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Kartellamt prüft Strompreise Hamburg (dpa). Das Bundeskartellamt wird die jüngsten Preiserhöhungen bei Strom und Gas genauer unter die Lupe nehmen. Dazu soll Anfang 2008 eine neue Arbeitsgruppe die Arbeit aufnehmen, sagte Kartellamts-Sprecherin Silke Christina Kaul. Zum Jahreswechsel hatten zahlreiche Versorger die Strom- und Gaspreise erneut angehoben. Rechtsgrundlage für die geplanten Kartellamts-Untersuchungen ist das am 22. Dezember geänderte Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen. Es soll den Kartellbehörden erleichtern, Preise zu untersagen, die die Kosten unangemessen überschreiten. Im Kartellverfahren tragen dann die Unternehmen die Beweislast für die sachliche Rechtfertigung. Mit schnellen Ergebnissen sei aber nicht zu rechnen, schränkte die Kartellamts-Sprecherin ein. Ärger über Strompreise Berlin (AP). Die Preise für Haushaltsstrom sind laut Studie seit 2000 um 50 Prozent gestiegen. Die großen Energieversorger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall erhöhten ihre Gewinne seit 2002 um insgesamt zwölf Milliarden Euro, verwies die Welt auf eine interne Studie der Grünen-Bundestagsfraktion. Es wurde „auf Kosten der Verbraucher richtig Kasse gemacht“, kritisierte Bärbel Höhn (Grüne). Die angekündigten Strompreiserhöhungen seien durch höhere Brennstoffpreise nicht zu begründen. Diese seien 2007 gestiegen und gefallen, die Strompreise stiegen jedoch ausschließlich, sagte sie. Stromkunden wechseln massenhaft Düsseldorf (lnw). Die angekündigten Preiserhöhungen der etablierten Versorger haben den neuen Billiganbietern in den vergangenen Wochen massenhaft Kunden zugetrieben. Unternehmen wie Yello, E- wie-einfach oder Nuon verzeichneten rasant wachsende Zahlen, berichtet das Handelsblatt. Vom Start weg erfolgreich ist demnach die Eon-Billigtochter E wie einfach. Das Unternehmen habe seit Februar 400.000 Kunden gewonnen. Der niederländische Versorger Nuon meldete, das Unternehmen gewinne monatlich deutlich über 10.000 Kunden neu. Energieverbrauch sinkt massiv Köln (dpa). Hohe Preise und milde Temperaturen vor allem in den ersten vier Monaten haben den Energieverbrauch in Deutschland 2007 auf das Niveau der 70er Jahre fallen lassen. Der Verbrauch von Primärenergien lag mit 472 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE) um 5 Prozent unter dem Wert von 2006, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mit. Damit sei der Energieverbrauch nur etwa so hoch wie zur Mitte der 70er Jahre. Gasversorger
drehen an der Preisschraube Frankfurt
(AP/nw). Erst die galoppierende Inflation und jetzt das: Viele Gaskunden
in Deutschland müssen sich auf höhere Preise zum 1. Januar
einstellen. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag
und des Verbraucherportals Verivox will mindestens ein Drittel der bundesweit
etwa 750 Versorgungsunternehmen ihre Tarife um durchschnittlich mehr
als 5 Prozent anheben. Bringschuld
der Stromriesen Berlin
(dpa). Die unter dem Verdacht von Absprachen stehenden großen
Stromkonzerne wollen mit neuen Preismodellen das Vertrauen der Kunden
zurückgewinnen. Nach einem Spitzentreffen mit Wirtschaftsminister
Michael Glos (CSU) kündigten die Marktführer Eon, RWE, EnBW
und Vattenfall an, den Verbrauchern Preiskonzepte anbieten zu wollen,
um die Preise für längere Zeit stabil zu halten. Kartellamt
verliert Geduld mit Stromkonzernen Bonn (AP/dpa/ab).
Bernhard Heitzer, Chef des Bundeskartellamts, hat einen brisanten Vorschlag
für mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt formuliert: Er will die
großen Energiekonzerne zwingen, ihre milliardenschweren Anteile
an Stadtwerken und Regionalversorgern zu verkaufen. Kartellamt drängt
Energiekonzerne aus Stadtwerken Die Großen mischen bei den Kleinen heftig mit: Eon, RWE und Co. haben nicht nur den Strommarkt wie am Reißbrett unter sich aufgeteilt, sie verdienen auch an vielen Stadtwerken mit. Geht es nach Kartellamts-Chef Bernhard Heitzer, ist damit bald Schluss. Er will die Energieriesen aus den Stadtwerken drängen. Hinter dieser Idee steckt die Forderung nach mehr Wettbewerb. Und tatsächlich ist Konkurrenz in der Energiewirtschaft bitter nötig. Das Beispiel der liberalisierten Telekommunikationsbranche zeigt: Große Konkurrenz erzeugt kleine Preise. Doch dagegen sperren sich die großen Unternehmen vehement. Wer soll es ihnen verübeln? Durch ihre Monopole fahren sie üppige Gewinne ein. Es bleibt die Frage, ob ein Zwangsverkauf der Stadtwerks-Beteiligungen der richtige Weg zu mehr Wettbewerb ist. Sicher ist: Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, stärkt er die kleinen Konkurrenten der Energieversorger. Die Kontrollkette der großen Konzerne, die vom Kraftwerk bis zum Kunden reicht, wird zumindest unterbrochen. Die Idee scheint also geeignet, Bewegung in den Markt zu bringen. Sie ist aber nur ein kleiner Schritt: Denn die Monopolisten bestimmen immer noch selbst über den Zugang zum Netz. Und solange neue Wettbewerber keine Chance haben, das Energiekartell aufzubrechen, sind neue Preisrunden nur eine Frage der Zeit. Gaspreis-Kritiker
werfen Eon erneut Tricks vor Paderborn (NW/ph). „Eon öffnet wieder seine Trickkiste!“ Diesen Eindruck hat die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“, nachdem Eon seine Kunden per Brief über die Erhöhung der Gas- und Strompreise informiert hat. In den
Informationen wird den Kunden angeboten, dass sie bis zum 31. Dezember
den Vertrag kündigen können, wenn Sie mit den neuen Preisen
oder den ergänzenden Bestimmungen nicht einverstanden seien. „Wenn
Sie nicht kündigen, gelten die neuen Preise als vereinbart.“
Hier wird nach dem Prinzip gehandelt, wer nicht nein sagt, hat die Waschmaschine
schon gekauft“, ärgert sich Roswitha Köllner, Sprecherin
der Initiative Gaspreise
runter: Veranstaltung am 7. Dezember in der AWO Leostraße „Eon
öffnet wieder seine Trickkiste!“ Diesen Eindruck hat die
Bürgerinitiative „Gaspreise runter“, nachdem Eon seine
Kunden per Brief über die Erhöhung der Gas- und Strompreise
informiert hat. Gaspreis-Prozess:
Eon legt Zahlen nach Paderborn
(ph). Der Prozess um die Gaspreise vor dem Dortmunder Landgericht wird
in die nächste Runde gehen: Eon Westfalen Weser hat, wie vom Gericht
gefordert, weitere Zahlen nachgelegt, um die Gaspreiserhöhung vom
Oktober 2004 detaillierter belegen zu können. Insider vermuten
allerdings, dass der Prozess nicht mehr in diesem Jahr weiter verhandelt
wird. Kartellrecht hilft Verbrauchern gegen überhöhte Energiepreise (29. November
2007) Das Kartellrecht bietet nicht nur Firmen, sondern auch Privatkunden
Möglichkeiten, sich gegen überhöhte Energiepreise zu
wehren. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten, das Prof. Kurt Markert
für den Bund der Energieverbraucher verfasst hat. Prof. Markert
leitete jahrelang die Energieabteilung des Bundeskartellamtes. Strompreise
gründen auf „Lügengebäude“ VON STEFAN SCHELP Bielefeld.
Die Energiepreise in Deutschland sind um 25 Prozent überhöht.
