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Trotz billigeren
Heizöls bleibt Erdgas teuer VON PETER
STUCKHARD Bielefeld.
Die Gaspreise in OWL geraten zum 1. Januar in Bewegung. Allerdings wider
Erwarten nicht nach unten, sondern nach oben. Preissenkungen kündigen
Eon Westfalen-Weser für März und die Stadtwerke Bielefeld
für April an. Zum Beispiel
erhöht die Gasversorgung Westfalica die Bezugspreise für Erdgas
zum 1. Januar um etwa sechs Prozent. Gaspreis-Entwicklung MEINUNGS-BÖRSE Es gibt
zwei Motive für die Lyrik, in die Unternehmen verfallen, wenn sie
erklären sollen, warum das Erdgas nicht billiger wird. Motiv eins:
Sie halten den Verbraucher für zu blöd, mathematische Preisbildungsformeln,
die Grundlage von Lieferverträgen sind, zu verstehen oder sie gar
nachrechnen zu können. Dann wird von hochspekulativen Rohölpreisen
schwadroniert oder die internationale Politik – wer weiß,
was im Iran passiert? – bemüht. Grundsatzurteil zu Gaspreisen erst im März Karlsruhe
(AP). Gaskunden müssen sich noch gedulden: Gestern hat der Bundesgerichtshof
(BGH) darüber verhandelt, ob Gerichte die Angemessenheit von Gaspreiserhöhungen
überprüfen und eventuell auch korrigieren können. Ein
Urteil soll aber erst Mitte März 2007 verkündet werden.
Stromriesen
drohen Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe Bonn (AP/dpa).
Zwischen dem Bundeskartellamt und dem Stromkonzern RWE bahnt sich neuer
Streit an: RWE wies gestern die Vorwürfe des Kartellamts zurück.
Das hat den Energieversorger abgemahnt, weil er seine Marktmacht zum
Nachteil von Industriekunden ausgenutzt haben soll. „Wir
zahlen nicht!“ Paderborn. Wie die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ mitteilt, fordert Eon Westfalen Weser die Gaspreisverweigerer wieder in Briefen auf, die zurückbehaltenen Beträge „dringend“ zu bezahlen, und zwar bis zum 28. Dezember. In den
Briefen werde unter Verdrehung von Rechtsvorschriften vorgegaukelt,
dass es sich bei dem jeweiligen Betrag um eine tatsächlich bestehende
fällige Forderung handele, so die Initiative. Altenbeken
muss ausschreiben VON RALPH MEYER Altenbeken.
Der Traum vom schnellen Euro durch den Verkauf der Straßenbeleuchtung
ist für die Gemeinde Altenbeken geplatzt – vorerst zumindest.
Die rechtliche Prüfung des Projekts hat ergeben, dass die Gemeinde
den Verkauf europaweit ausschreiben muss. Presseerklärung vom 13.12.2006 E.ON fordert
Gaspreisverweigerer zur Zahlung auf Eon Westfalen Weser fordert die Gaspreisverweigerer wieder in Briefen auf, die zurückbehaltenen Beträge „dringend“ zu bezahlen, und zwar bis zum 28.12.2006. Es ist
erst 2 Tage her, dass Henning Probst, neuer Vorstandschef bei Eon Westfalen
Weser, lauthals verkündete, dass Eon um seine Glaubwürdigkeit
bei den Kunden kämpft. Die neuen Briefe an die Gaspreisverweigerer
sprechen aber eine andere Sprache. Steuerzahlerbund
mischt sich ein Altenbeken
(NW/my). In den geplanten Verkauf der kompletten Altenbekener Straßenbeleuchtung
für 1,25 Millionen Euro an die Eon Westfalen-Weser AG hat sich
gestern auch der Bund der Steuerzahler eingemischt. In einem Schreiben
an Bürgermeister Hans Jürgen Wessels hat Doris Meierjohann,
Leiterin des Bielefelder Büros, eine Reihe von Fragen gestellt.
Presseerklärung vom 12.12.2006 EON-Pilotprojekt in Altenbeken?
Ringen um
Glaubwürdigkeit VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Henning Probst, Vorstandsvorsitzender bei Eon Westfalen Weser, mag nichts
beschönigen: „Wir kämpfen um unsere Glaubwürdigkeit
bei den Kunden. Das ist ein höheres Gut, als wenn man mal ein Jahr
negative Zahlen schreibt.“ Begründung
fehlt noch VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Der Prozess um die Gaspreise, den Eon Westfalen Weser gegen 15 Kunden
führt, zieht sich ganz offensichtlich weiter in die Länge.
Nachdem das Kartellgericht am Dortmunder Landgericht am 18. Oktober
entschieden hatte, dass der Prozess dort richtig angesiedelt ist, hatte
Reinhard Weeg, Rechtsanwalt der beklagten Gaspreis-Kritiker, spontan
eine Berufung gegen diese Entscheidung angekündigt. Die Beklagten
würden den Prozess nach wie vor gern in Paderborn angesiedelt sehen. „Am
Ende ein Nullergebnis“ VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Die Preise des Energieunternehmens Eon Westfalen Weser werden sich in
den nächsten Monaten unterschiedlich entwickeln: Während der
Strompreis steigt (wir berichteten), wird der Gaspreis ab 1. März
2007 sogar fallen. Tiefer in die Tasche greifen müssen die Kunden
ab Januar außerdem für Heizstrom und fürs Trinkwasser. Steinheim
kauft Stromnetz
Ministerium
kappt Eon-Pläne VON SABINE KAUKE Paderborn.
Strom wird teurer. Daran gibt’s nichts zu rütteln. Und trotzdem
gibt es eine gute Nachricht für die Verbraucher in Stadt und Kreis.
