. August steigen. Je nach Tarifgruppe liegt die Steigerung zwischen 12 und 13,7 Prozent. Konkret klettert zum Beispiel der verbrauchsabhängige Arbeitspreis für eine Kilowattstunde in der Grundversorgung „erdgas.ideal“ um 0,95 Cent brutto. Der monatliche Grundpreis bleibt unverändert. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 17.06.2008:

Eon erhöht den Gaspreis

Paderborn (sch). Der erste Gasversorger der Region hat nach den eher allgemein gehaltenen Ankündigungen der vergangenen Woche die Katze aus dem Sack gelassen: Eon Westfalen-Weser erhöht zum 1. August die Preise für Erdgas. Eon-Sprecher Dieter Vollmer kündigte an, der verbrauchsabhängige Arbeitspreis werde im Schnitt um 12,5 Prozent bis 13,7 Prozent steigen. Der monatliche Grundpreis bleibe unverändert. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute dies im Tarif „erdgas.ideal“ eine monatliche Mehrbelastung von knapp 16 Euro. Eon Westfalen-Weser begründet die Preissteigerung mit dem seit Januar 2007 um 125 Prozent teurer gewordenen Rohöl. Da der Erdgaspreis an den Ölpreis gebunden sei, seien auch die Beschaffungskosten für Erdgas rasant gestiegen. Eon gebe damit nach eigenen Angaben nur einen Teil der eigenen Mehrkosten an die Kunden weiter.


Kennzeichen PB in der Neuen Westfälischen vom 14.06.2008:

Gas-Prozess: Eon weiter unter Druck
Beweis schuldig geblieben

Eigentlich hatte selbst Reinhard Weeg, der Anwalt der Gaspreis-Verweigerer, mit einem so genannten Versäumnisurtteil gegen sich und seine Mandanten gerechnet, weil er bis heute – rein formal gesehen – immer noch keinen Antrag auf Klageabweisung gestellt hat. Aus taktischen Gründen, er wollte auf Zeit spielen, daraus machte der Anwalt keinen Hehl. Doch dann kam am Donnerstag beim 5. Prozesstag im Streit um die Gaspreise in Dortmund alles ganz anders: Nicht die Gaspreis-Verweigerer, sondern Eon Westfalen Weser rückte in den Blickpunkt. Ihr galten gleich eine ganze Reihe von Hinweisen und Aufforderungen, um die elfprozentige Preisanhebung aus Oktober 2004 noch detaillierter zu erläutern – obwohl das Unternehmen dies bis Ende November 2007 eigentlich schon erledigt haben sollte. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 13.06.2008:

Eon weiter unter Druck
Im Gas-Prozess muss der Energieversorger erneut Zahlen auf den Tisch legen

VON PETER HASENBEIN

Paderborn/Dortmund. Damit hatte selbst Reinhard Weeg, Rechtsanwalt der 15 Gaspreis-Rebellen, nicht gerechnet: Am gestrigen 5. Prozesstag in Dortmund wurde Eon Westfalen Weser erneut dazu aufgefordert, die Gaspreiserhöhung aus Oktober 2004 zu begründen. Besonders eindringlich regte das Gericht allerdings auch an, dass beide Parteien sich außergerichtlich einigen sollen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 13.06.2008:

Gas-Streit: Eon Westfalen muss nachlegen

Paderborn/Dortmund (ph). Der Prozess um die Gaspreise, den Eon Westfalen-Weser seit 2005 gegen 15 Kunden vor dem Dortmunder Landgericht führt, bleibt ein Dauerbrenner. Auch am 5. Prozesstag verkündete das Gericht kein Urteil, sondern eine Reihe von Hinweisen und Auflagen. Beide Parteien haben bis zum 24. Juli Zeit, weitere Stellungnahmen einzureichen.

Deutliche Worte fand das Gericht für den Energieversorger, der erneut aufgefordert wurde, die elfprozentige Gaspreiserhöhung aus Oktober 2004 erheblich detaillierter zu begründen. Dazu gehöre auch, dass vor einer Gaspreiserhöhung neben dem gestiegenen Bezugspreis auch Kosteneinsparungen gegengerechnet werden müssen. Außerdem sei das Verhältnis von Privatkunden und Geschäftskunden wichtig, um Preiserhöhungen bewerten zu können. Vor dem Hintergrund des geringen Streitwertes von unter 5.000 Euro und zu erwartender Prozesskosten forderte das Gericht die Parteien erneut zu einem Vergleich auf. Während der Beklagtenvertreter den Tag als „Ohrfeige“ für Eon wertete, sieht der Energieversorger darin nur „eine Entscheidung zum weiteren Prozessverlauf“.


Artikel im Westfälischen Volksblatt vom 13.06.2008:

Gaspreis-Prozess: Gericht will endlich Zahlen sehen
»Rebellen« erkennen positives Signal - EON verhalten

Von Hubertus Hartmann

Paderborn (VW). Noch immer kein Urteil in Dortmund. Aber das Gericht macht Eon Druck, und die Paderborner Gaspreis-Verweigerer wittern Morgenluft.
Eon Westfalen Weser (EWW) hat beim Landgericht Dortmund bekanntlich 15 Kunden verklagt, die aus Protest gegen die Preiserhöhungen seit Oktober 2004 ihre Rechnungen gar nicht mehr oder nur teilweise bezahlen. Richterin Marlies Bons-Künsebeck riet Klägern und Beklagten gestern zu einer außergerichtlichen Einigung bis zum 24. Juli. Andernfalls werde die Kammer eine Entscheidung treffen.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 10.06.2008:

Unbekannte Höhen
Gaspreise werden auch in OWL steigen / Gabriel fordert Sozialtarife

Berlin/Bielefeld (mika/AP). Die befürchtete Preisexplosion beim Gas hat Politiker und Verbraucher in helle Aufregung versetzt. Auch Versorgungsfirmen in OWL planen weitere Gaspreiserhöhungen für 2008 – allerdings nicht in Höhe von 40 Prozent, wie es Umweltstaatssekretär Michael Müller für möglich hält. Verbraucherschützer riefen zum Boykott von Preiserhöhungen auf. (Artikel komplett)


Meinungsbörse in der Neuen Westfälischen vom 10.06.2008:

Gaspreis-Schock
Es fehlt ein Konzept


CARSTEN HEIL

Zwar hat es jüngst unangenehme Preiserhöhungen auf dem Energiesektor für die Verbraucher gegeben. Doch aktuell ist nichts Neues passiert, und trotzdem ist halb Deutschland in heller Aufregung. Es ist völlig unklar, warum Michael Müller (SPD), Staatssekretär im Umweltministerium, für Panik bei den Gaskunden sorgt. Müller spekuliert, dass der Gaspreis im Herbst um 40 Prozent steigen werde. Das ist nicht sein Job.