Das behauptet Aribert Peters, Präsident des Bundes der Energieverbraucher.
Beim „Bielefelder Streitgespräch“ des Mieterbundes
stritt Peters mit Rüdiger Fittje, beim Energieversorger Eon Westfalen
Weser zuständig für die Preisgestaltung. Richter
gegen Gaspreiserhöhungen Bremen
(stg). Das Oberlandesgericht Bremen hat ein Urteil von bundesweiter
Bedeutung gegen Gaspreiserhöhungen gefällt: Es bestätigte
ein Urteil des Landgerichts Bremen vom Mai 2006, wonach vier Tariferhöhungen
der privatisierten Bremer Stadtwerke SWB unwirksam waren, weil die Preisanpassungsklauseln
in den Kundenverträgen nicht „klar und verständlich“
formuliert gewesen seien. Ähnliche Klauseln wie die SWB verwenden
auch andere Energieversorger. Die SWB kündigte Revision beim BGH
an. Gasrebellen feiern Erfolg Gericht
gibt Kunden in zweiter Instanz recht / Klausel für Preiserhöhungen
unwirksam Das Oberlandesgericht
Bremen hat ein verbraucherfreundliches Urteil gegen Gaspreiserhöhungen
gefällt: Der 5. Zivilsenat bestätigte am Freitag ein Urteil
des Landgerichts Bremen vom Mai 2006, wonach vier Tariferhöhungen
der privatisierten Bremer Stadtwerke SWB unwirksam waren. Der Grund:
Die Preisanpassungsklauseln waren nicht „klar und verständlich“
formuliert. Das Unternehmen kündigte Revision beim Bundesgerichtshof
an. Infostand gegen Preiserhöhungen Paderborn. Als „unverschämten Eon-Griff ins Portmonee“ bezeichnet die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ die vom Regionalversorger Eon Westfalen Weser per Post an ihre Kunden angekündigten neuen Preiserhöhungen. Hinweise, wie Kunden diesen Griff verhindern können, will die Initiative morgen, Samstag, von 10.30 bis 13.30 Uhr an einem Infostand am Marienplatz geben. Eon seinerseits verwies gestern auf die neueste Ausgabe der Zeitschrift Öko-test, in der die aktuellen Strompreise der 100 größten deutschen Städte verglichen werden. Beim Ranking von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) erhalte die Grundversorgung von Eon Westfalen Weser in Paderborn in der Gesamtbeurteilung – neben anderen Städten – den zweiten Rang, teilte das Unternehmen mit. Haushaltsgaspreise (16. November
2007) Der Bund der Energieverbraucher hat auf der Basis amtlicher Zahlen
festgestellt, dass allein im Jahr 2006 die Gewinne der Gaswirtschaft
bei den Haushaltskunden um über drei Milliarden Euro gestiegen
sind. Der Verein fordert eine Gaspreissenkung zum Jahresanfang 2008
um 0, 7 Cent je Kilowattstunde bzw. zehn Prozent. Explodierende
Gewinne bei RWE Essen (AP/rtr).
Trotz sinkender Kundenzahlen in Deutschland hat der Energieversorger
RWE in den ersten neun Monaten dieses Jahres seinen Gewinn um 35 Prozent
gesteigert. Ausschlaggebend dafür waren der Strompreisanstieg und
außergewöhnlich gute Ergebnisse im Strom- und Gashandel,
wie der Konzern mitteilte. Eon pocht auf Strompreis-Erhöhung
Düsseldorf (AP). Deutschlands größter Energieversorger Eon hält trotz drastisch gestiegener Gewinne an den geplanten Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel fest. Konzernchef Wulf Bernotat sagte, ausschlaggebend für die Preispolitik der Eon-Regionalversorger seien die deutlich gestiegenen Preise an der Leipziger Strombörse. Einer Quersubventionierung dieses Bereichs – etwa durch die üppig fließenden Gewinne aus der Stromproduktion – zur Vermeidung von Preiserhöhung erteilte der Manager eine klare Absage.
Zwangsverkäufe von Kraftwerken Berlin (AP). Wegen der hohen Strompreise will Hessen die vier deutschen Energieriesen notfalls zum Verkauf ihrer Kraftwerke zwingen. Wirtschaftsminister Alois Rhiel stellte einen Gesetzentwurf vor, um die Marktdominanz von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Europe mit schärferen Wettbewerbsregeln zu brechen. Wenn alles andere nicht helfe, müsse das Bundeskartellamt die Konzerne dazu bringen, Kraftwerke zu verkaufen. Damit könnten die Stromgroßhandelspreise in Deutschland um 10 bis 15 Prozent sinken, heißt es in dem von Rhiel in Auftrag gegebenen Gutachten. Für einen Durchschnittshaushalt bedeute dies eine Ersparnis von 80 Euro pro Jahr. Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend. NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben lehnte den Vorstoß ab. „Die Frage ist, an wen deutsche Kraftwerke zwangsweise verkauft werden sollen“, verwies sie auf ausländische Monopolisten. Günstiger
als Energieversorger VON KARL FINKE Lichtenau.
„Kommen wir zur Auftragsvergabe“, rutschte am Ende auch
Bürgermeister Karl-Heinz Wange das Wort, das er eigentlich ablehnte,
in die Rede. Trotz vieler formaler Vorbehalte stimmte der Stadtrat am
Donnerstagabend aber ohne jede Gegenstimme für eine Machbarkeitsstudie
zur Energiestadt Lichtenau in Höhe von 35.000 Euro. Druck auf
Stromkonzerne wächst weiter an Bonn (AP).
Die unabhängige Monopolkommission stützt den Verdacht des
Bundeskartellamts, die Strompreise würden zu Lasten der Verbraucher
manipuliert. In einem Sondergutachten bemängelt die Kommission,
auf den Märkten für Strom und Gas bestehe in Deutschland kein
funktionsfähiger Wettbewerb. Stromriesen
unter Verdacht In der
vergangenen Woche hat Stromriese Jürgen Großmann, RWE-Chef,
zum Energiepakt aufgerufen. An den Runden Tisch will er Energiewirtschaft,
Politik und Kunden bitten. Und einen Neuanfang markieren. Kartellamt:
Strompreise manipuliert Hamburg
(AP). Das Bundeskartellamt hat nach Informationen des Spiegels Indizien
für Preismanipulationen und Absprachen der vier großen Stromkonzerne
in Deutschland. Das Magazin bezieht sich auf einen bisher unbekannten
Schriftsatz der Behörde, in dem schwere Vorwürfe gegen die
Energieversorger erhoben würden. Das Unternehmen Eon erklärte,
man habe bereits belegt, dass die Vorwürfe unzutreffend seien. Wut über
teuren Strom Düsseldorf/Berlin
(jan). Die Absicht der Stromkonzerne Eon und RWE, die Strompreise ab
Januar um rund zehn Prozent zu erhöhen, hat zu heftigen Protesten
im Bundestag und im NRW-Landtag geführt. Im Bundestag kritisierte
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) die geplanten Preissteigerungen
als „Zumutung für die Verbraucher“ und nicht nachvollziehbar.
Eine Abtrennung der Stromnetze von der Produktion lehnte er ab. Ärger
über steigende Strompreise Wenn die Abgeordneten in Berlin und Düsseldorf, die jetzt lauthals die unverschämte Preistreiberei der Stromkonzerne anprangern, bereits vor zwei Jahren auf den Barrikaden gestanden hätten, wäre ihr heutiger Protest glaubwürdiger. Damals verzichtete die rot-grüne Koalition auf die staatliche Kontrolle der Preise. Jetzt darf sie sich nicht wundern, wenn Eon und RWE nach Kräften zulangen. Allerdings reicht auch eine noch so strenge Kontrolle der Energiepreise durch Regierungen oder Kartellämter nicht aus. Trotz der großspurig verkündeten Liberalisierung fehlt es auf dem Markt für Strom und Gas an echtem Wettbewerb. Die Produktion und die Netze liegen in den Händen weniger Großkonzerne. Sie bestimmen die Preise und lassen sich dabei von staatlichen Kontrollversuchen nur wenig stören. Wahre Konkurrenz würde bedeuten, dass Stromproduktion und -verteilung getrennt werden und dass neue Produzenten eine Chance erhalten. Doch davon sind wir weit entfernt. Bundestagspetition für Verbraucherrechte Verband fordert zur Mitzeichnung auf(23. Oktober
2007) Der Bund der Energieverbraucher e.V. hat eine öffentliche Petition
an den Deutschen Bundestag gerichtet. Er will damit erreichen, dass
die Energieverbraucher in Deutschland die Rechte erhalten, die ihnen
nach EU-Recht bereits seit 1. Juli 2004 zustehen. Mit der öffentlichen
Petition soll erreicht werden: „Zeigen
Sie Eon die rote Karte“ Paderborn.