Nach der Bundesnetzagentur hat auch das Wirtschaftsministerium die von
Eon Westfalen Weser beantragte Strompreiserhöhung beschnitten:
Insgesamt um satte 63,2 Prozent. Thoben deckelt
Strompreiserhöhung Würde man es mit Begriffen aus der Sprache der Fußballer ausdrücken, dann müsste man sagen, die Eon Westfalen Weser AG hat beim NRW-Wirtschaftsministerium eine regelrechte Klatsche bezogen. Sie darf die Strompreise nicht um 2,5 Cent pro Kilowattstunde erhöhen, wie das Unternehmen beantragt hatte, sondern nur um 0,92 Cent. Das ist eine Reduzierung um fast zwei Drittel. Energieministerin Christa Thoben (CDU) und ihre Fachbeamten haben bei ihrer Entscheidung die berechtigten Interessen der Verbraucher eindeutig über die Gewinnerwartungen des Konzerns gestellt. Grund zur Klage hat das Unternehmen nicht, denn das Wirtschaftsministerium hat mehrfach bemängelt, dass der Antrag nicht ausreichend begründet war. Und schließlich ist eine Preiserhöhung um rund sechs Prozent, die jetzt gebilligt wurde, auch kein Pappenstiel. Das ganze Verfahren beweist, wie notwendig mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt ist, bei Strom und Gas. Eon engagiert
sich regional Bielefeld
(nobs). Seit 2001 engagiert sich der Eon-Konzern in Gaspreis-Initiative
für weitere Senkung Paderborn.
Die Paderborner Bürgerinitiative „Gaspreise runter“
kritisiert Datum und wahrscheinliche Höhe der von Eon Westfalen
Weser angekündigten Gaspreis-Senkung. Während andere Eon-Töchter
bereits zum 1.Januar niedrigere Nettopreise für die Verbraucher
berechnen wollten, wolle Eon Westfalen Weser nur „schnellstmöglich“
nachziehen, so Sprecherin Roswitha Köllner. Stadtwerke
Warburg kaufen das Eon-Stromnetz Warburg.
Die Stadtwerke Warburg GmbH, eine 100-prozentige Eigengesellschaft der
Stadt, übernehmen zum 1. Januar 2007 das Stromnetz der Eon Mitte
zu einem Kaufpreis von sieben Millionen Euro. Presseerklärung vom 21.11.2006 Bürgerinitiative fordert weitere Senkung der Gaspreise Nachdem
Verbraucher jahrelang überhöhte Gaspreise bezahlen, tritt
Eon plötzlich mit Gaspreise sollen zum 1. März sinken Eon senkt den Gaspreis Stadtwerken droht Diskriminierung Aufstand gegen erhöhte Gaspreise Gasprozess
ist auch eine Kostenfrage für alle Beteiligten VON PETER HASENBEIN Paderborn/Dortmund.
Das sah beim Prozessauftakt im April noch anders aus: Da drängten
sich die Zuhörer und die Medien im Saal 150 des Dortmunder Landgerichts,
um bei der Verhandlung zwischen Eon Westfalen Weser und 15 Gaskunden
dabei zu sein. Gestern waren die Reihen erheblich gelichtet. Der Grund:
Im Mittelpunkt stand nicht der Gaspreis, sondern erst einmal nur die
Frage, ob das Kartellgericht in Dortmund überhaupt zuständig
ist. Spannend ging’s trotzdem zu. Gasprozess
- und kein Ende VON PETER HASENBEIN Dortmund/Paderborn.
Ein Urteil im Gasprozess, den Eon Westfalen Weser gegen 15 Kunden führt,
ist erneut in weite Ferne gerückt: Das Kartellgericht in Dortmund
ließ gestern die Eon Klage zwar zu und sah sich selber auch zuständig
für den Prozess. Reinhard Weeg, Rechtsanwalt der 15 Beklagten,
kündigte allerdings postwendend Berufung gegen diese Entscheidung
vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf an. Die Entscheidung über
die Berufung dürfte aber wohl nicht mehr in diesem Jahr fallen. KOMMENTAR
Wer den
Prozessweg beschreitet, muss sich in aller Regel auf einen langen Marsch
gefasst machen. Dafür ist auch der Prozess um die Gaspreise ein
extremes Beispiel: Im Sommer 2005 von Eon Westfalen Weser auf den Weg
gebracht, kam es erst im April 2006 zur ersten Verhandlung, die Fortsetzung
des Prozesses wurde zwischenzeitlich mehrfach verschoben. Gaspreis-Urteil
verzögert sich Von Dietmar
Kemper Zuständigkeit für Gasprozess geklärt Das Dortmunder Landgericht ist und bleibt für den Prozess gegen die Paderborner Gaspreisverweigerer zuständig. Dieses Zwischenurteil hat am Nachmittag die Vorsitzende Richterin gefällt. Sie hält die Klage von EON Westfalen-Weser für zulässig. Für die Gaspreis-Kritiker ist das ein Dämpfer. Sie hatten gehofft, dass der Gaspreis-Prozess vor das Paderborner Landgericht geht, weil dort fairer verhandelt werden könne. Hintergrund: Das Dortmunder Kartellgericht entscheidet mithilfe zweier Handelsrichter, die von der Industrie- und Handelskammer gestellt werden. Die Gaspreis-Verweigerer haben Zweifel an deren Objektivität. Sprecherin Roswitha Köllner erklärte auf Anfrage von Radio Hochstift, dass der Anwalt der Beklagten das Zuständigkeits-Urteil aus Dortmund anfechten wird. Das heißt: Wann es in der eigentlichen Streitache weiter geht, ist zurzeit kaum abzusehen. Eon muss Netzentgelte für Strom senken Paderborn. Der heimische Energieversorger Eon Westfalen Weser hat nun auch in Sachen Genehmigung der Netzentgelte für Strom Post von der Bonner Bundesnetzagentur in Bonn erhalten: Eon muss die Netzentgelte für Strom um 12,7 Prozent kürzen. „Diese Kostensenkung fließt in das laufende Preisgenehmigungsverfahren für Tarifkunden durch das zuständige Wirtschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen ein. Die Entscheidung über Höhe und Zeitpunkt der Anpassung wird derzeit im Ministerium in Düsseldorf behandelt“, teilte Eon-Unternehmenssprecher Meinolf Päsch gestern mit. Bei Sondervertragskunden von Eon Westfalen Weser werde die Senkung der Netzentgelte im Rahmen der erforderlichen Strompreisanpassungen berücksichtigt. Auch Gaspreis-Streit
weitet sich zum Strom-Zank aus Paderborn
(WV). Nach drei Gaspreiserhöhungen seit Oktober 2004 erwägen
etliche Gaspreisverweigerer in und um Paderborn, ihren Versorger E.ON
Westfalen Weser als Stromlieferanten den Rücken zu kehren. Das
wurde am Wochenende in einer Zusammenkunft der Initiative »Gaspreise
runter« im Paderborner AWO-Zentrum mit etwa 100 Teilnehmern deutlich. „Auch
den höheren Strompreis boykottieren“ VON RALF MISCHER Paderborn.