Erstens ist noch gar nicht klar, was in einem höchst beweglichen Markt in fünf Monaten Realität sein wird. Müller gibt seine privaten Befürchtungen von sich und verunsichert so die Verbraucher. Zweitens sollte der Herr Staatssekretär es den Energiekonzernen überlassen, schlechte Nachrichten zu verbreiten. Und drittens bricht mit dieser Panikmache ausgerechnet eine treibende Kraft des rot-grünen Atomausstiegs eine neue Diskussion über die Zukunft der Kernenergie vom Zaun. Statt Ängste zu schüren, sollten Umwelt- und Wirtschaftsministerium lieber ein zukunftsfähiges Energiekonzept vorlegen.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 10.06.2008:

Preisbindung schützt vor Willkür

Rohstoffexperte Klaus Matthies vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) sieht wenig Spielraum für die geforderte Entkopplung der Erdgaspreise von den Ölpreisen. Zudem könne das auch zu noch höheren Gaspreisen führen. „Die europäischen Importeure müssten Anbieter wie Russland dazu bringen, eine andere Preisformel zu akzeptieren. Ob der Preis dann niedriger würde, daran habe ich meine Zweifel“, so der Wissenschaftler. Sollte die Preisbindung aufgehoben werden, hätten Anbieter einen Hebel in der Hand, die Preise für Erdgas selbst vorzugeben – auch willkürlich. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 09.06.2008:

Lübbecke im Visier des Kartellamts

Düsseldorf (dpa). Die NRW-Landeskartellbehörde hat bei elf regionalen Stromversorgern zu hohe Strompreise bemängelt. Betroffen sind auch die Stadtwerke Lübbecke. Die Behörde forderte die Unternehmen auf, die Höhe zu begründen. Neun Unternehmen hätten danach zugesagt, die Preise zu senken oder sie in diesem Jahr konstant zu halten, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Mit zwei Unternehmen liefen noch Gespräche. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 09.06.2008:

Neuer Gaspreisschock
Umweltministerium warnt vor 40 Prozent teureren Tarifen

Frankfurt (AP). Die Verbraucher in Deutschland müssen sich nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums auf einen dramatischen Anstieg der Gaspreise einstellen. „Über die bereits bekanntgewordenen 25 Prozent hinaus kann es im Herbst noch einmal eine Erhöhung des Gaspreises um bis zu 40 Prozent geben“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller (SPD). Grund seien die Koppelung an den Ölpreis und Spekulationen. (Artikel komplett)


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucher" vom 03.06.2008:

Bundesgerichtshof: Kartellsenat stärkt Energieverbraucher

(3. Juni 2008) Der Bundesgerichtshof entscheidet als letzte Instanz in den zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen Kunden und Versorgungsunternehmen über die Höhe von Gas- und Strompreisen.

Am 29. April 2008 hatte der Kartellsenat des Bundesgerichtshofes die Preiserhöhungen der dresdner Enso Gas für unwirksam erklärt, weil die Preiserhöhungsklauseln unwirksam sind (Az KZR 2/07). Damit wurde ein Urteil des Landesgerichts Dresden bestätigt. Nun liegt die schriftliche Urteilsbegründung vor. Der Kartellsenat trifft in dem Urteil grundlegende Entscheidungen, über die sich Verbraucher freuen dürfen:
(Artikel komplett)


Guten Morgen im Westfälischen Volksblatt vom 02.06.2008:

Kerzen-Politik
Über hohe Energiepreise jammern alle. So genießt die Paderborner Initiative »Gaspreise runter« sicherlich große Sympathien in ihrem Kampf gegen hohe Tarife. Am Samstag zogen Bürgerinitiative-Mitglieder erneut in der Paderborner Innenstadt auf die Straße, um für ihr Anliegen zu werben. Ein bisschen haben sie von den Politikern gelernt: Auch die Bürgerinitiative verteilt kleine Präsente und Werbeartikel. Was darf man von Gaspreis-Rebellen als Geschenk erwarten: ein Gasfeuerzeug. Fragende Blicke werden schnell beantwortet: »Damit können Sie eine Kerze anzünden und dann Energie sparen«. Mir geht ein Licht auf: Ja, so könnte es gehen.
Karl Pickhardt


Artikel im Westfälischen Volksblatt vom 02.06.2008:

Balkon ersetzt den Kühlschrank
Paderborner Erdgaspreis steht vor einer Verdoppelung seit 2004

Von Karl Pickhardt (Text und Foto)
Paderborn (WV). In Paderborn schalten Rentner im Winter ihre Kühlschränke ab und kühlen Lebensmittel in Regalen auf dem Balkon. »Mit Sparen kann ich aber die hohen Energiepreise nicht auffangen«, klagte eine ältere Paderbornerin am Samstag in der Innenstadt am Stand der Bürgerinitiative »Gaspreise runter«.
(Artikel komplett)


Artikel bei Beck Aktuell vom 29.05.2008:

BGH verhandelte über Gaspreise – Urteil im Juli erwartet
Mitten in der Diskussion um die neuerliche Gaspreiswelle verhandelte der Bundesgerichtshof am 28.05.2008 erneut über die Gaspreise. Der hier zu entscheidende Fall knüpft dabei unmittelbar an das BGH-Grundsatzurteil vom Juni 2007 (in NJW 2007, 2540) an. Überraschend setzte nun der BGH ein kleines Fragezeichen hinter diese Entscheidung. Der Fall soll am 16.07.2008 entschieden werden.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 27.05.2008:

Eon Westfalen Weser prüft noch

Paderborn (ph). Auf breiter Front ist in diesem Jahr mit weiteren Gaspreiserhöhungen zu rechnen. Die Energieversorger begründen den Schritt mit der Koppelung an den Ölpreis. Von dieser Entwicklung könne sich auch Eon Westfalen Weser nicht abkoppeln, teilte das Unternehmen gestern mit. Zurzeit würden die Auswirkungen auf die Gaspreise geprüft, eine Entscheidung über eine mögliche Preiserhöhung sei noch nicht gefallen. Nur soviel: Eine Anpassung zum 1. Juni oder 1. Juli werde es nicht geben.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 27.05.2008:

Gaskunden vor teurem Herbst
Viele regionale Versorger wollen erst in einigen Monaten die Preise erhöhen

Bielefeld/Berlin (dpa/sch). Die dritte Gaspreiswelle wird noch größer als am Wochenende erwartet. Inzwischen gehen Experten davon aus, dass nicht „nur“ 67 Gasversorger ihre Preise drastisch erhöhen, sondern möglicherweise mindestens 100 von bundesweit 700. Schon ab Juni könnten die Preise demnach kräftig anziehen.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 27.05.2008:

Kartellamt: Verfahren laufen schon

Das Bundeskartellamt mit Burkhard Heitzer an der Spitze sieht nach den angekündigten Gaspreiserhöhungen derzeit keinen Grund, weitere Verfahren einzuleiten. Neue Preisanhebungen flössen in die bereits laufenden Verfahren ein, sagte eine Sprecherin.