Was die erneute Preiserhöhung für Gaskunden bedeutet, rechnet
die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ vor: Vor drei
Jahren, am 30. September 2004, zahlte ein Kunde von Eon Westfalen Weser
bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden 900,16 Euro. Im
Jahr 2007 zahlt er für dieselbe Menge 1.274,80 Euro. Und ab dem
1. Januar 2008 werden es 1.374,40 Euro sein. „Das bedeutet eine
Preiserhöhung seit 2004 um 52,7 Prozent“, heißt es
in einer Mitteilung der Initiative. Preissprung
bei Strom und Gas schockt die Region Bielefeld/Düsseldorf
(dpa/hab/hko). Weil der Energieversorger Eon kräftig an der Preisschraube
dreht, werden Gas und Strom für 750.000 Kunden in weiten Teilen
Ostwestfalens erheblich teurer. Zum Januar 2008 hebt die heimische Eon-Tochter
Westfalen-Weser den Gaspreis um 8,78 Prozent, den Strompreis sogar um
9,13 Prozent an. Auch die anderen Eon-Unternehmen sowie der RWE-Konzern
wollen ab 2008 mehr Geld für die gelieferte Energie. KOMMENTAR Überraschend
kommt die Ankündigung neuerlicher Energiepreissteigerungen nun
wirklich nicht: Die nächste Preeiserhöhung kommt bestimmt,
wie bereits heute wieder vorhergesagt wurde. Man darf vermuten, dass
das die üblichen Reaktionen auslöst nach dem Motto: erzürnte
Verbraucher, besorgte Verbraucherschützer, wortmächtig protestierende
Politiker. Und am Ende verdrießliche Resignation: Man kann ja
doch nichts machen. Der
Dreh an der Preisschraube VON HARTMUT
BRAUN Paderborn/Herford.
Die gute Nachricht kommt aus Bielefeld: Die dortigen, mehrheitlich kommunalen,
Stadtwerke halten ihren Strompreis bis mindestens Mitte 2008 stabil.
Die konzerngesteuerte Eon Westfalen Weser (EWA, Paderborn) kündigte
dagegen gestern die vierte Strom- und die sechste Gaspreiserhöhung
seit 2004 an. Höchste
Stufe statt Sparflamme Paderborn
(hko). Ab Ende Oktober werden alle Kunden von Eon-Westfalen-Weser Post
bekommen, die es in sich hat: eine satte Preiserhöhung bei Strom
um 9,13 Prozent und Gas um 8,78 Prozent ab Januar 2008. Steigende Strompreise bei RWE Dortmund
(dpa/nw). Private Stromkunden des Energiekonzerns RWE müssen sich
zum 1. Januar auf teilweise kräftige Preiserhöhungen einstellen.
So steigt bei den Regionalgesellschaften RWE Rhein-Ruhr und RWE Westfalen-Weser-Ems
der Rechnungsbetrag eines typischen Haushaltskunden mit 3.500 Kilowattstunden
Jahresverbrauch um rund 4,13 Euro (plus 6,6 Prozent). Die Teuerung wird
mit stark gestiegenen Strombeschaffungskosten begründet. Die beiden
Gesellschaften zählen zusammen 3,5 Millionen Privatkunden. Zuletzt
hatten sie die Preise zum 1. Januar 2007 erhöht. Ermäßigung
für klamme Stromkunden Paderborn
(ugr). Der Energieversorger Eon Westfalen Weser stellt finanziell schwachen
Kunden für das kommende Jahr einen Sozialrabatt in Aussicht. 2.500
Stromabnehmern des Paderborner Unternehmens soll für die Dauer
von zwölf Monaten der Grundpreis auf den Tarif Strom.Ideal erlassen
werden. Um an die Ermäßigung in Höhe von insgesamt 79,10
Euro zu gelangen, muss der Antragsteller von den Rundfunkgebühren
der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) befreit sein und eine Bescheinigung
darüber mit dem Stromrabatt-Antrag bei Eon Westfalen Weser einreichen. Kennzeichen PB Gaspreis-Verweigerer
im Aufwind von Peter Hasenbein Das war
deutlich: Wenn Eon Westfalen Weser die Gaspreis-Erhöhung nicht
bis zum 30. November mit besserem Zahlenmaterial begründet, wird
der Energieversorger vor dem Dortmunder Kartellgericht unterliegen.
Das hatte die Vorsitzende Richterin Marlies Bons-Künsebeck am Donnerstag
klar gestellt. Ohne Frage eine Schlappe für das Unternehmen und
ein Teilerfolg für die Gaspreis-Verweigerer. Sie dürfen sich
im Aufwind sehen. Gasprozess
bleibt eine unendliche Geschichte VON PETER HASENBEIN Dortmund/Paderborn. Der Prozess um die Gaspreise, den Eon Westfalen Weser gegen 15 Kunden führt, köchelt weiter auf Sparflamme: Auch nach dem dritten Verhandlungstag und eineinhalb Jahre nach Prozessbeginn ist das Urteil noch nicht in Sicht. Nur eine erneute Frist: Bis zum 30. November will der Energieversorger weitere Zahlen vorlegen, um die elfprozentige Preissteigerung aus Oktober 2004 zu begründen. Das ist ganz offensichtlich auch dringend erforderlich: Wenn Eon keine weiteren Zahlen offen legen würde, wäre der Prozess gestern beendet und die Klage abgewiesen worden. Das machte die Vorsitzende Richterin Marlies Bons-Künsebeck unmissverständlich deutlich. Die erneute Fristsetzung hat aber auch Auswirkungen über den Prozess hinaus. Immerhin hatten 1.200 Gaskunden im Oktober 2004 die Preise eigenmächtig gekürzt. Liegt bis Ende 2007 kein Urteil auf dem Tisch, sind die Ansprüche des Energieversorgers an diese Kunden verjährt. Nur die Gaspreis-Verweigerer, die Eon auf die Anklagebank gebracht hat, müssen bis zum Ende des Prozesses warten, ob sie nachzahlen müssen oder nicht. Daran, dass der Prozess noch 2007 zu Ende geht, glauben wohl nur die Wenigsten. Ohnehin kann das ganze Verfahren noch eine unendliche Geschichte werden. Sollte dem Gericht auch das nachgebesserte Zahlenmaterial nicht ausreichen, könnte es zur Einschhaltung von Sachverständigen mit teuren Gutachten kommen. Darum ist auch für Reinhard Weeg, Rechtsanwalt der Gaspreis-Rebellen, der 30. November ein wichtiges Datum, an dem er mit seinen Mandanten neu über den Fortgang des Prozesses entscheiden will, wie er nach der Verhandlung erläuterte. Zuvor hatte
die Richterin erneut deutlich gemacht, dass es in diesem Prozess nur
um die Preisanhebung im Oktober 2004 nicht aber um den gesamten Gaspreis
geht, so wie es die Verweigerer gern gesehen hätten. Und so kann
es am Ende um eine Korrektur von wenigen Cent gehen, obwohl das Ganze
in einem jahrelangen, teuren Rechtsstreit ausgefochten wurde.