Dass die jüngste Preiserhöhung der Eon Westfalen Weser AG
nun doch etwas niedriger ausfällt als zuvor angekündigt (die
NW berichtete), vermochte die Gemüter der Gaspreis-Gegner nicht
zu besänftigen. „Wir zahlen nur den Preis, den wir für
billig halten“, forderte Roswitha Köllner während einer
Informationsveranstaltung am Freitagabend in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt.
Statt nun klein bei zu geben, wollen es die Gaspreisgegner jetzt erst
richtig wissen: „Nach langem Erwägen“, ruft die Bürgerinitiative
nun auch öffentlich dazu auf, die Anhebung der Strompreise zu verweigern. Gas:
Preiserhöhung fällt 0,16 Cent niedriger aus Paderborn.
Die Gaspreiserhöhung, die Eon Westfalen Weser am morgigen 1. Oktober
vornehmen will, fällt nicht so hoch aus wie geplant. Der Grund:
Die Bundesnetzagentur hat gestern die vom regionalen Energieversorger
beantragten Netzentgelte Gas um 9,8 Prozent gekürzt. Rebellen
bieten selbst Gas an Bremen/Bielefeld.
Aus Protest gegen steigende Gaspreise formieren sich in Deutschland
mehrere Genossenschaften, die selber mit Brennstoff handeln wollen.
Hanseaten sind besonders aufmüpfig. In kaum einer anderen deutschen
Region regt sich so heftiger Protest gegen ständige Gaspreiserhöhungen
wie in Bremen und Bremerhaven. Gaspreis-Rebellen
gründen Genossenschaft MEINUNGS-BÖRSE Ganz schön
wagemutig, diese Bremer Genossenschaft, die das Monopol des Bremer Energieversorgers
SWB aufbrechen will. Das wird ein Kampf wie bei David gegen Goliath
– nur dass diesmal der Schmächtige den Riesen nicht aus dem
Feld schlagen wird, sondern ihm höchstens Nadelstiche verpassen
kann. Presseerklärung
vom 27.09.2006 Die neue
Preiserhöhung von Eon Westfalen Weser zum 1.10.2006
bedeutet bei einem mittleren Verbrauch eine Erhöhung von 50% innerhalb
von 2 Jahren. Versorger
dürfen nicht drohen Bonn (dpa).
Energieversorger dürfen Verbrauchern, die Preiserhöhungen
bei Strom oder Gas nicht bezahlen, nach Auffassung des Bundeskartellamts
nicht mit Sperren drohen. Die Behörde forderte die Versorger auf,
derartige Drohungen zu unterlassen. Andernfalls drohten Ordnungswidrigkeitsverfahren,
die Geldbußen bis zu einer Million Euro nach sich ziehen könnten. Gasprozess:
kein Ende in Sicht VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Diese Nachricht wird nicht nur viele Prozessbeteiligte überrascht
aufhorchen lassen: Nachdem das Dortmunder Landgericht im April bereits
zum Gütetermin im Gasprozess geladen hatte, soll nun am 18. Oktober
noch einmal grundsätzlich erörtert werden, ob sich das Gericht
überhaupt zuständig sieht. Außerdem wurde dem Antrag
auf Befangenheit der beiden am Prozess beteiligten Handelsrichter stattgegeben.
Delbrück
denkt an Stadtwerke VON KARL FINKE Delbrück.
In den Strom- und Gasmarkt könnte von kommunaler Seite in Zukunft
neue Bewegung kommen. Wenn eine mittelgroße Stadt wie Delbrück
in einigen Jahren die Leitungsnetze auf ihrem Gebiet von den Monopol-Versorgern
wie hier Eon Westfalen-Weser kaufen würde. Entsprechende Überlegungen
hat am Donnerstagabend Bürgermeister Robert Oelsmeier dem Haupt-
und Finanzausschuss vorgetragen. „Kein
richtiger Wettbewerb“ „Diese Intervention ist eigentlich nur ein Eingeständnis. Die Macht der Konzerne ist so groß, dass ein richtiger Wettbewerb nicht in Gang kommt“, sagte Roswitha Köllner, Sprecherin derPaderborner Initiative „Gaspreise runter!“. Erst seit einigen Tagen diskutiere die Bürgerinitiative, ob sie nun auch gegen Strompreise vorgehen sollte. „Konzerne zocken doch beim Strom genauso ab wie beim Gas“, verwies sie auf die hohen Eon-Gewinne. Der Vorstoß der Politik sei gut, „aber als Verbraucher kann man sich nicht auf die Politik verlassen“. Sie riet Kunden, die Erhöhung der Strompreise zu verweigern. Laut Gesetz (§ 315 BGB) müsse der Preis verhältnismäßig sein, dürfe nicht einseitig festgesetzt werden. (fr) NRW
will Stromversorger an der kurzen Leine halten Düsseldorf/Paderborn
(AP/AFP/fr). Nordrhein-Westfalen will gegen den weiteren Anstieg der
Strompreise vorgehen und die Mitte nächsten Jahres anstehende Freigabe
der Stromtarife verhindern. Die Düsseldorfer Wirtschaftsministerin
Christa Thoben kündigte eine Bundesratsinitiative zur Verlängerung
der Tarifaufsicht für Haushaltskunden und kleine Gewerbebetriebe
an. Ein
Wettlauf um die Energiereserven VON ANDREA FRÜHAUF Bielefeld.