35 Unternehmen habe seine Behörde registriert, bei denen man davon ausgehe, dass sie die Preise künstlich hoch halten, hatte Heitzer kürzlich gegenüber dieser Zeitung erklärt. Bis auf die Berliner Gaswerke (Gasag) hätten alle auf die Post des Kartellamts reagiert. Die Gasag-Beschwerde liege daher jetzt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Mit Ergebnissen der Untersuchung rechnet Heitzer erst Ende 2008. Dann aber könnte es Strafzahlungen für die Energie-Versorger geben – und die Verbraucher können auf niedrigere Preise wenigstens hoffen. (sch)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 26.05.2008:

Ölpreis heizt den Gaspreis an
67 Versorger planen Erhöhungen um bis zu 19 Prozent im Sommer

Düsseldorf/Hamburg (dpa). Die ungebrochene Rekordjagd bei den Ölpreisen löst eine neue Preiswelle auch beim Erdgas aus. Auch der größte deutsche Gasversorger Eon plant aufgrund der steigenden Rohölpreise eine Erhöhung seiner Gaspreise.
„Wir werden die Preise anpassen müssen“, sagte ein Eon-Sprecher in Düsseldorf. „Zur Größenordnung können wir nicht Stellung nehmen.“ Auch der Zeitpunkt sei noch unklar.
Der Spiegel berichtet unter Berufung auf interne Planungen des Konzerns, Eon beabsichtige eine Gaspreiserhöhung von bis zu 25 Prozent. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 22.05.2008:

Tarifstreik-Premiere bei Eon
Dividenden steigen um 22 Prozent – Belegschaft soll netto 1,6 Prozent bekommen

VON HARTMUT BRAUN

Paderborn/Herford. Für Reinhard Luhmann und seine Kollegen vom früheren EMR ist es eine Premiere: Noch nie in der Geschichte des einst kommunalen Energiekonzerns ist dort in einer Tarifrunde gestreikt worden. Doch gestern drängten sie sich mit ihnen 800 Kollegen von Eon Westfalen-Weser im Schützenhofsaal, um Kampfbereitschaft zu zeigen. „Ich bin überwältigt“, freut sich Betriebsratschef Luhmann.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 22.05.2008:

Knoten in der Leitung
Bis billiger Strom fließt, kann es etwas länger dauern

VON PETER STUCKHARD

Gütersloh. „Da muss sich der Wechsel doch einfach lohnen“, sagte sich Grafiker Peter R., als er das Angebot der Eon-Tochter „E wie einfach“ geprüft hatte: Strom und Gas garantiert immer billiger als bei seinem örtlichen Lieferanten. Ganz so einfach wie es die Werbung suggeriert, gestaltete sich der Lieferantenwechsel dann allerdings doch nicht. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 22.05.2008:

Ersatzversorgung

Mit E wie einfach, Teldafax und an deren Anbietern kann man zweifellos sparen. Eine dreiköpfige Familie, die ihrem örtlichen Versorger untreu wird zwischen 100 und 200 Euro pro Jahr. Wenn der Wechsel zu einem neuen En ergielieferanten nicht ganz glatt läuft, muss niemand befürchten, ohne Strom oder Gas dazustehen. Die Grundversorger, das sind die örtlichen Versorgungsunternehmen, sind gesetzlich verpflichtet, dem Verbraucher für drei Monate die benötigten Energiemengen auch ohne gültigen Liefervertrag bereitzustellen. Das tun sie in der Regel zu ihren üblichen Abgabepreisen. Nach Aussage des Vertriebschefs eines größeren örtlichen Energieversorgers, der selbst auch Kunden außerhalb seines Versorgungsgebietes beliefert, verlaufen die elektronischen Datenaustauschprozesse beim Strom mittlerweile recht unproblematisch. Beim Gas seien die Geschäftsprozesse noch keine Routine, da werde noch vieles per Hand gemacht, was eher mal zu Fehlern führen könne.


Presseerklärung von Gaspreise-runter vom 16.05.2008:

Gaspreisprozess: Richterspruch wird am 12. Juni erwartet
Bund der Energieverbraucher bietet Beklagten finanzielle Unterstützung an.

Nur kurz war die gestrige Verhandlung in dem Prozess Eon gegen 15 Kunden, die die Gaspreiserhöhungen nicht zahlen. Die Äußerung der Richterin, möglicherweise zu den von Eon vorgelegten Fakten ein teures Sachverständigenurteil einzuholen, war der Grund dafür. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 16.05.2008:

Von Notbremsen und Schachzügen
Rechtsanwalt Weeg setzt auf Zeitgewinn / Gaspreis-Prozess geht am 12. Juni weiter

VON PETER HASENBEIN

Paderborn/Dortmund. Spannend war’s gestern beim 4. Prozesstag um die Gaspreise vor dem Dortmunder Landgericht: Einmal bat die Vorsitzende Richterin um Bedenkzeit hinter verschlossenen Türen, ein anderes Mal zogen sich die Mandanten und ihr Rechtsanwalt Reinhard Weeg zur geheimen Beratung zurück. Doch am Ende blieb alles beim Alten: Ein Urteil gab’s immer noch nicht, nun wird der Prozess am 12. Juni fortgesetzt. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen (Wirtschaft) vom 16.05.2008:

Taktische Züge prägen den Gaspreis-Prozess
12. Juni nächster Termin am Landgericht

VON PETER HASENBEIN

Paderborn/Dortmund. Im Prozess um die Gaspreise, den Eon Westfalen Weser gegen 15 Kunden führt, hat es vor dem Dortmunder Landgericht schon vieles gegeben: Klagen und Widerklagen, Vertagungen und umfangreiche Stellungnahmen – nur eines noch nicht: ein Urteil. Das blieb auch gestern nach dem 4. Verhandlungstag so. Die Vorsitzende Richterin Marlies Bons-Künsebeck hat einen neuen Termin angesetzt. Am Donnerstag, 12. Juni will sie bekannt geben, ob das Verfahren weitergeht oder doch ein Urteil verkündet werden kann. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 16.05.2008:

Finanzielle Hilfe zugesagt

Roswitha Köllner, die Sprecherin der Bürgerinitiative Gaspreise runter, hatte es schon im vergangenen Jahr angekündigt: Sollten in dem Prozess um die Gaspreise Gutachten erforderlich werden oder das Ganze über mehrere Instanzen gehen, werde sich der Bund der Energieverbraucher an den Kosten beteiligen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 05.05.2008:

Stadtwerke: Höhere Preise gegen Sozialtarif

Berlin (rtr). Die kommunalen Energieversorger drohen mit Preiserhöhungen auf breiter Front, sollten die Pläne von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel für Energie-Sozialtarife für ärmere Haushalte umgesetzt werden. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 03.05.2008:

„Solarstrom aus der Sahara ist billiger“
INTERVIEW: Robert Pitz-Paal, Solarforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Köln. Was ist die Energie der Zukunft? Das Desertec-Konzept, an dem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitgewirkt hat, setzt auf den Einsatz von Solarstrom. Bis zum Jahr 2050 soll Europa demnach 15 Prozent seines Strombedarfs aus Nordafrika importieren. Mit Robert Pitz-Paal, der die Abteilung Solarforschung des DLR leitet, sprach Martin Krause. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 30.04.2008:

BGH stärkt Rechte von Gaskunden

Karlsruhe (dpa). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Gaskunden gegen einseitige Preiserhöhungsklauseln der Energieversorger gestärkt. Nach einem neuen Urteil sind Vertragsbestimmungen unwirksam, die nur das Recht zur Anhebung der Preise vorsehen, den Versorger aber bei fallenden Kosten nicht zur Preissenkung verpflichten. Geklagt hatten 160 Verbraucher gegen die sächsische ENSO Erdgas GmbH.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 30.04.2008:

Stadtwerke vor großen Investitionen
Erfolgreiches Jahr 2007 / Geringe Wechselquote

VON LOTHAR SCHMALEN

Bielefeld. Die Stadtwerke Bielefeld (SWB) bleiben eines der rentabelsten Kommunalunternehmen der Region. Mit 33,5 Millionen Euro lag der Jahresüberschuss des Versorgungskonzerns im Geschäftsjahr 2007 sogar noch einmal leicht höher als im Jahr zuvor (32,1 Millionen). Eigentümer der SWB sind die Stadt Bielefeld (50,1 Prozent) und die Stadtwerke Bremen (49,9 Prozent), die sich diesen Jahresüberschuss also je zur Hälfte teilen. Die SWB selbst sind zu 49,9 Prozent an den Stadtwerken Gütersloh und zu 49 Prozent an den Stadtwerken Ahlen beteiligt. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 29.04.2008:

Förderung des Klimaschutzes
Nur Marketing

PETER STUCKHARD

MEINUNGS-BÖRSE

Man will ja nichts unterstellen. Aber die Frage, die der römische Philosoph Marcus T. Cicero 80 vor Christus in die Welt gesetzt hat, sollten sich Verbraucher bei den meisten Angeboten heute noch stets stellen: „Cui bono – wer hat den Vorteil davon?“ Wenn Energieversorger großzügig Prämien für den Erdgasanschluss zahlen, so ist die Frage leicht beantwortet. Sie wollen einen neuen Kunden fangen. Da eine moderne Ölheizung genauso umweltfreundlich wie eine Gasheizung und der Gaspreis an den Erdölpreis gebunden ist, sticht das Klimaargument überhaupt nicht. Und wo wir schon bei den geflügelten Worten sind: „There is no free lunch – nichts in der Welt ist umsonst“, weiß der Amerikaner. Wenn also der Energieversorger zur neuen Waschmaschine oder dem Erdgasauto was dazutut, muss er es zurückbekommen, oder er geht pleite. So einfach ist das. Deshalb bezahlen alle Verbraucher mit ihren Rechnungen die Wohltaten, die gut verpacktes, imageförderndes Marketing sind.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 29.04.2008:

380 Euro Zuschuss für eine sparsame Waschmaschine
Energieversorger in OWL zahlen Klimaprämien – große Unterschiede

VON ELISABETH ROTTMANN

Bielefeld. Strom- und Gaskunden in Ostwestfalen-Lippe können für das Energiesparen Prämien kassieren. Fast alle großen Energieversorger und die örtlichen Stadtwerke haben eigene Förderprogramme für den Klimaschutz. Die Zuschüsse fallen aber unterschiedlich aus.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 24.04.2008:

Nachtstromnutzer schließen sich zusammen
Rege Beteiligung an Infoabend über Wege aus der Kostenfalle

Paderborn (jr). „Die Weltmarktpreise für Energie steigen. Wir sitzen doch alle im selben Boot“, sagt Michael Wippermann vom heimischen Energiebersorger Eon Westfalen Weser vor 60 Zuhörern bei der Arbeiterwohlfahrt an der Leostraße . Die quittieren den Satz mit lautem Lachen. Die Käufer veralteter Nachtspeicherheizungen sind mächtig sauer auf den monopolistischen Stromanbieter Eon. Ihre Heizkosten sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. (Artikel komplett)


Artikel bei Verbraucherzentrale Hamburg vom 17.04.2008:

Gaspreisklage: Gericht verlangt Beweise von E.on Hanse

In dem Sammelklageverfahren von 54 Gaskunden gegen die E.on Hanse AG verlangt das Landgericht Hamburg von dem Gasversorger Beweise für die Angemessenheit der Preise. Das ergibt sich aus einem Hinweisbeschluss des Gerichts vom 4. März 2008, über den die Verbraucherzentrale Hamburg informiert. Die Organisation unterstützt und koordiniert die Klage. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 17.04.2008:

Gaspreis-Prozess auf 15. Mai verschoben

Paderborn (ph). Der Gaspreis-Prozess vor dem Dortmunder Landgericht, der am heutigen 17. April fortgesetzt werden sollte, ist auf Donnerstag, 15. Mai, 10 Uhr verschoben worden. Das teilte das Gericht gestern mit. Wie bereits berichtet konnte Reinhard Weeg, der Anwalt der verklagten Gaskunden, aus Krankheitsgründen nicht an dem heutigen Termin teilnehmen und hatte einen Antrag auf Verlegung des Prozesses gestellt. Das Verfahren hatte Eon Westfalen Weser bereits im Sommer 2005 auf den Weg gebracht, zur ersten Verhandlung war es im April 2006 gekommen. Ursprünglich waren 23 Gaskunden vom Energieversorger verklagt worden, heute sind noch 15 Gaskunden am Prozess beteiligt.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 12.04.2008:

Gaspreis-Prozess geht in die nächste Runde
17. April Termin vor dem Dortmunder Landgericht / 1.700 Kunden haben Gas-Rechnung gekürzt

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Mit Spannung blicken nicht nur die 15 Gaspreis-Verweigerer und Eon Westfalen Weser auf den Donnerstag nächster Woche: Am 17. April wird um 10 Uhr in Saal 8 des Dortmunder Landgerichts der Prozess um die Gaspreise fortgesetzt.