Gaspreis-Erhöhung: Gericht will von E.ON genauere Angaben
Empörung
über Geldgier von Stromkonzern-Boss Essen/Düsseldorf
(AP/dpa/jrn). Eon-Chef Wulf Bernotat hat mit der Behauptung, Strom sei
in Deutschland „eigentlich zu billig“, heftige Proteste
von Politikern und Verbraucherschützern ausgelöst. Bundeswirtschaftsminister
Michael Glos zeigte sich gänzlich anderer Meinung. Sein Ziel sei
es, durch mehr Wettbewerb günstige Strompreise zu garantieren.
Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel empörte sich: „Bernotat
verhöhnt Verbraucher und energieintensive Unternehmen, wenn er
noch höhere Gewinne mit Strom machen will.“ Nächster Gas-Prozess am 20. September Paderborn
(ph). Der Prozess, den der Energieversorger Eon Westfalen Weser gegen
15 Gaspreis-Rebellen im April 2006 auf den Weg gebracht hatte, wird
am 20. September im Dortmunder Landgericht fortgesetzt. Ursprünglich
hatte Rechtsanwalt Reinhard Weeg, der die Interessen der 15 Gaskunden
vertritt, einen Antrag auf Vertagung stellen wollen. Dazu ist es nicht
gekommen, so dass der Verhandlung nichts mehr im Wege steht. Gasprozess:
Warten auf die nächste Runde VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Monatelang war es ruhig um den Prozess, den Eon Westfalen Weser gegen
15 Gaspreis-Rebellen führt. Und auch der neue Termin könnte
schon wieder veraltet sein: Das Landgericht Dortmund hat den Prozessbeteiligten
zwar mitgeteilt, dass das Verfahren am 20. September fortgesetzt werden
soll. Da Reinhard Weeg, der Rechtsanwalt der Gaspreis-Rebellen, just
zu der Zeit im Urlaub ist, hat er bereits eine Vertagung des neuen Termins
beantragt, eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Das Gas
wird billiger VON LUDGER OSTERKAMP Gütersloh.
Die Stadtwerke Gütersloh (SWG) senken zum zweiten Mal in diesem Stadtwerke
Minden gibt es nicht mehr Minden
(mt). Eigentlich existieren die Stadtwerke Minden schon lange nicht
mehr. Am Freitag gingen sie endgültig im Mutterkonzern Eon Westfalen
Weser auf. Rückwirkend zum 1. Januar 2007 ist der Handelsregistereintrag
der einst kommunalen Gesellschaft auf die Aktiengesellschaft erfolgt.
„Es
rächt sich jetzt“ VON WOLFGANG STÜKEN Paderborn.
Auf die nach seiner Ansicht ,,dramatischen Gewinneinbußen“
bei Eon Westfalen Weser (EWW) hat Hartmut Hüttemann, der Vorsitzende
der Ratsfraktion der Freien Bürger-Initiative (FBI), erneut mit
der Forderung nach einem Ausstieg der Stadt aus diesem Versorgungsunternehmen
reagiert. Heimische
Gasquellen Paderborn-Elsen.
Höllisch laut wird es, wenn die Türen des Blockheizkraftwerkes
im Südbereich des Entsorgungszentrums Alte Schanze in Paderborn-Elsen
geöffnet werden. Dahinter verbirgt sich ein 12-Zylinder-Gasmotor
mit rund 1200 PS, der durch die überwiegend methanhaltigen Faulgase
aus dem benachbarten Deponiekörper angetrieben wird. Mittels Generator
wird diese Energie dann in Strom umgewandelt. Paderborner Perspektiven Eon hat ein Imageproblem von Hubertus Hartmann Heerscharen
von Fußballknirpsen rennen in knallroten Eon-Trikots dem Ball
nach. Ob großer Reitsport, Paderborner Osterlauf oder Canossa-Ausstellung
- das rote Logo des heimischen Energieversorgers Eon Westfalen Weser
(EWW) scheint allgegenwärtig. Ohne den scheinbar finanzkräftigen
Sponsor läuft kaum etwas in der Region. Doch der erquickliche Geldsegen
für Sport und Kultur könnte bald versiegen. Denn nach den
Worten des Vorstandsvorsitzenden Henning Probst kriecht das Unternehmen
zwar noch nicht auf dem Zahnfleisch, man sei aber auch nicht mehr »sehr
üppig aufgestellt«.
Gegen zu
hohe Energiekosten wehren Kreis Paderborn.
Zum 1. Juli werden viele Stromversorger ihre Preise erhöhen. „Viele
Verbraucher sind verunsichert“, stellt der heimische Bundestagsabgeordnete
Gerhard Wächter fest und weist die Bürgerinnen und Bürger
seines Wahlkreises darauf hin, dass sie aktiv gegen die hohen Energiekosten
vorgehen sollten. „Standorte
nicht in Gefahr“ VON WOLFGANG STÜKEN Paderborn.
Nachdem der Eon-Konzern angekündigt hat, bis Ende September nicht
an der Strompreis-Schraube zu drehen, drohen auch beim Gas vorerst keine
höheren Tarife. Zumindest nicht im Versorgungsgebiet von Eon Westfalen
Weser (EWW). Gewinn von
Eon-Tochter bricht ein VON WOLFGANG STÜKEN Paderborn.
Sowohl die fünfprozentige Steigerung des Jahresumsatzes 2006 auf
1,061 Milliarden Euro als auch die Absatzentwicklung stimmen den regionalen
Energieversorger Eon Westfalen Weser (EWW) „nicht unzufrieden“.
Die Ertragslage sei allerdings ,,mehr als bescheiden“, räumte
Vorstandschef Henning Probst auf der Bilanz-Pressekonferenz für
2006 ein. EWW versorgt rund 770.000 Kunden in OWL und dem Weserbergland. Dicke Luft vor dem Energiegipfel VON MARC-OLIVER VON RIEGEN Berlin
(dpa). Die Stimmung vor dem Energiegipfel könnte geladener nicht
sein. Seit mehreren Tagen nehmen die gegenseitigen Attacken von Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel (SPD) und den Chefs der großen Stromkonzerne zu.
Die Angriffe gipfelten in der Warnung der Industrie vor einem Scheitern,
während Gabriel den BASF-Chef Jürgen Hambrecht einen „Wirtschaftsstalinisten“
nannte. Dabei will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Energiewirtschaft
nur nach Wegen suchen, um die deutschen und europäischen Klimaschutzziele
umzusetzen. Am kommenden Dienstag sollen in Berlin die Weichen für
das spätere nationale Energiekonzept gestellt werden. Netzbetreiber
müssen Kosten offenlegen Karlsruhe (AP). Im Kampf um mehr Wettbewerb auf dem Gasmarkt hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Position der Bundesnetzagentur gestärkt. In einem
am Dienstag verkündeten Urteil bestätigten die Karlsruher
Richter erstmals, dass die Betreiber der Gasnetze ihre Kosten umfassend
darlegen müssen. Drei überregionale Netzbetreiber, die sich
gegen die Datenerhebung der Bundesnetzagentur gewandt hatten, scheiterten
vor dem Kartellsenat des BGH. Die von der Behörde geforderte Auskunft
ist Voraussetzung für geplante Preissenkungen auf dem Gasmarkt.
Verbraucherschützer begrüßten den Spruch aus Karlsruhe. Gasnetzbetreiber
müssen Kosten offenlegen Ein langes Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Gasnetzbetreibern auf der einen sowie Bundesnetzagentur und Verbrauchern auf der anderen Seite hat ein Ende. Jetzt müssen die Branchenriesen, gleichsam Herren über Rohstoff und dessen Verteilung, ihre Bücher offenlegen. Weder Staat noch Kunden sollten Einblick in das Heiligste erhalten: jene Kostenstruktur, die in der Vergangenheit nebulös blieb und doch stets als Grund für deftige Preisanstiege herhalten musste. Oder neuen Wettbewerbern, die auf das Gasnetz zurückgreifen mussten, den Einstieg teuer machte. Als argumentative Häppchen wurde mal die Koppelung der Gas- an steigende Ölpreise, mal der hohe Bedarf an finanziellen Rücklagen gereicht. Mit diesem selbstgefälligen Gebaren ist nun Schluss. Trotz aller juristischer Winkelzüge hat das BGH die Beschwerde jetzt kassiert. Und so die Selbstbedienungsmentalität auf dem Gasmarkt erstmals in ihre Schranken gewiesen.