Die Imagewerte für den Energieriesen Eon sind drastisch in den
Keller gesunken. Dem deutschen „Prügelknaben“ gefällt
das gar nicht, sagen Insider. Eon-Chef Wulf Bernotat sucht wohl auch
deshalb die Nähe zu den Kunden. Gestern schilderte er in einem
Vortrag vor dem Industrie- und Handelsclub OWL in Bielefeld seine Sicht
über die Preise. „Meine Tochter zahlt für ihre Zweieinhalbzimmer-Wohnung
pro Tag 1,15 Euro für den Strom“, erzählt er und findet
den Preis „nicht so gewaltig“. „Die Tochter kocht
nicht und bringt ihre Wäsche nach Hause“, murmelt ein Experte
der Branche, der sich mit den Preisen bei Eon gut auskennt. „Unternehmen
kennt kein soziales Gewissen“ Paderborn. Die jüngste Ankündigung von Eon Westfalen Weser, die Preise für Energie weiter anzuheben (wir berichteten), stößt auf die Kritik der Paderborner Bürgerinitiative „Gaspreise runter“. Sprecherin
Roswitha Köllner: „Unbeirrt durch starke Verbraucherproteste
und offensichtlich ohne den Anflug eines sozialen Gewissens geht Eon
im Verein mit anderen Energieversorgern weiter den Weg auf der Gewinnstraße.“
67 Millionen Gewinn bei Eon Westfalen Weser in 2005, beim Mutterkonzern
Erhöhung des bereinigten operativen Ergebnisses auf 4,8 Milliarden
im ersten Halbjahr 2006 – und wieder würden die Energiepreise
erhöht. Zum 1. Oktober Gas um über 7 Prozent und die Erhöhung
der Strompreise ist bereits wieder beim Wirtschaftsministerium beantragt. Widerstand
gegen höhere Strompreise Berlin
(AFP/dpa/fr). Nach der Ankündigung vieler Stromversorger, die Preise
in den nächsten Monaten zu erhöhen, haben Verbraucherschützer
und Bundesländer Widerstand angekündigt. „Die Verbraucher
sollten die Zahlung überhöhter Rechnungen verweigern“,
riet Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher den Stromkunden. „Gaspreise
runter“: Eon ist Preistreiber Nummer 1 Unbeirrt durch starke Verbraucherproteste und offensichtlich ohne den Anflug eines sozialen Gewissens geht Eon im Verein mit anderen Energieversorgern weiter den Weg auf der Gewinnstraße. 67 Millionen Gewinn bei Eon Westfalen Weser in 2005, beim Mutterkonzern Erhöhung des bereinigten operativen Ergebnisses auf 4,8 Milliarden im ersten Halbjahr 2006 – und wieder werden die Energiepreise erhöht. Zum 1.10. Gas um über 7 % und die Erhöhung der Strompreise ist bereits wieder beim Wirtschaftsministerium beantragt
Erfreuliche Urteile vom Oberlandesgericht Karlsruhe,Landgericht Koblenz und Amtsgericht Delmenhorst (18. August
2006) In einer ganzen Reihe von Urteilen haben sich Verbraucher gegen
ihren Versorger durchgesetzt. Es zeigt sich Folgendes: Unbillige Strom-
und Gaspreise sind unverbindlich und nicht zur Zahlung fällig.
Genauso steht es in § 315 des BGB. Drei ganz neue Urteile dazu
veröffentlichte heute der Bund der Energieverbraucher im Internet
Energiepreise
klettern und klettern Paderborn
(au). Auf die Bürger in Stadt und Kreis kommen weiter steigende
Energiekosten zu: Zum 1. Oktober erhöht die Eon Westfalen Weser
AG zum zweiten Mal in diesem Jahr den Erdgaspreis für ihre Haushaltskunden.
Um 7,3 Prozent (auf 6,06 Cent pro Kilowattstunde) wird das Heizen teurer,
nachdem der Preis zu Jahresanfang um 10,4 Prozent angehoben worden war.
Auch der Strompreis wird schon bald steigen. Wann genau und in welcher
Höhe, das steht momentan noch nicht fest. „Dasselbe
Spiel wie im letzten Jahr“ Paderborn.
Die Paderborner Initiative „Gaspreise runter“ kritisiert
die Erhöhung der Strompreise fürs Heizen durch Eon Westfalen
Weser: „Ganz Deutschland ist in WM-Feier-Laune oder in Urlaub
und Eon nutzt die Zeit, um möglichst unbemerkt wieder einmal an
der Preisschraube zu drehen und die Preise für Heizstrom zum 1.
Juli zu erhöhen,“ so Sprecherin Roswitha Köllner in
einer Erklärung. Versorger Eon sponsert Fantribüne Attraktive Plätze und Preise Paderborn
(hakl). Im August wird im Lönsstadion die 1.478 Sitzplätze
umfassende Eon Westfalen Weser Fantribüne errichtet. Durch die
Unterstützung des Energieversorgers kann der SC Paderborn dort
attraktive Plätze und Preise anbieten. So kostet eine Einzelkarte
18 Euro (ermäßigt und Mitglieder 15, Kinder 5), eine Dauerkarte
(17 Spiele schauen, 15 bezahlen) 270 Euro (ermäßigt und Mitglieder
225, Kinder 75). „Eine gute Chance, die Spiele hautnah und komfortabel
zu erleben“, so Eon-Unternehmenssprecher Päsch. Strom
fürs Heizen ab 1. Juli teurer Paderborn.
Zum 1. Juli steigen die Strompreise für Speicherheizungen, Direktheizung
und Elektro-Wärmepumpen im Versorgungsgebiet von Eon Westfalen
Weser. Für einen durchschnittlichen Haushalt im Mehrfamilienhaus
mit Speicherheizung (Jahresverbrauch 10.000 kWh) beträgt die monatliche
Mehrbelastung rund 6,25 Euro netto (7,25 Euro einschließlich Mehrwertsteuer).
Ein durchschnittlicher Wärmepumpenkunde mit einem Einfamilienhaus
hat eine monatliche Mehrbelastung von 5 Euro netto (5,80 Euro einschließlich
Mehrwertsteuer) zu erwarten. Stadt verkauft
Eon-Anteile Bad Lippspringe (sf). Die Stadt Bad Lippspringe verkauft ihre kommunalen Aktienanteile am Energieversorger Eon Westfalen-Weser. Das wurde am Mittwochabend vom Rat in nichtöffentlicher Sitzung mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Anlass dafür, anders zu handeln als die umliegenden städtischen und gemeindlichen Anteilseigner, seien „finanzielle Gründe“, sagte Bürgermeister Willi Schmidt. 2,076 Millionen Euro erhält Bad Lippspringe für seine Anteile in Höhe von 0,176 Prozent. Bis 30. Juni dieses Jahres hat sich der Energieversorger in einem Vertrag aus dem Jahr 2003 verpflichtet, die kommunalen Anteile zurückzukaufen, wenn die jeweilige Kommune dieses Option zieht. Auf dem Konto erwarten kann Bad Lippspringe den Batzen Geld allerdings erst zum 1. Juli 2007. Stadt
verzichtet auf Eon-Millionen Paderborn
(ig). Die Stadt Paderborn will ihre zusammen mit den „Paderborner
Kommunalbetrieben“ (PKB) an Eon Westfalen Weser gehaltenen Aktien
nicht an die Eon Energie AG zurückgeben, so wie das zum 30. Juni
2007 vertragsgemäß möglich wäre. Das beschloss
der Rat der Stadt am Donnerstag gegen vier Stimmen aus den Reihen von
FBI (Freie Bürgergemeinschaft), SPD und Bündnisgrünen.