Völlig offen ist, ob es eine Entscheidung geben wird. Reinhard Weeg, Rechtsanwalt der 15 vom Energieversorger verklagten Gaskunden, geht jedenfalls nicht von einem Urteil aus. „Eon hat viel geschrieben, aber wenig gesagt“, lautet sein Fazit über die Stellungnahme, die der Energieversorger bis Ende November beim Gericht nachreichen musste, um die Preisanhebung aus Oktober 2004 detaillierter zu begründen.
(Artikel komplett)


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucher" vom 10.04.2008:

Versorger muss Preiserhöhung vor Gericht beweisen – Urteil des Amtsgerichts Lingen

(10. April 2008) Ein Gericht muss sich bei Preissteigerungen davon überzeugen, dass die angegebenen Bezugssteigerungen tatsächlich vorliegen. Eine Zeugenvernehmung dazu ist kein zulässiges Beweismittel. Zu diesem Schluss kommt das Amtsgericht Lingen in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil (Az 12 C 468/07(X)) .
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 09.04.2008:

Teurer Wechsel zum günstigeren Stromanbieter

Herford/Paderborn (ged). Der Wechsel vom Anbieter Eon zu Teldafax sollte für zwei Herforder Kunden eine Ersparnis bringen, doch die erste Abschlagsrechnung wies einen erheblich höheren prognostizierten Stromverbrauch aus (wir berichteten). Eon-Unternehmenssprecher Michael Wippermann erklärt: „Beim Wechsel eines Kunden zu einem neuen Anbieter geben wir an diesen eine erste Prognose über den Verbrauch weiter.“ Diese Meldung sei aber nicht repräsentativ, da auch geschätzte Verbräuche nach diesem Zeitraum mit eingerechnet würden. Im ungünstigsten Fall fließen dabei stromintensive Wintermonate ein. Diese erste Meldung, so Wippermann, sei für den neuen Anbieter lediglich Beleg dafür, dass der Wechsel vollzogen wird. Nach Ablesen des Zählerstandes erfolge eine genaue Abrechnung, die für den neuen Anbieter Grundlage für eine erste Rechnung an den Kunden sein dürfe.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 08.04.2008:

Eon-Daten „unplausibel“

Herford/Troisdorf (ged). Viele Kunden, die vom Stromanbieter Eon zum Troisdorfer Anbieter Teldafax gewechselt sind, klagen nun über höhere Kosten. Sie unterstellen Eon im Gespräch mit dieser Zeitung „pure Absicht“. Eon habe sie mit einem höheren Verbrauch an Teldafax gemeldet, als sie tatsächlich hatten. Eine Herforderin habe bislang einen Verbrauch von etwa 2.500 Kilowattstunden pro Jahr gehabt, wurde aber mit 7.040 Kilowattstunden an den neuen Anbieter gemeldet. Teldafax-Pressesprecher Thomas Müller teilte gestern mit, „dass die Daten von 25 Prozent der ehemaligen Eon-Kunden unplausibel erscheinen und um mehr als 1.000 Kilowattstunden abweichen. Wir unterstellen allerdings keine Absicht, sondern vermuten einen Systemfehler beim Wettbewerber.“ Bei Eon sucht man nach der Ursache.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.03.2008:

Neuer Termin im Gaspreis-Prozess
17. April Fortsetzung der Verhandlung in Dortmund

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Den 17. April hatten die Gaspreis-Verweigerer schon seit langem im Terminkalender: Dann sollte ein Teilaspekt im Prozess um die Gaspreise verhandelt werden. Doch mittlerweile steht fest: Auch die Hauptverhandlung wird am 17. April am Dortmunder Landgericht fortgesetzt. Wie mehrfach berichtet, musste Eon Westfalen Weser bis Ende November 2007 weiteres Zahlenmaterial nachreichen, um die Preiserhöhung aus Oktober 2004 zu begründen. (Artikel komplett)


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucher" vom 07.03.2008:

Verbraucher und Attac: Stromnetze demokratisch kontrollieren

(7. März 2008) Die Übernahme der Stromnetze durch die öffentliche Hand fordern in einer gemeinsamen Unterschriftenaktion der Bund der Energieverbraucher und die Organisation Attac.

Eine Verstaatlichung sei zwingend notwendig, um die künftige Stromversorgung zu sichern. Das Stromnetz als Schlüsselressource müsse im Wettbewerb neutral sein und dürfe nicht den Profitinteressen geopfert werden. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 06.03.2008:

Gaspreise unter Feuer
Bundeskartellamt leitet Prüfung gegen 35 Energieversorger ein / Auch OWL betroffen

VON MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld. „Die Leute sind böse, empört und fühlen sich über den Tisch gezogen“, so beschreibt Roswitha Köllner, Vorsitzende des Paderborner Vereins „Gaspreise runter“, die Stimmung bei vielen Verbrauchern, die jetzt die Abrechnungen für ihren Gasverbrauch im Jahr 2007 erhalten. 35 Energieversorgern in Deutschland flatterten jetzt blaue Briefe des Bundeskartellamts ins Haus. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 04.03.2008:

Gaspreise runter
Mittwochs wieder Sprechstunde

Paderborn. Großen Andrang hatten die Sprechstunden der Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ im Februar. Immer wieder neu sei die Empörung bei den Verweigerern, wie hoch der Unterschied zwischen den Preisen von 2004 und 2008 ist, teilt die Initiative mit und zitiert einige Kunden: „Eon macht seine Gewinne auf unsere Kosten“ und „Wenn mein Einkommen innerhalb von 4 Jahren so steigen würde wie die Preise von Eon, wäre ich ein gemachter Mann.“ Wegen des großen Andrangs bietet die Bürgerinitiative auch am Mittwoch, 5. und 12. März, jeweils von 16-19 Uhr in der Ferdinandstraße 17 (Eine-Welt-Laden) Hilfe bei der Neuberechnung der Abrechnung an.