Höchstes
Urteil: Gaspreise sind gerichtlich anfechtbar Karlsruhe
(AP). Hoffnungsschimmer für die Verbraucher im Kampf gegen ständig
steigende Gaspreise: Nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs
(BGH) können sie sich gegen die Erhöhungen künftig vor
Gericht wehren. Allerdings setzte der BGH den Kontrollen Grenzen. Verbraucherschützer
reagierten verhalten bis enttäuscht. BGH: Gaspreiserhöhungen unterliegen Billigkeitskontrolle (14. Juni
2007) In einem Grundsatzverfahren urteilte der Bundesgerichtshof (BGH),
Karlsruhe, über die Frage, ob Gerichte in Zukunft Gaspreiserhöhungen
umfassend auf ihre Berechtigung überprüfen können (Urteil
vom 13. Juni 2007, AZ VIII ZR 36/06). Er lehnte die Klage eines pensionierten
Richters gegen die Gaspreiserhöhung der Heilbronner Versorgungsgesellschaft
wegen unbilliger Gaspreise ab. Artikel in der Neuen Westfälischen vom 31.05.2007: Teures Wasser
nach Stadtwerke-Verkauf Paderborn.
Spiegel Online hat einen Vergleich der Trinkwasserpreise in deutschen
Großstädten ab 100.000 Einwohnern durchgeführt (wir
berichteten). Nach dieser Aufstellung, liegt der Paderborner Wasserversorger
e.on Westfalen Weser mit seinen Trinkwasserpreisen in Paderborn im Mittelfeld.
Unter den 76 Großstädten der Bundesrepublik liegt Paderborn
bei einem Ein-Personen-Haushalt an 48. Stelle. OWL: Teures Trinkwasser - Verbraucher zahlen zu viel Großes Preisgefälle / Paderborn und Bielefeld im mittleren Bereich VON SABINE
WYGAS Eon zahlt
2,38 Euro Dividende je Aktie Paderborn
(ph). Das vergangene Geschäftsjahr schloss Eon Westfalen Weser
mit einem Bilanzgewinn von knapp 48 Millionen Euro ab. Daraus soll eine
Dividende von 2,38 Euro je Aktie gezahlt werden. So jedenfalls schlagen
es Vorstand und Aufsichtsrat des Energieversorgers den Anteilseignern
vor. Gasprozess bleibt in Dortmund Paderborn
(ph). Der Prozess um die Gaspreise, den Eon Westfalen Weser gegen 15
Kunden führt, bleibt in Dortmund. Das Landgericht in Dortmund hatte
sich im Oktober 2006 selbst für zuständig erklärt. Das
aber wollten die Gaspreiskritiker nicht akzeptieren und legten Berufung
in Düsseldorf ein. Das Oberlandesgericht hat nun eine Verhandlung
über die Berufung abgelehnt, so dass der Prozess in Dortmund fortgeführt
werden muss. Eon klagt auf Bezahlung des Gaspreises, den die Kritiker
eigenmächtig gekürzt hatten. Stadtwerke
bundesweit aktiv VON MARTIN KRAUSE Bielefeld.
Die Stadtwerke Bielefeld wachsen weiter über die Grenzen ihrer
Stadt hinaus. Beispiel Stromgeschäft: Nur noch 45 Prozent des abgegebenen
Stroms verbleiben in Bielefeld, wie Geschäftsführer Wolfgang
Brinkmann gestern erklärte. 35 Prozent fließen in die Region,
20 Prozent gehen an Kunden bundesweit. RWE will
keine Ratenzahlung Büren
(JS). Ein Leben ohne Strom kann sich niemand vorstellen. Für eine
Familie aus Büren könnte ein Dasein ohne Licht, Kühlschrank
und Heizung aber durchaus Realität werden. Sie steht nämlich
beim Energieriesen RWE mit rund 1.300 Euro in der Kreide. Paderborner
Anwälte stoppen Stromriesen RWE Büren (my). Als David im Kampf gegen Goliath, den Stromriesen RWE, hat die Paderborner Rechtsanwaltskanzlei Selker und Kollegen eine Stromsperre bei einer fünfköpfigen Familie verhindert. Beim Paderborner
Amtsgericht erwirkte die Kanzlei in einer Eilentscheidung eine einstweilige
Verfügung gegen den Stromversorger, der die Stromversorgung nicht
unterbrechen darf. Anderenfalls droht dem Konzern ein Ordnungsgeld in
Höhe von 10.000 Euro. Schnell
von Anteil an Eon verabschieden Paderborn
(st). Angesichts der Umstrukturierung, die der Eon-Konzern bis Mitte
2008 bei seinen sieben Regional-Töchtern, darunter Eon Westfalen
Weser (EWW) vornehmen will, hält die Freie Bürger-Initiative
(FBI) an ihrer Forderung nach einem Verkauf des städtischen EWW-Aktienpaketes
fest. Und sieht sich durch die jüngste Entwicklung auf dem europäischen
Energiemarkt bestärkt. Konkurrenz
für die Stadtwerke VON ANDREA FRÜHAUF Bielefeld.
Der erste bundesweite Strom- und Gasanbieter „E wie einfach“
geht in die Offensive und will auch in Ostwestfalen-Lippe den regionalen
Versorgern Konkurrenz machen – und immer billiger sein. Das Angebot
richtet sich an Privathaushalte und mittelständische Gewerbekunden
mit einem Strom- und Gasverbrauch von bis zu 100.000 Kilowattstunden
im Jahr.
(19.
April 2007) Zwar hat es den Anschein, als könnten die Gaskunden
jetzt endlich den Anbieter wechseln. Dieses Bild täuscht aber.
Denn ein Wechsel ist erst in wenigen Regionen möglich. Der Bund
der Energieverbraucher rät dazu, entweder in einen günstigeren
Tarif des eigenen Anbieters zu wechseln oder besser noch die gesetzliche
Möglichkeit zur Kürzung der verlangten Preise zu nutzen. Stadt steigt
wieder in Energiesektor ein VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Die Ziele der Landesregierung werden schon seit langem diskutiert: Düsseldorf
plant, dass die Kommunen nur noch die nötigsten Aufgaben erledigen
sollen und möglichst viel von privaten Anbietern übernommen
wird. Diese Überlegungen mögen mit dazu beitragen, dass so
manche Kommune jetzt noch regelt, was mit einer neuen Gemeindeordnung
möglicherweise nicht mehr zu machen ist. Stadt kauft
weitere Eon-Aktien VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP hat der Rat in seiner jüngsten
Sitzung entschieden, weitere 14.000 Aktien am Energieversorger Eon Westfalen
Weser zu erwerben – Wert der Anteile: 825.000 Euro. Die Aktien
wurden wie bereits berichtet von der Stadt Bad Lippspringe angeboten.