Die überwiegende Mehrheit schloss sich der Verwaltungsempfehlung
an, die sich nach Gutachterempfehlung für ein Halten der Anteile
im derzeitigen Wert von 132 Millionen Euro aussprach. Eine Rückgabe
hätte nach Steuern die stattliche Summe von knapp 115 Millionen
Euro für die Stadtkasse gebracht. Probst
neuer Chef bei Eon Westfalen Weser Paderborn.
Der Aufsichtsrat der Eon Westfalen Weser AG hat Henning Probst (48),
derzeit Vorsitzender des Vorstandes bei Eon Moldova S.A., mit Wirkung
ab 1. Juli 2006 zum Mitglied des Vorstandes der Eon Westfalen Weser
AG bestellt. Gleichzeitig wurde er zum Vorsitzenden des Vorstandes der
Gesellschaft ernannt. Eon Ruhrgas
verliert Rechtsstreit MEINUNGS-BÖRSE Die großen
Energieversorger geraten wegen ihrer Preispolitik zusehends unter Druck.
Ob Bundeskartellamt, EU, Verbraucherschützer, industrielle Kunden
oder Justiz – sie zerren die Monopolisten an den Pranger.
Viele
Gasverträge nichtig Düsseldorf
(dpa). Im Kampf für mehr Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt
hat das Bundeskartellamt einen wichtigen Sieg gegen den größten
deutschen Gasversorger Eon Ruhrgas errungen. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht
wies im Eilverfahren einen Antrag des Energiekonzerns gegen eine Verfügung
der Wettbewerbshüter ab. Danach sind die langfristigen Lieferverträge
mit 51 regionalen und lokalen Gasversorgern mit sofortiger Wirkung nichtig. Gas-Prozess
und kein Ende VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Der Energieversorger Eon Westfalen Weser und seine 65.000 Gaskunden
müssen sich weiter gedulden: Der auf den 22. Juni verschobene Prozesstermin
vor dem Dortmunder Landgericht wurde erneut abgesetzt. Ein neuer Termin
steht noch nicht fest. Heitkamp und Probst für Villis Paderborn (hab). Als Nachfolger von Hans-Peter Villis in der Geschäftsführung des Energieunternehmens E.on Westfalen-Weser werden Henning Probst (Vertrieb) und Michael Heitkamp (Finanzen) erwartet. Der Aufsichtsrat soll sie am 22. Juni offiziell bestimmen. Probst war bis Ende 2002 als Villis’ Vorgänger Geschäftsführer der Wesertal AG (Hameln); Heitkamp baute im Auftrag des EMR (Herford) deren Telekommunikationstochter Teleos zu einem profitablen Unternehmen mit 130 Mitarbeitern auf. Eon-Einladung
zu Shakespeare abgelehnt VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Die Vorsitzenden der Kulturausschüsse in den zehn Kommunen des
Kreises Paderborn haben Post von Eon Westfalen Weser bekommen. Der Energieversorger
möchte Kommunalpolitiker zur Premierenvorstellung der Westfälischen
Kammerspiele am 8. Juni im Schlosspark einladen. Shakespeares „Wie
es Euch gefällt“ steht auf dem Spielplan. Cordula Ziebarth,
Sozialdemokratin in Büren, gefällt die Einladung indes nicht.
Sie hat Eon bereits abgesagt. Sieg für
Gaskunden MEINUNGS-BÖRSE Für
viele ist es eine gefühlte Ungerechtigkeit. Landauf, landab ärgern
sich Verbraucher über ständige Gaspreiserhöhungen. Monopolisten
verdienen sich dumm und dämlich – auf Kosten der Kunden.
Selbst Stadtwerke machen ordentliche Profite. Nur der Beweis, dass Kunden
abgezockt werden, fällt Klägern schwer. Sieg
für Gaskunden Bremen/Bielefeld
(stg/fr). In einem bundesweit bedeutsamen Rechtsstreit um Gaspreiserhöhungen
haben die privatisierten Bremer Stadtwerke swb eine Niederlage erlitten.
Das Landgericht Bremen erklärte vier Preiserhöhungen seit
Oktober 2004 für unwirksam, weil die Vertragsklauseln nicht „klar
und verständlich“ seien. Paderborner
Perpektiven Gäbe
es den offiziellen Titel »Buhmann des Jahres« - die E.ON
Westfalen Weser AG (EWW) hätte gute Chancen, ganz oben auf dem
Treppchen zu stehen. Knallrot leuchtet das Logo des Unternehmens. Vielen
Kunden treibt schon der Anblick die Zornesröte ins Gesicht. Die
Preisgestaltung des heimischen Energieversorgers bringt von Herford
bis Hameln Verbraucher auf die Palme. Bund
der Energieverbraucher im Boot VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Sollte der Prozess zwischen Eon Westfalen Weser und 15 Gaspreis-Verweigerern
über mehrere Instanzen gehen, haben die beklagten Bürger einen
starken Partner an der Seite: Der Bund der Energieverbraucher hat seine
Unterstützung signalisiert, wenn sich der Prozess hinzieht. „Auch
für den Verband fällt hier eine sehr wichtige Entscheidung“,
erläutert Roswitha Köllner, die Sprecherin der Bürgerinitiative
„Gaspreise runter“. E.ON-Prozess
vorerst geplatzt Von Karl
Pickhardt Gas-Prozess:
Termin auf 22. Juni verschoben VON PETER HASENBEIN Paderborn.
Der zweite Prozesstag in der Auseinandersetzung zwischen Eon Westfalen
Weser und 15 Gaspreis-Verweigerer ist vom 11. Mai auf den 22. Juni verschoben
worden. Das teilte das Landgericht Dortmund gestern mit. Dort wird die
Verhandlung geführt. Hohe
Gaspreise bleiben Reizthema Borchen. Die Freie Wählergemeinschaft Borchen (FWB) startete jetzt ihre Veransatltungsreihe „Energie & Umwelt“ im Stephanushaus in Borchen. Auch wenn
die Besucherzahl geringer als bei anderen Veranstaltungen zum Thema
Gaspreis war, ist die FWB mit dem Verlauf des Abends sehr zufrieden.