Meinungsbörse in der Neuen Westfälischen vom 01.03.2008:

Eon verkauft sein Leitungsnetz
Verbraucher haben’s in der Hand

MEIKO HASELHORST

Für kurze Zeit machte sich schon Hoffnung breit, der Verkauf der Eon-Leitungen könnte zu mehr Wettbewerb und damit wieder zu günstigerem Strom führen. Doch Pustekuchen – die direkten Anbindungen an die Haushalte bleiben faktisch in der Hand der Stromriesen. Und die allein bestimmen den Preis.

Um dies zu ändern, müssten nicht nur die Überlandleitungen, sondern auch die regionalen Netze von den großen Stromproduzenten getrennt werden. So hätten alle Anbieter die gleichen Chancen zur Einspeisung von Strom. Letztendlich muss sich der Verbraucher in diesem Punkt auch an die eigene Nase packen: Zu viele halten ihrem lokalen Grundversorger – und damit häufig einem großen Stromkonzern – die Treue. Durch einen Anbieterwechsel könnten sie nicht nur eine Menge Geld sparen – die aktive Auswahl des Anbieters würde auch den Wettbewerb ankurbeln. Und erst dann werden sich die Konzerne von ihrer Hochpreis-Strategie verabschieden.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 01.03.2008:

Gerangel ums Stromnetz
Verbraucherschützer fordern Verstaatlichung der Stromnetze / Kanzlerin dagegen

Düsseldorf (AP/fr). Wilde Gerüchte kursieren in der Energiebranche: Wer wird die Stromleitungen von Eon kaufen? Als Interessent gilt der spanische Baukonzern ACS. Er könne im Gegenzug seine 13-prozentige Beteiligung am größten spanischen Versorger Iberdrola anbieten und damit Eon doch noch den Markteintritt in Spanien ermöglichen, meldete die Wirtschaftswoche. (Artikel komplett)


Kommentar in der Neuen Westfälischen vom 29.02.2008:

Eon verkauft sein Stromnetz
Aus dem Schneider


PETER SENNEKAMP, BRÜSSEL

Würden die Worte von Eon-Boss Bernotat gehandelt wie Aktien, so stünde der Bernotat-Kurs heute kurz vor null, wegen eines massiven Vertrauensverlusts der Anleger.

Was hatte Bernotat noch Ende 2007 über Stromnetze und Energieversorger gesagt? „Ich bin ziemlich sicher, dass es nicht zur Entflechtung kommen wird.“ Gestern verkündete Eon, der Verkauf des Hochspannungsnetzes des Konzerns stehe bevor.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 29.02.2008:

Eon auf der Flucht nach vorn
Energieriese macht beim geplanten Stromnetz-Verkauf einen Deal mit Brüssel

VON DETLEF FECHTNER

Brüssel/Düsseldorf. Die EU-Kommission fordert seit langem eine Zerschlagung der deutschen Stromkonzerne. Als Grund gilt mangelnder Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt. Der Düsseldorfer Energieriese Eon kommt einer erzwungenen Entflechtung von Stromerzeugung und Netzbetrieb jetzt zuvor. (Artikel komplett)


Artikel im Westfälischen Volksblatt vom 21.02.2008:

Eon-Kunden sind sehr misstrauisch geworden

Fehlablesungen, Wechselprobleme und falsche Tarife


Von Hubertus Hartmann

Paderborn (WV). Georg Aschendorf traute seinen Augen nicht. Klar, er hatte etwas mehr Strom als in den Vorjahren verbraucht. Aber gleich 34 407 Kilowattstunden? Unmöglich! Ebenso wie die geforderte Nachzahlung von 6203,07 Euro.
(Artikel komplett)


Presseerklärung vom "Bund der Energieverbraucherr" vom 19.02.2008:

Weitere Gaspreiserhöhungen unbegründet

(19. Februar 2008) Während die Gasimportpreise im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent gesunken sind, heben die Gasversorger erneut dreist ihre Preise an. Dagegen hat der Bund der Energieverbraucher in Unkel entschieden protestiert. „Es ist unerfindlich, warum Verbraucher mehr bezahlen sollen für Gas, dessen Bezugspreis aus dem Ausland zurückgeht. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.02.2008:

Sensible Energie-Verbraucher
Nachdem Eon Westfalen Weser seine Rechnungen verschickt hat, schlägt die Stunde der Berater

VON HANS-HERMANN IGGES

Paderborn. Inzwischen dürften auch fast alle Paderborner Strom-, Gas- und Wasserkunden von Eon Westfalen Weser ihre Jahresrechnung für 2007 mit der aktuellen Abschlagsrechnung für 2008 bekommen haben. Anfang dieser Woche ging nach Eon-Angaben der zweite und letzte Schub von Rechnungen raus. Nach der Abrechnungspanne, bei der zunächst an Kunden im Kreis Paderborn und dann auch im Kreis Höxter wegen eines Softwarefehlers viel zu hohe Rechnungen verschickt wurden, ein Anlass, sich seine eigene Rechnung genau anzusehen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 12.02.2008:

Gaspreis-Initiative bietet Hilfe
Sprechstunde jeweils mittwochs

Paderborn. Länger als sonst üblich mussten die Kunden von Eon Westfalen Weser dieses Jahr auf ihre Jahresabrechnung warten. Fehler bei der Berechnung des Strompreises sollen dafür der Grund gewesen sein. Da dieser jetzt nach Aussagen von Eon behoben ist, gehen auch im Stadtgebiet die ersten Abrechnungen raus. „Und genauso wie in den vergangenen Jahren läuft bei der Initiative Gaspreise runter wieder das Telefon heiß. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 12.02.2008:

Eon verschickt Rechnungen
Info-Schreiben an Betroffene klärt über Fehler auf

Paderborn. Die Kunden von Eon Westfalen Weser in der Stadt und den Stadtteilen von Paderborn erhalten jetzt ihre Jahresrechnungen für Strom, Gas und Wasser. Diese Rechnungen waren nochmals überprüft worden, weil es aufgrund eines Softwarefehlers zu fehlerhaften Rechnungen bei Kunden im Paderborner Umland gekommen war.
(Artikel komplett)


Kommentar in der Neuen Westfälischen vom 07.02.2008:
zu Michael Wippermann neuer Eon-Sprecher

„Nicht immer überzeugend“

Absolut überrascht“ war Roswitha Köllner, die Sprecherin der Bürgerinitiative Gaspreise runter, gestern von dem Personalwechsel bei Eon Westfalen Weser. Auch wenn beide Seiten im Streit um den Gaspreis „sehr unterschiedliche Standpunkte“ vertreten hätten, habe man mit Meinolf Päsch „eine Ebene ohne persönliche Anfeindungen“ gefunden. Köllner vermutet allerdings, dass die intensive Arbeit der Bürgerinitiative Auswirkungen auf diese Personal-Entwicklung gehabt habe. „Manchmal war es wirklich nicht überzeugend, wie die Geschäftspolitik in der Öffentlichkeit ankam, es gab auch einige ungeschickte Formulierungen“, meint Köllner und hofft nun auf ein „offenes Verhältnis“ zum Nachfolger: „Wir werden sehen wie sich das entwickelt.“