Weitere 21.000 Aktien im Wert von 1,2 Millionen Euro will die Gemeinde
Altenbeken von Lippspringe übernehmen. Rat entscheidet
über Kauf von Eon-Aktien VON PETER HASENBEIN Paderborn. Das Aktienpaket der Stadt Paderborn am Energieversorger Eon Westfalen Weser wird in der heutigen Ratssitzung gleich zweimal Thema sein. Zum einen
entscheidet der Rat über die Übernahme von Anteilen, die von
der Stadt Bad Lippspringe angeboten werden. Dabei handelt es sich um
rund 14.000 Aktien zum Preis von 825.000 Euro. Zum anderen weist die
Demokratische Initiative im Vorfeld der Ratssitzung auf ein möglicherweise
pikantes Detail hin: Demnach habe im Juni des vergangenen Jahres die
Paderborner Verwaltung mit Bezug auf ein Gutachten des Bankhauses Salomon
Oppenheim dem Rat vorgeschlagen, die Aktien des Energieversorgers nicht
zu verkaufen. Zugleich soll dasselbe Bankhaus eine Schwestergesellschaft
von Eon Westfalen Weser, nämlich Eon Bayern, beraten haben und
dafür auch von der Gesellschaft honoriert worden sein. Jährlich
480.000 Euro für Kommune Hövelhof.
Die Gemeinde Hövelhof und der heimische regionale Energieversorger
Eon Westfalen-Weser haben jetzt einen neuen Stromkonzessionsvertrag
mit einer 20-jährigen Laufzeit geschlossen. Der Vertrag beginnt
am 1. Januar 2008. Er wurde vorab mit dem nordrhein-westfälischen
Städte- und Gemeindebund abgestimmt. Wenn der Gashahn gesperrt wird Paderborn.
Angesichts der erheblich gestiegenen Preise für Strom und Gas in
den letzten Jahren verzeichnen die Schuldnerberatungen im Kreis Paderborn
vermehrt Nachfragen von Schuldnern, denen aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten
von Energieversorgern Strom oder Gas abgestellt wurden. „Die Zahlung verweigern“ Verbraucher sollten die Zahlung der Strompreise mit Verweis auf Paragraph 315 BGB verweigern, rät Roswitha Köllner von der Paderborner Bürgerinitiative „Gaspreise runter“, die sich auch gegen zu hohe Strompreise wehrt. Die Vorwürfe „zeigen, dass wir sehr richtig liegen mit unserer Einschätzung, dass die Energiekonzerne ihre Marktmacht ausnutzen auf Kosten von Industrie und Verbrauchern“. Die Konzerne fänden alle Möglichkeiten, den Wettbewerb zu verhindern. Dabei handle es sich hier um die Grundversorgung der Bevölkerung. „Man muss überlegen, ob die Konzerne hierbei solche Rekordgewinne machen dürfen.“ (fr) Preistreiberei:
Vorwurf gegen Strom-Riesen Bonn/Bielefeld
(AP/fr). Der Verdacht von Preistreibereien der großen Energiekonzerne
an der Strombörse in Leipzig sorgt für Aufregung bei Verbraucherschützern
und Politikern. Der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert
Peters, bezifferte den möglichen Schaden für Haushalte und
Industrie auf rund 13,5 Milliarden Euro. Er warf den großen deutschen
Stromkonzernen in der Bild-Zeitung „Freibeuterei zu Lasten der
Verbraucher“ vor. KOMMENTAR Stromhändler
räumen das abgekartete Spiel seit langem ein. Nur der Beweis fehlte.
Selbst wenn der dubiose Insider, der der Öffentlichkeit Informationen
über die Preistreibereien an der Strombörse zuspielte, rechtswidrig
handelte, weil er Geschäftsgeheimnisse verraten hat, war dies im
Sinne der Verbraucher. Missbrauch
von Marktmacht Leipzig
(dpa). Für den Missbrauch von Marktmacht an der Leipziger Energiebörse
EEX gibt es neue Indizien. Anonym verschickte, streng geheime Handelsdaten
der EEX zeigen, dass die großen Energiekonzerne die Preise an
der Strombörse hochtreiben können. „Aus den Daten –
die laut der Strafanzeige der EEX wegen des Verrats von Betriebsgeheimnissen
echt sind – geht hervor, dass allein RWE 2006 für fast 28
Prozent des gesamten Nettostromeinkaufes verantwortlich ist“,
berichtet Der Spiegel. Eine EEX-Sprecherin bestätigte, die Staatsanwaltschaft
sei eingeschaltet worden. Eon verspricht Senkung der Gas- und Strompreise Düsseldorf/Paderborn
(dpa/fr). Der größte deutsche Energiekonzern Eon lässt
trotz wachsenden Widerstandes bei der geplanten Milliarden schweren
Übernahme des spanischen Stromversorgers Endesa nicht locker. Erstmals
schloss Unternehmenschef Wulf Bernotat aber auch eine Minderheitsbeteiligung
am größten spanischen Versorger nicht aus. Er kündigte
zudem für die privaten Haushaltskunden weitere Preissenkungen in
diesem Jahr an. Biogas zum
Kochen und Autofahren VON JOBST LÜDEKING Herford.
Der Energiekonzern Eon hat die Biogasaktivitäten des Unternehmens
gebündelt, plant deutschlandweit sechs große Anlagen. Die
neun regionalen Energieversorger in den Kreisen Herford und Minden,
zusammengeschlossen in der Gemeinschaft Ostwestfälischer Versorgungsunternehmen
(GOV), prüfen ebenfalls, ob ein Einstieg in die Energie vom Acker
lohnend ist. Energieversorgung:
Stadt soll aktiv werden Paderborn
(NW/ph). Der Paderborner Stadtverband der Grünen fordert Bürgermeister
Paus und den Rat der Stadt Paderborn auf, „zur Sicherung einer
nachhaltigen und langfristig preisgünstigen Energieversorgung umgehend
eine Machbarkeitsstudie für eine Rekommunalisierung der Energieversorgung
in Auftrag zu geben“. Hierfür sollte auch die Kooperation
mit anderen Kommunen gesucht werden, die ebenfalls Anteilseigner bei
Eon Westfalen Weser (EWW) sind, wie Kerstin Haarmann, Vorstandssprecherin
des bündnisgrünen Stadtverbands erläutert. „Wettbewerb
als Wettbewerbskiller“ Paderborn.
Mit dem neuen Eon-Tochterunternehmen „E wie einfach“ werde
durch den Eon-Konzern Wettbewerb ,,inszeniert“. So lautet die
Einschätzung von Roswitha Köllner, Sprecherin der Paderborner
Bürgerinitiative ,,Gaspreise runter“, nach Prüfung dieses
neuen Angebotes auf dem Strom- und Gasmarkt, das per Internet gebucht
werden kann. Wie berichtet, macht „E wie einfach“ auch den
Basistarifen von Eon Westfalen Weser (EWW) und damit einem Eon-Schwesterunternehmen
Konkurrenz. Bereits fast 1.000 Verträge Die von
Eon Westfalen Weser (EWW) seit wenigen Tagen angebotene Monats-Flatrate
„Strom & Fon fix“ für Strom, Telefon und Internet
ist nach Angaben von Unternehmenssprecher Meinolf Päsch keine Antwort
auf „E wie einfach“, sondern eine „konsequente Weiterentwicklung
unserer Produktpalette“. „Mit
Zähnen und Klauen“ Paderborn
(st). „Sie hier haben das letzte Wort.“ Beim regionalen
Energieversorger Eon Westfalen Weser (EWW) werde es keine Veränderung
geben, ,,die nicht hier diskutiert und beschlossen worden ist“.
Das versicherte Kämmerer Bernhard Hartmann gestern angesichts der
Umstrukturierungspläne des Eon-Konzerns vor dem Rat. Eon inszeniert angeblichen Wettbewerb Als
Reaktion auf die Angriffe der Preisgestaltung der Energiekonzerne wurde
in der Chefetage des Eon-Konzerns eines neues Ei ausgebrütet, genannt
„E wie einfach Strom und Gas GmbH“. Faul oder nicht faul,
das ist hier die Frage. Gibt es mit dieser bundesweit und zentral agierenden
Eon-Tochter mehr Wettbewerb? Die neue Tochter bietet Strom und Gas um
1 Cent bzw. 0,24 Cent pro kWh billiger an als der jeweilige Regionalversorger.
Warum will Eon seinen eigenen regional agierenden Töchtern jetzt
Konkurrenz machen? Ehrenamt
und Arbeitsplätze VON HARTMUT BRAUN Paderborn/Herford.