Der kompetente Vortrag Hubert Kniesburges von „Gaspreise-Runter-OWL“
regte zur Diskussionen an und gab den Besuchern Anregungen zum Thema
Gaspreise. In
Germany, a consumer revolt for energy competition FRANKFURT
Fluent in the opaque jargon of big business, Roswitha Köllner can
make a vigorous case for why "synergy effects," "vertical
integration" and "network costs" have driven up energy
prices around Germany. Was
von den Stadtwerken übrig bleibt VON HOLGER KOSBAB Bielefeld.
Den 30. Juni 2006 haben sich viele Kämmerer in Ostwestfalen-Lippe
rot angestrichen. Bis zu diesem Tag müssen sich 39 kommunale Anteilseigner
entscheiden: Behalten sie ihre Anteile an Eon Westfalen Weser und sichern
sich weiterhin Mitsprache? Oder verkaufen sie diese zu einem bereits
festgelegten Preis und verscherbeln somit weiteres Tafelsilber? Denn
diese Option haben die Kommunen. Hoffen
auf breite Unterstützung im Prozess Paderborn
(ph). Im Kreis Paderborn und weit darüber hinaus blicken viele
Gas-Kunden und Energieversorger auf den 11. Mai: Dann findet vor dem
Kartellgericht in Dortmund der zweite Prozesstermin zwischen Eon Westfalen
Weser und 15 Gas-Abnehmern statt, die das Paderborner Unternehmen verklagt
hat.
Gerichte
in Düsseldorf und Hamburg stärken Gaspreisverweigerer In Düsseldorf
und Hamburg machen mutige Richter erneut deutlich, Prozess
um „großen Mosaikstein“ VON PETER HASENBEIN Paderborn/Dortmund.
„Hier stehen nicht die Gaspreise auf dem Prüfstand. Es geht
ausschließlich um die Preisanhebung aus Oktober 2004 und die daraus
resultierenden Restforderungen bis Sommer 2005. Und Personen, die nicht
an diesem Prozess beteiligt sind, können auch keine Rechte daraus
ableiten.“ Marlies Bons-Künsebeck, Vorsitzende Richterin
am Kartellgericht in Dortmund, wollte den Ball bewusst flach halten.
Doch ob sie will oder nicht: Am Ende wird der Ausgang des Prozesses
aller Voraussicht nach wohl doch große Auswirkungen auf den Streit
zwischen den Energieunternehmen und den Gaspreis-Kritikern haben. Warten
auf das Urteil VON PETER HASENBEIN Dortmund/Paderborn.
Eigentlich geht es bei dem Prozess vor dem Dortmunder Kartellgericht
lediglich um knapp 5.000 Euro. Soviel haben die 15 Gaspreis-Verweigerer
dem Energieunternehmen Eon Westfalen Weser bisher vorenthalten. Doch
schon jetzt steht fest: Entweder die Energiekonzerne oder Millionen
Gaskunden könnten am Ende von dem Urteil profitieren. Eon
verklagt Gaskunden VON HUBERTUS GÄRTNER Paderborn/Dortmund.
Am 6. April blicken viele tausend Verbraucher gespannt nach Dortmund.
Denn an diesem Tag wird vor dem dortigen Kartellgericht ein Fall verhandelt,
der für Energieverbraucher von wegweisender Bedeutung sein dürfte. „Wenn
man unter einer Decke steckt . . .“ Paderborn.
„Wer als Tiger startet und sechs Millionen fordert und mit zwei
Millionen – von denen längst nicht klar ist, wer sie bekommt
und ob die gezahlt werden – den Verhandlungsraum verlässt,
ist zwar nicht als Bettvorleger gelandet, steht aber im Ergebnis ein
bisschen mickrig da, Her Koch!“ Mit diesen Worten reagierte Reinhard
Borgmeier von der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP) auf das
Ergebnis des jüngsten Gespräches der CDU-Mittelstandsvereinigung
mit ihrem Vorsitzenden Friedhelm Koch und der Eon Westfalen Weser AG
in Sachen Gaspreise. Öffnung
der Netze Aprilscherz Paderborn.
Bereits das Datum, zu dem die Öffnung der Gasnetze angekündigt
wurde, empfand die Bürgerintiative „Gaspreise runter“
als Zeichen, die E.on Westfalen Weser AG wolle ihre Kunden in den April
schicken will. Intensive Recherchen hätten diesen Verdacht bestätigt,
berichtete Roswitha Köllner, Sprecherin der Initiative. Der Wochenkommentar Kennzeichen PB Trostpflaster mit Signalwirkung von HANS- HERMANN IGGES Der
heimische Energieversorger Eon Westfalen Weser will seinen privaten
Gaskunden zu Beginn der nächsten Heizperiode im Herbst einen hübschen
Bonus gewähren – im Schnitt 30 Euro. Verpackt als „Treueprämie“
werden 2,1 Millionen Euro ausgezahlt. Vorgeblich, um Kunden zu halten.
Denn ab 1. April soll es auch Konkurrenzunternehmen erlaubt sein, Gas
an Haushalte zu liefern. Mancher, von den satten Gaspreiserhöhungen
der letzten Jahre bei gleichzeitigen Milliarden-Erlösen der Konzern-Mutter
verprellt, mag wirklich überlegen, es mal mit der Konkurrenz zu
versuchen Gaspreisverweigerer
sehen Kritik bestätigt Paderborn
(ig). Positiv bewertetet die Paderborner Bürgerinitiative „Gaspreise
runter“ den Ausgang des Streits zwischen der CDU-Mittelstandsvereinigung
im Kreis Paderborn und Eon Westfalen-Weser. Sprecherin Roswitha Köllner:
„Damit gibt Eon indirekt zu, dass die Gaspreise zu hoch sind.
Wenn man sich seiner Preise nämlich ganz sicher wäre, hätte
man diese Einigung nicht zugelassen.“
Artikel in der Neuen Westfälischen vom 22.03.2006: Rat
soll städtisches Eon-Paket verkaufen VON WOLFGANG STÜKEN Paderborn.
Der Rat soll seinen Aktienanteil an der Eon Westfalen Weser AG verkaufen.