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 07.02.2008:

Michael Wippermann neuer Eon-Sprecher
Meinolf Päsch will sich weiter ehrenamtlich engagieren / Nachfolger leitete bisher den Geschäftskunden-Bereich

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Was für die Öffentlichkeit überraschend kommt, soll firmenintern schon seit langem kein Geheimnis mehr gewesen sein: Meinolf Päsch (57), Unternehmenssprecher von Eon Westfalen Weser, ist seit Ende Januar im Vorruhestand, sein Nachfolger heißt Michael Wippermann und ist bereits seit 1. Februar im Amt. Der 40-Jährige leitete bisher den Vertrieb für den Geschäftskundenbereich bei Eon in Paderborn.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 05.02.2008:

RWE erhöht Gaspreise um 9,5 Prozent

Dortmund (hazl). Der regionale Gasversorger RWE Westfalen-Weser-Ems erhöht zum 1. April die Gaspreise um durchschnittlich 9,5 Prozent. Wie das Unternehmen mitteilte, werden damit gestiegene Bezugskosten an die rund 400.000 Kunden in NRW weitergegeben. RWE hatte zuletzt im Juli 2006 die Preise angehoben. 2007 senkte der Versorger die Preise zweimal. Mit der Anhebung werde nun wieder das Niveau von Juli 2006 erreicht, so ein Sprecher. Angehoben wird der Arbeitspreis um 0,5 Cent je Kilowattstunde. Für ein Einfamilienhaus mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet die Preisanpassung eine durchschnittliche Mehrbelastung von monatlich 9,92 Euro. Die Grundpreise bleiben stabil.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 02.02.2008:

Eon korrigiert Stromrechnungen
Computerprogramm arbeitete fehlerhaft

Paderborn. Einige Kunden des Unternehmens Eon-Westfalen-Weser haben in den vergangenen Tagen fehlerhafte Rechnungen geschickt bekommen (wir berichteten). Die Ursache dafür ist nun gefunden, teilt das Unternehmen mit: Schuld sei ein neues Computerprogramm, das die Kosten für Netznutzung und Energie getrennt auflistet.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 31.01.2008:

Eon Energie soll Buße zahlen
Vorwurf: Amtliches Siegel wurde gebrochen

Brüssel/Düsseldorf (ddp). Die EU-Kommission hat gegen eine Tochter des Düsseldorfer Eon-Konzerns eine Geldstrafe wegen Behinderung kartellrechtlicher Untersuchungen verhängt. Weil der Stromversorger Eon Energie nach Ansicht der Kommission ein amtliches Siegel gebrochen hat, soll er eine Geldbuße von 38 Millionen Euro zahlen. Eon Energie wies die Vorwürfe zurück und will Rechtsmittel einlegen.
(Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 26.01.2008:

Stromrechnungen massenhaft zu hoch
Eon Westfalen Weser sucht noch nach dem Fehler

Paderborn (ig). Der heimische Energieversorger Eon Westfalen Weser will vorerst keine Stromrechnungen mehr verschicken. Stattdessen sollen alle bisher versendeten Rechnungen überprüft werden. Das teilte Unternehmenssprecher Meinolf Päsch gestern auf Anfrage der NW mit und entschuldigte sich bei den Kunden für den in der Firmengeschichte bisher einzigartigen Fall. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 23.01.2008:

Neuer Termin beim Gasprozess

Paderborn (ph). Das Dortmunder Landgericht hat im Gasprozess einen Teilaspekt abgetrennt und für den 17. April einen weiteren Verhandlungstermin angesetzt. In der Widerklage geht es um die Frage, ob Eon Westfalen-Weser von den Gaskunden zu viel gezahlte Gebühren mit den eigenmächtig gekürzten Gaspreisen verrechnen durfte. Schon am ersten Prozesstag am 6. April 2006 hatten fünf Kunden den Energieversorger auf eine vollständige Erstattung der zuviel gezahlten Gebühren verklagt. Neue Erkenntnisse im Hauptverfahren sind am 17. April nicht zu erwarten. Wie berichtet, hatte Eon Westfalen- Weser 15 Kunden verklagt, weil sie im Oktober 2004 ihre Gasrechnung eigenmächtig gekürzt hatten. Bis November 2007 musste Eon weiteres Zahlenmaterial ans Gericht liefern, um die elfprozentige Preiserhöhung von 2004 zu rechtfertigen. Insgesamt haben 1.700 Gaspreisrebellen ihre Rechnungen gekürzt. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 22.01.2008:

Eon verschickt die Jahresrechnung

Kreis Paderborn. Der heimische Energieversorger Eon Westfalen Weser verschickt in diesen Tagen die Jahresrechnungen 2007 an seine Strom-, Gas- und Trinkwasserkunden im Kreis Paderborn. In der Stadt Paderborn sollen die Rechnungen ab dem 29. Januar beim Kunden sein. „Wir haben unser Call-Center deutlich aufgestockt, um Fragen der Kunden schnell und kompetent beantworten zu können“, sagteUnternehmenssprecher Meinolf Päsch. Dennoch lasse sich nicht ganz auszuschließen, dass die Leitungen in Spitzenzeiten überlastet sein werden. Unter der Servicenummer 0180 1 88 55 11 sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Die Rechnung führt neben den Angaben zum Verbrauch unter anderem auch die jeweiligen festen Preisbestandteile (Grund- bzw. Leistungs- und Verrechnungspreis) auf. Anteilig enthalten sind hier – zum Beispiel für die Stromprodukte –unter anderem alle Kosten, die mit der Abrechnung und Messung zusammenhängen. Diese Preisbestandteile unterlägen bei Strom und Erdgas der behördlichen Kontrolle und seien genehmigt, erläuterte Päsch.


Meinungs-Börse in der Neuen Westfälischen vom 19.01.2008:

Stromkunden in Wechsellaune
Im Netz


ANDREA FRÜHAUF

Es ist eine Abstimmung mit den Füßen. Den Stromkonzernen laufen die Kunden weg. Empört über die immer neuen Preiserhöhungen, die auch zum Jahresanfang wieder die Runde machen, wechseln Verbraucher zu einem billigeren Stromanbieter. Eine Million Kunden haben sich inzwischen einen anderen Anbieter gesucht. Und die Zahl schnellt weiter in die Höhe, hat sich gegenüber 2006 bereits verdoppelt. In diesem Jahr wird eine durchschnittliche Familie um bis zu 200 Euro mehr pro Jahr für Strom und Gas bezahlen müssen. Für viele Familien zählt da jeder Euro.