Für Karin Kottmann gibt es keinen Zweifel: Bürgerschaftliches
Engagement in und von Unternehmen trägt für die Gesellschaft
reiche Früchte. Dabei geht es um viel mehr als nur vordergründigen
Image-Gewinn, sagte die Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin
(SPD) auf einem Forum von Eon Westfalen-Weser in Herford. Auf der gleichen
Veranstaltung nahm Eon-Vorstand Henning Probst Stellung zur Befürchtung
größerer Arbeitsplatz-Verluste bei Eon. „Nur
noch Spielball der Eon-Mutter“ VON WOLFGANG STÜKEN Paderborn. Auf die neueste Entwicklung beim Energieversorger Eon Westfalen Weser (EWW) reagierte Hartmut Hüttemann, Chef der Ratsfraktion der Freien Bürger-Initiative (FBI), gestern mit diesen Worten: „Traurig, dass wir Millionen verloren haben.“ Hüttemann
hatte sich 2006 intensiv dafür eingesetzt, das elfprozentige, von
der Stadt gehaltene EWW-Aktienpaket zu veräußern. Doch der
Rat lehnte ab. ,,Zum 30. Juni 2006 hätten wir brutto 130 Millionen
Euro dafür bekommen. Zum 1. Juli wären es höchstens noch
100 Millionen gewesen. Jetzt, nur ein halbes Jahr später, sind
es vielleicht nur noch 80 Millionen. Und selbst hinter diese Summe muss
man nun ein Riesen-Fragezeichen setzen. Bei Eon
stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel VON WOLFGANG STÜKEN Paderborn.
Seit wenigen Tagen macht die E wie einfach Strom und Gas GmbH (München)
als jüngste Tochter des Eon-Konzerns mit bundesweit günstigeren
Strom- und Gaspreisen auch konzerneigenen Regionalversorgern wie Eon
Westfalen Weser (EWW) mächtig Konkurrenz. Doch das ist keineswegs
die einzige Herausforderung, vor der EWW steht. Eon und EnBW greifen an Köln (AP). Der Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt kommt in Fahrt: Bundesweit bietet Deutschlands größter Energieversorger Eon mit seiner neuen Konzerntochter „E wie einfach“ Strom und Gas 5 bis 6 Prozent günstiger an als die Stadtwerke vor Ort. Gleichzeitig senkte der baden-württembergische Energieversorger EnBW die Gaspreise um 5 Prozent. Strom- und
Gasmarkt in Bewegung VON ERICH REIMANN Düsseldorf/München
(AP). Als erster Energieversorger in Deutschland will Eon Haushaltskunden
bundesweit Strom und Gas anbieten. Die Initiative des größten
deutschen Energieversorgers dürfte vor allem auf dem Gasmarkt für
Bewegung sorgen, wo es bislang für Verbraucher kaum Möglichkeiten
gibt, den Lieferanten zu wechseln. Initiative
berät Gas-Rebellen VON HOLGER KOSBAB Paderborn.
Alles hat mit Gas angefangen – doch mittlerweile liegen bei Informationsveranstaltungen
der Initiative „Gaspreise runter“ auch Verweigerungsvordrucke
für Strom und Wasser aus. „Wir decken die gesamte Palette
ab“, sagte Roswitha Köllner. Palette oder auch Portfolio
– wie das Angebot eines Unternehmens bezeichnet wird? Bei diesem
Vergleich schmunzelte die Sprecherin der Initiative. Gasprozess:
Jetzt ist Düsseldorf am Zug Paderborn
(ph). Seit gestern ist klar: Der Gasprozess, den Eon Westfalen Weser
gegen 15 Kunden führt, beschäftigt auch noch das Düsseldorfer
Oberlandesgericht. Reinhard Weeg, der Rechtsvertreter der Gaspreis-Kritiker,
hat Berufung gegen die jüngste Entscheidung des Dortmunder Landgerichts
eingelegt. Damit hat der Rechtsanwalt den Zeitrahmen bis zum letzten
Tag ausgeschöpft: Vier Wochen zuvor, am 18. Dezember, lag den Prozessbeteiligten
die Begründung des Urteils vom Dortmunder Landgericht auf dem Tisch. Eon-Strom
stammt zur Hälfte aus Atomenergie Paderborn
(hko). Die russische Erdölblockade ist zwar vorbei, doch die drei
Tage haben gezeigt, wie anfällig Industrienationen wie Deutschland
von anderen Ländern sind. Politisch wurde das Thema sofort aufgegriffen,
um über eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke über
2021 hinaus zu diskutieren. Gaskunden erwarten Preissenkungen Düsseldorf
(dpa). Die Gaskunden können 2007 auf günstigere Preise hoffen,
denn der Gasmarkt kommt in Bewegung. Die freie Wahl des Gasanbieters
werde noch in diesem Jahr in ganz Deutschland möglich sein, sagte
der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, der Welt am
Sonntag. Das werde die Preise weiter unter Druck setzen. Einige Anbieter
haben ihre Preise schon zum Jahreswechsel gesenkt. Laut Focus hat etwa
die Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG in Mönchengladbach
ihre Tarife um 3,9 Prozent reduziert. „Gaspreissenkung
als Almosen“ Paderborn
(NW). Die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ wertet
die von Eon angekündigte Senkung der Gaspreise zum 1. März
zwar als Reaktion des Unternehmens auf den Protest von mehreren tausend
unnachgiebigen Gaspreiskunden. Vertrauensbildend könne diese Maßnahme
jedoch nicht sein. Vielmehr sieht die Bürgerinitiative hier einen
weiteren Trick, um die Verbraucher mit Almosen abzuspeisen. Verbraucher-Bund
für Gaspreis-Kürzungen Bonn (mika/dpa).
Angesichts der großen Unterschiede bei den Gaspreisen hat der
Bund der Energieverbraucher (Rheinbreitbach) die Kunden zu Kürzungen
ihrer Gasrechnung ermutigt. Die vom Bundeskartellamt festgestellten
Preisdifferenzen von bis zu 59 Prozent (Stichtag 15. November 2006)
bewiesen, dass einige Anbieter den fehlenden Wettbewerb zu überhöhten
Preissteigerungen missbraucht haben, erklärte der von Aribert Peters
geführte Verband. Solange ein Versorgungsunternehmen seine Preiskalkulation
nicht offenlege, habe es keine Chance, den gekürzten Betrag vor
Gericht einzuklagen. Bisher habe außerdem noch kein Versorger
eine Kalkulation vorgelegt, die vom Gericht als ausreichend akzeptiert
worden wäre. Presseerklärung vom 05.01.2007 „Gaspreissenkung“ neuer Trick von Eon Die
von Eon angekündigte Senkung der Gaspreise zum 1.März wertet
die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ zwar als Reaktion
des Unternehmens auf den Protest von mehreren tausend unnachgiebigen
Gaspreiskunden. Vertrauensbildend kann diese Maßnahme allerdings
nicht sein. Vielmehr sieht die Bürgerinitiative hier einen weiteren
Trick, um die Verbraucher mit Almosen abzuspeisen.