Das fordert die Fraktion der Freien Bürger-Initiative (FBI) im
Rat. Mittelstand und Eon wollen erneut miteinander sprechen Paderborn. Die im Streit um Gaspreise für gestern Abend angesetzten Gespräche zwischen CDU-Mittelstandsvereinigung und Eon Westfalen Weser wurden nach zwei Stunden ohne Ergebnis vertagt. Neben dem kompletten Mittelstands-Vorstand nahmen CDU-Fraktionsvorsitzende und vier Bürgermeister an der Runde mit Eon-Vorstand Hans-Peter Villis und Unternehmenssprecher Meinolf Päsch teil. Dabei ging es um eine Rückforderung der Mittelständler über sechs Millionen Euro. Der Kreis der gestern 28 Diskutanten soll auf die Bürgermeister und Vertreter des Mittelstands-Vorstandes sowie Villis und Päsch verringert werden, sagte nach dem Treffen Friedhelm Koch, Vorsitzender der Mittelständler. Päsch kündigte den nächsten Termin für kommende Woche an. Gaspreis: Mittelstand bleibt am Ball Paderborn (NW). Der Kreisvorstand der CDU Mittelstandsvereinigung wird sich am 14. März zu einem weiteren Gespräch mit dem Vorstand des Unternehmens Eon Westfalen – Weser treffen. Es wird in dem Gespräch, an dem auch zahlreiche Bürgermeister des Kreises Paderborn teilnehmen, um die Frage gehen, wie Eon „unberechtigte Mehreinnahmen aus der Gaspreiserhöhung des Jahres 2003 vergütet“, betont Vorsitzender Friedhelm Koch. Wie berichtet, hatte die Mittelstandsvereinigung dem Energieversorger vorgeworfen, ungerechtfertigt bis zu sechs Millionen Euro zu viel von den Gaskunden kassiert zu haben. Eon Westfalen Weser: „Nur in wenigen Einzelfällen Fehler gemacht“ / Bei knapp 10 Prozent eine Kilowattstunde zuviel gezählt 1.600 Gaspreis-Verweigerer,
die zum Teil schon seit Oktober 2004 eigenmächtig verringerte Beiträge
überweisen und dabei eine Verrechnungsbestimmung vorgegeben haben,
müssen zum Teil jedoch noch bis zur zweiten Jahreshälfte auf
neue, transparente Rechnungen warten. Diese sind nötig, weil neue,
nach Gas, Wasser und Strom getrennte Rechnungen zusammen gestellt werden
müssen. Eon Westfalen Weser hatte zuvor mit eingehenden Rechnungsbeiträgen
zuerst „Altschulden“ beglichen, was der Energieversorger
so nicht durfte. ,,Verdacht
des puren Populismus“ Paderborn
(NW). Dass sich im Streit um die geforderte Rückzahlung von sechs
Millionen Euro an die Kunden von Eon Westfalen Weser der Vorsitzende
der CDU-Ortsunion Paderborn, Daniel Sieveke, auf die Seite des Mittelstandsvorsitzenden
Friedhelm Koch geschlagen und diesem „die volle Unterstützung
durch die CDU Ortsunion Paderborn“ zugesichert hat (wir berichteten),
lässt die politische Konkurrenz aufhorchen. Sprechstunde
für Verweigerer Paderborn (NW). Viele Gaspreisverweigerer haben in der letzten Woche den angekündigten Brief von Eon erhalten, mit dem ihre erste Abrechnung storniert und eine neue Rechnung in Aussicht gestellt wurde. Als nicht
nachvollziehbar empfand jedoch die Bürgerinitiative „Gaspreise
runter“ die Auswahl der Briefempfänger. Nachfragen von Verweigerern,
die bisher keinen Brief erhalten haben, bei Eon hätten zudem zu
widersprüchliche Aussagen geführt. „Deal“
mit dem Kartellamt Paderborn
(NW). Die vom Eon-Konzern und sechs anderen großen deutschen Gasversorgern
angekündigte vorgezogene Öffnung ihrer Gasnetze zum 1. April
zeigt nach Ansicht der Paderborner Gaspreisverweigerer „nichts
anderes, als dass die Gaspreise von Eon und Konsorten deutlich überhöht
sind“ . Das erklärte gestern Roswitha Köllner, Sprecherin
der Bürgerinitiative „Gaspreise runter“. Kein
Nachgeben im Streit mit Eon Delbrück
(en). Nicht Stimmungsmache, sondern Information und Erfahrungsaustausch
bestimmten die Versammlung der Delbrücker „Bürgerinitiative
Energiepreise“ im Saal Waldkrug. 328 Mitglieder wehren sich gegen
die rigorose Preispolitik von Eon, über 200 Teilnehmer waren gekommen,
um mehr über die neuesten Aktionen des Strom- und Gasversorgers,
den Umgang mit den Jahresabrechnungen und juristische Probleme zu erfahren. Gaskonzerne
lenken ein Der heimische
Energieversorger Eon Westfalen Weser hatte sich noch am Vortag als „Vorreiter
für Wettbewerb“ gerühmt und sich positiv in die Schlagzeilen
gebracht. Man erfülle eben die Wünsche von Kunden, die mehr
Wettbewerb im Gasmarkt forderten. Gasmarktliberalisierung als Aprilscherz Das
Bundeskartellamt will die Verfahren gegen sieben Gasversorger einstellen,
weil diese Versorger ihre Netze für freie Anbieter bereits am 1.
April 2006 öffnen wollen. Eon
gibt Gasnetz vorzeitig frei Paderborn.
Der Paderborner Gasversorger Eon Westfalen Weser geht in die Offensive
und spielt den Vorreiter: Ein halbes Jahr früher als in der Branche
offiziell geplant will das Unternehmen den Wettbewerb im Gasmarkt eröffnen.