Auch wenn die Zahl der Wechsler angesichts von 80 Millionen Bundesbürgern für Stromkonzerne noch verkraftbar ist, sind sie offenbar alarmiert: So schickte Eon seine Billigtochter E wie Einfach auf den Markt, um Wechselwillige im eigenen Netz einzufangen.

Umso empörender ist es, wenn eben dieser Billiganbieter ab Februar mancherorts die Grundgebühr um bis zu 300 Prozent erhöhen will.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 14.01.2008:

Stromversorger erhöhen Preise auf breiter Front

Frankfurt (AP). Böse Überraschung für Millionen Verbraucher: Die Strompreise steigen in den ersten Wochen des Jahres um durchschnittlich 7,2 Prozent. Wie der unabhängige Verbraucherdienst Verivox ermittelte, erhöhten 437 Grundversorger die Preise zum 1. Januar oder verlangen zum 1. Februar mehr Geld. Die Energieexperten schätzen, dass rund ein Viertel aller Haushalte von den Strompreiserhöhungen betroffen ist. Das Bundeskartellamt drohte den Energieunternehmen mit hohen Bußgeldern. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 11.01.2008:

V wie vierfacher Strompreis
Verbraucherzentrale NRW relativiert

Köln (hazl). Nach einem Zeitungsbericht der Bild müssen viele Kunden des Billigstromanbieters „E wie einfach“ ab Februar mit höheren Tarifen rechnen (diese Zeitung berichtete). Von einer Anhebung der Grundgebühr um bis zu 300 Prozent in einigen Regionen ist die Rede. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 10.01.2008:

„Zahlen bringen keine Klarheit“
Gaspreis-Prozess: Anwalt Reinhard Weeg kritisiert Stellungnahme von Eon Westfalen Weser

VON PETER HASENBEIN

Paderborn. Ende Januar wird Rechtsanwalt Reinhard Weeg seine Stellungnahme an die Kammer des Dortmunder Landgerichts schicken, die den Prozess gegen die Gaspreis-Rebellen verhandelt. Das bestätigte Weeg auf Nachfrage der NW. Damit antwortet der Jurist auf die Unterlagen, die Eon Westfalen Weser Ende November vorgelegt hatte.

Wie berichtet waren diese zusätzlichen Unterlagen des Energieversorgers erforderlich geworden, weil die Vorsitzende Richterin Marlies Bons-Künsebeck das bisher vorgelegte Zahlenmaterial von Eon als nicht ausreichend eingestuft hatte, um die Gas-Preiserhöhung aus Oktober 2004 zu rechtfertigen. (Artikel komplett)


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 08.01.2008:

Gericht schützt Verbraucher

Frankfurt (dpa). Energieversorger dürfen keine Preisanpassungsklauseln in Stromlieferungsverträgen aufnehmen. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt. Solche Klauseln benachteiligen nach Auffassung des Gerichts die Abnehmer „entgegen den Geboten von Treu und Glauben“. Dem Energieversorger werde eine nachträgliche Verschiebung des Preis-Leistungs-Verhältnisses zulasten des Kunden ermöglicht, ohne dass dem Kunden während der Vertragslaufzeit eine Kündigungsmöglichkeit eingeräumt werde. (Az.: 1 U 41/07).


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 07.01.2008:

Billiganbieter „melkt“ Kunden

Köln (dpa). Viele Kunden des Billigstromanbieters E wie einfach müssen ab Februar mit höheren Tarifen rechnen. Laut Bild hebt die Tochter des Energiekonzerns Eon die Grundgebühr für Strom in mindestens 20 Städten oder Regionen um bis zu 300 Prozent an. Laut Verbraucherschützern sind inzwischen viele Stromversorger billiger. Der Bund der Energieverbraucher kritisierte, Eon versuche mit dem Billiganbieter, weglaufende Kunden zu halten und zu „melken“.


Artikel in der Neuen Westfälischen vom 05.01.2008:

Kartellamt setzt Spezialisten ein

Düsseldorf (rtr). Angesichts der steigenden Strom- und Gaspreise will das Bundeskartellamt den Energiekonzernen mit einer neuen Prüfabteilung zu Leibe rücken. Die Missbrauchsaufsicht mit zunächst acht Vollzeitstellen habe ihre Arbeit aufgenommen, teilte die Wettbewerbsbehörde in Bonn mit. „Der Wettbewerb auf den Gas- und auch auf den Strommärkten ist noch nicht ausreichend in Gang gekommen“, sagte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer. Grundlage der Neuerung sei ein im Dezember in Kraft getretenes Gesetz, das dem Bundeskartellamt und den Landeskartellbehörden die Verfolgung von überhöhten Preisen in den Strom- und Gasmärkten erleichtern solle. Unter anderem müssen die Unternehmen nun den Grund für die Erhöhungen nachweisen. Laut Verbraucherschützern heben mehr als 300 Versorger zum Jahresauftakt ihre Preise an. Im Schnitt verlangten sie zehn Prozent mehr.


Meinungs-Börse in der Neuen Westfälischen vom 05.01.2008:

Kartellamt prüft Energie-Preise
Acht Aufrechte

STEFAN SCHELP

Neue Arbeitsplätze sind immer ein Grund zur Freude. Auch wenn es nur acht Stück sind. B 10 heißt die neu geschaffene Abteilung im Bundeskartellamt. Die acht Ganztagskräfte sollen vor allem „die Angemessenheit der Strom- und Gaspreise zusammen mit den Landeskartellbehörden wettbewerbsrechtlich überprüfen“. Auf den Kampf der acht Aufrechten darf man gespannt sein. Denn die Mitarbeiter treten nicht nur gegen einen Goliath, sondern gleich gegen vier Goliathe an – Eon, EnBW, Vattenfall und RWE, die großen Energieversorger. Seit Monaten stehen diese unter Verdacht, sich bei den heftigen Strompreis-Erhöhungen untereinander abgesprochen zu haben. Eine Gesetzesnovelle vom 22. Dezember ist Arbeitsgrundlage für die neue Abteilung des Kartellamts. Ob die Waffen, die ihnen das Gesetz in die Hand gibt, scharf genug sind, wird sich zeigen. Aber acht Mal geballte Arbeitskraft gibt immerhin Anlass zur Hoffnung. Hoffnung für Millionen von Gas- und Stromkunden.