Ansturm
auf Gaspreis-Liste Hamburg/Bielefeld (mika/dpa). Der bundesweite Gaspreisvergleich durch das Bundeskartellamt ist bei Verbrauchern auf gewaltiges Interesse gestoßen. Die Internet-Homepage des Kartellamtes brach deswegen gestern zusammen. „Wir werden auch künftig Listen mit bundesweiten Gaspreisvergleichen veröffentlichen“, sagte Kartellamts-Sprecherin Irene Sewczyk. Nächstes Abfragedatum sei der Stichtag 15. Februar. Die Behörde hatte am Mittwoch eine Liste mit den Gaspreisen (ohne Mehrwertsteuer) von 739 Gasversorgern zum Stichtag 15. November 2006 veröffentlicht. Die Stadtwerke Bielefeld machten gestern darauf aufmerksam, dass diese Liste inzwischen „veraltet“ sei, wie Stadtwerke-Sprecherin Birgit Jahnke betonte. Viele Gasanbieter hätten ihre Preise in der Zwischenzeit erhöht. Die Bielefelder gehörten mit ihren Preisen daher heute zum Mittelfeld in OWL und nicht mehr zu den teuersten Anbietern. Anders als berichtet sei außerdem bereits eine Gaspreissenkung – spätestens zum 1. April 2006 – angekündigt worden. Die Preissenkung sei aber noch nicht beziffert worden. Stellenabbau
bei Eon Westfalen Weser Wenn Unternehmen fusionieren, folgt meist der Stellenabbau auf dem Fuße. Unternehmen sprechen dann von Synergieffekten, die Personal überflüssig machen. Diese Argumente führt auch Eon Westfalen Weser an. 300 Stellen fallen weg, aber immerhin nicht durch betriebsbedingte Kündigungen. Seltsam
nur, dass das Unternehmen erst drei Jahre nach der Fusion den Stellenabbau
einleitet. Dass die Gewinne des regionalen Energieversorgers, der zum
prächtig verdienenden Eon-Konzern gehört, 2006 so massiv eingebrochen
sind, wie die Geschäftsführung in ihrer Bilanz vorweisen wird,
dürfte in diesen Zeiten kaum an schlechten Geschäften liegen,
sondern vor allem einen anderen Grund haben: Sollten die Paderborner
Gasboykotteure mit ihrer Sammelklage vor Gericht Erfolg haben, müsste
Eon Westfalen Weser für 2004 Rückzahlungen an alle Gaskunden
leisten. Dafür braucht es Rücklagen. Über deren Höhe
schweigen die Paderborner aber. Eon baut 300 Stellen ab Paderborn (fr). Der Paderborner Energieversorger Eon Westfalen Weser wird bis Ende nächsten Jahres 300 Arbeitsplätze abbauen. „Es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen“, sagte Unternehmenssprecher Meinolf Päsch. Der Abbau auf 1.200 Stellen betreffe das „Kernunternehmen“ und erfolge im Wesentlichen durch Altersteilzeit sowie durch Verlagerung der Arbeitsplätze zu Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, zu denen auch die Müllverbrennungsanlage Bielefeld-Herford und die Enertec Hameln GmbH gehören. Bei der Müllentsorgung gebe es gar Personalbedarf, so Päsch. Welche Standorte vom Stellenabbau betroffen sind, sei noch offen. Grund für den Personalabbau sei die Fusion von EMR, Wesertal und Pesag zu Eon Westfalen Weser, die Synergieeffekte brachte. Allerdings liegt die Fusion Jahre zurück, wurde 2003 vollzogen. 2006 sei das Ergebnis „mehr als bescheiden“ ausgefallen, räumte Päsch ein. Der Überschuss bewege sich im einstelligen Bereich. 2005 waren es 67,7 Millionen Euro.
Gaspreis
sinkt deutlich VON HANS-HERMANN IGGES Paderborn. Angekündigt waren 0,1 bis 0,2 Cent pro Kilowattstunde – nun werden es 0,38 Cent. Um diesen Bruttobetrag (also inklusive Mehrwertsteuer) will der heimische Energieversorger Eon Westfalen Weser ab 1. März seine Erdgaspreise für die 65.000 Privatkunden senken. Das kündigte Vorstandsvorsitzender Henning Probst gestern an. Damit fällt
der Gaspreis um rund 6,5 Prozent auf ein Niveau von knapp 0,1 Cent je
Kilowattstunde unter den Preis vor der letzten Anhebung zum 1. Oktober.
Man reagiere so auf die seit dem Sommer sinkenden Ölpreise, an
die die Gaspreise gekoppelt sind, sagte Probst. Eon nimmt 6,5 Prozent weniger Paderborn (ig). Der Energieversorger Eon Westfalen Weser hat seinen 65.000 Privatkunden für Erdgas einen Rückgang der Bezugspreise um rund 6,5 Prozent zum 1. März angekündigt. Als Grund dafür nannte Vorstandschef Henning Probst den seit Sommer gesunkenen Ölpreis. Die Hälfte der Ermäßigung um 0,38 Cent je Kilowattstunde sei aber einer Verabredung mit den 37 kommunalen Konzessionären zu verdanken, die im Besitz von 37 Prozent der Anteile der Eon Westfalen Weser AG seien. Im März hatte Eon in der Diskussion um heftig steigende Erdgaspreise mit den politischen Vertretern vereinbart, möglichst bald den Privatkunden einen Bonus zu erstatten. Probst: „Eigentlich ist die Senkung der Gaspreise zum 1. März in dieser Höhe für uns nur zur Hälfte wirtschaftlich verkraftbar. Wir stehen aber im Wort.“ Mit der Senkung gehört Eon Westfalen Weser nach eigenen Angaben zu den 15 preisgünstigsten Anbietern. Die Stadtwerke Bielefeld als zweiter größerer Gasversorger in OWL kündigten bisher keine Preissenkung an. (ig) Kartellamt
heizt Versorgern ein Bonn (mika/AP). Drastische Unterschiede bei den Gaspreisen in Deutschland hat das Bundeskartellamt bei seinem ersten bundesweiten Tarifvergleich festgestellt. Die Preisdifferenzen für die gleiche Gasmenge betrugen bis zu 59 Prozent, wie die Behörde mitteilte. Die Stadtwerke Bielefeld fordern dieser Liste zufolge bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr (kWh) mit 1.159 Euro den höchsten Preis aller Versorger in OWL. Sie sind damit um mehr als 18 Prozent teurer als die Stadtwerke im nahen Lippstadt, die für die gleiche Gasmenge nur 979 Euro verlangen. Unter den
insgesamt 739 bundesweit verglichenen Anbietern belegen die Bielefelder
Stadtwerke Platz 415. Die Eon-Tochter Eon Westfalen Weser rangiert mit
dem etwas günstigeren Preis von 1.136 Euro für 20.000 kWh
Gas – was für ein kleines Einfamilienhaus reicht –
auf Platz 272. Günstigster Anbieter in OWL sind demnach die Stadtwerke
Vlotho mit einem Vergleichspreis von 1.095 Euro. Kommunen
setzen weiter auf Eon Paderborn
(ig/NW). Sieben Kommunen aus den Kreisen Höxter, Paderborn und
Lippe wollen weiter mit dem heimischen Stromversorger Eon Westfalen
Weser zusammen arbeiten. Höxter, Horn-Bad Meinberg, Nieheim, Brakel,
Bad Driburg, Marienmünster, Altenbeken und Schlangen haben mit
Eon in den letzten Wochen neue, langfristige Stromkonzessionsverträge
geschlossen. Kritik an
Wasserpreis-Erhöhung Paderborn
(NW/ph). Die von Eon Westfalen Weser angekündigte Erhöhung
des Wasserpreises stößt beim Paderborner Umweltverband Pro
Grün auf Kritik. Sprecher Fritz Buhr habe erfahren, dass die Wasserpreiserhöhung
allein von Eon zu verantworten sei: „Die Wasserwerke Paderborn
haben keinen Cent mehr verlangt“, betont Buhr. Warnung
vor Abhängigkeit von Russland Frankfurt
(AP). Vor dem Hintergrund des Gasstreits in Osteuropa wächst auch
in Deutschland die Sorge über mögliche Versorgungsprobleme.
Würden nicht rechtzeitig neue Gasquellen erschlossen, drohe in
wenigen Jahren eine ernsthafte Versorgungslücke, warnte der Energie-Experte
des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), Holger Krawinkel. Moskau setzt doppelten Gaspreis durch Moskau/Minsk
(dpa). Russland hat bei seinem Bündnispartner Weißrussland
mit äußerstem Druck eine Verdoppelung der Gaspreise durchgesetzt.
Zwei Minuten vor Auslaufen der Altverträge unterzeichneten der
russische Konzern Gazprom und die weißrussische Regierung am Silvesterabend
neue Verträge mit einer Laufzeit bis 2011. Die Einigung auf einen
Preis von 100 US-Dollar für 1.000 Kubikmeter wendete auch Probleme
beim Transit von russischem Gas über Weißrussland nach Westeuropa
ab. |