Bereits ab 1. April erhalten Privathaushalte und Kleingewerbekunden
die Möglichkeit, ihren Erdgas-Lieferanten zu wechseln und sich
einen günstigeren Anbieter zu suchen. Eon-Brief
sorgt erneut für Unmut Paderborn
(NW/ph). Der Protest gegen Eon Westfalen Weser reißt nicht ab:
Gehen die Gaspreis-Verweigerer bereits seit Tagen auf die Barrikaden,
weil sie gegen die Jahresabrechnungen protestieren, legen in dieser
Woche die CDU-Mittelstandsvereinigung und die Paderborner Ortsunion
nach und fordern Rückzahlungen in Millionenhöhe für die
Privatkunden (Bericht siehe unten). „Durchwinken
gibt’s bei mir nicht“ Paderborn
(ig). Christa Thoben, Ministerin der nordrhein-westfälischen Landesregierung
für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, hat sich gestern Abend
anlässlich des „Eon Westfalen Weser Forum“ im Heinz
Nixdorf Museums-Forum für mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt
ausgesprochen. Vor 300 Gästen vor allem aus der Kommunalpolitik
der Region sagte sie: „Ich freue mich über jeden zusätzlichen
Anbieter, jedes Stadtwerk, das ein Kraftwerk baut.“ Auch
CDU fordert von Eon Rückzahlung Paderborn
(NW). In dem Streit um die Rückzahlung von sechs Millionen Euro
an die Kunden von Eon Westfalen Weser hat Mittelstandsvorsitzender Friedhelm
Koch „die volle Unterstützung durch die CDU Ortsunion Paderborn“,
wie ihr Vorsitzender Daniel Sieveke betont. Koch beharrt auf Vorwürfen gegen Eon Paderborn
(gär). Der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, Friedhelm
Koch, beharrt auf seinen Vorwürfen gegen das Energieunternehmen
Eon Westfalen Weser AG. Wie berichtet, ist Koch der Ansicht, dass Eon
in den vergangenen drei Jahren von den privaten Gaskunden auf dem Versorgungsgebiet
der ehemaligen PESAG durch unrechtmäßige Preiserhöhungen
sechs Millionen Euro zu viel kassiert hat. Mittelstand
macht gegen Eon mobil Paderborn
(gär). Die Preiserhöhungen des Energieunternehmens Eon Westfalen
Weser AG haben nicht nur zahlreiche Bürger auf den Plan gerufen.
Auch die heimische Wirtschaft macht jetzt in ungewöhnlich scharfer
Form gegen den Strom- und Gasversorger mobil. Nach Berechnungen des
Kreisvorsitzenden der CDU-Mittelstandsvereinigung, Friedhelm Koch, hat
die Eon Westfalen Weser AG den Gaskunden im ehemaligen Versorgungsgebiet
der PESAG durch unrechtmäßige Preiserhöhungen in den
vergangenen drei Jahren etwa sechs Millionen Euro zu viel abgeknöpft. Kennzeichen
PB Energieversorger
in der Vertrauenskrise Beim
Gaspreis läuft das Telefon heiß Paderborn
(ph). Vor einem Jahr, als die Bürgerinitiative „Gaspreise
runter“ ihre Auftaktveranstaltung in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt
hatte, war der Versammlungsraum schon gut gefüllt. Doch am Mittwochabend,
als die Initiative erneut in den „AWO-Leo“ geladen hatte,
platzte der Raum aus allen Nähten: Weit über 200 Gaspreis-Verweigerer
machten ihrem Unmut Luft und informierten sich über die Jahresabrechnungen
des Energieversorgers Eon Westfalen Weser. Neue
Jahresrechnung an 1.500 Gaspreis-Kritiker Paderborn
(ph). Eon Westfalen Weser wird allen Gaspreis-Verweigerern, die ihre
Zahlungen mit Hinweis auf den § 315 BGB schon Ende 2004 selbst
gekürzt und den Protest auch schriftlich mitgeteilt haben, automatisch
neue Jahresrechnungen für 2005 zuschicken. Und dabei die Restforderungen
für 2004 und 2005 gesondert ausweisen. Die bisher verschickten
Rechnungen können die Gasrebellen ad acta legen. Rund 1.500 Haushalte
sind davon betroffen, wie Unternehmenssprecher Meinolf Päsch gestern
erläuterte. Gaspreis-Kritiker
erwägen Strafantrag gegen Eon Paderborn
(ph). Die Auseinandersetzung zwischen Eon Westfalen Weser und den Gaspreis-Kritikern
geht in eine neue Runde. In den Jahresendabrechnungen, die der Energieversorger
in diesen Tagen auch an die Haushalte verschickt, die ihre Zahlungen
bereits seit Oktober 2004 eigenmächtig gekürzt haben, seien
„fehlerhaft“. Die Gaspreis-Verweigerer drohen sogar mit
einem Strafantrag. „Die Abrechnungen sind korrekt“, kontert
das Unternehmen. Kritische
Stimme in Eon-Aufsichtsrat Paderborn
(NW). In der nächsten Ratssitzung wird ein vakanter Sitz im Aufsichtsrat
der Eon Westfalen Weser AG durch den Rat der Stadt Paderborn zu besetzen
sein, den bisher ein Mitglied der CDU-Fraktion innehatte. Bürger
sollen über Eon-Anteile entscheiden Paderborn
(js). Die Freie Bürger-Initiative (FBI) hat sich erneut für
den Verkauf der städtischen Anteile am Unternehmen Eon Westfalen
Weser ausgesprochen. Fraktionsvorsitzender Hartmut Hüttemann regt
nun einen Bürgerentscheid an. ,,Nicht
bei Eon auf dem Schoß“ Paderborn
(NW). Der Ortsverband Paderborn der Grünen hat die Stadtverwaltung
aufgefordert, ein umfassendes Energiesparkonzept für sämtliche
öffentlichen Gebäude und Baumaßnahmen in der Stadt vorzulegen.
Die notwendigen Investitionsmittel zur Umsetzung, so der Vorschlag der
Grünen, sollten ,,gegebenenfalls“ durch den Verkauf der Paderborner
Beteiligung an der Eon Westfalen Weser AG beschafft werden. Rückenwind
für Kunden im Kampf um Gaspreise VON HUBERTUS GÄRTNER Paderborn/Düsseldorf.
Die Justiz stärkt den Verbrauchern im Kampf gegen Gaspreiserhöhungen
weiter den Rücken. Gestern hat das Düsseldorfer Landgericht
entschieden, dass Energielieferanten ihren Kunden nicht damit drohen
dürfen, den Gashahn abzudrehen, wenn sie die geforderten Erhöhungen
nicht bezahlen. „Gaspreis
nicht zu begründen“ Paderborn (NW). Die erneute Anhebung der Gaspreise durch Eon Westfalen Weser bis zu 10,5 Prozent hatte bereits die Initiative „Gaspreise runter“ kritisiert (wir berichteten). Nun legt auch die im Paderborner Rat vertretene Demokratische Initiative nach. „Das
neue Jahr fängt gut an. Fragt sich nur wieder mal für wen?“,
meint Ratsmitglied Reinhard Borgmeier
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