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Artikel in der Neuen Westfälischen vom 03.10.2005:

Strom wird in OWL teurer
RWE und Eon bestätigen Pläne für Preiserhöhungen / Trittin kritisiert „Abzocke

Berlin (dpa/nw). Millionen Haushalte in Deutschland müssen sich zum Jahreswechsel auf steigende Strompreise einrichten. In OWL gilt das für die Kunden der Konzerntöchter RWE Westfalen-Weser-Ems (Dortmund), Eon Westfalen Weser (Paderborn) und EAM (Kassel).

Die Energiekonzerne RWE (Essen) und Eon (Düsseldorf) streben Preissteigerungen von bis zu sechs Prozent an, berichtete die Berliner Zeitung. Die beiden Konzerne bestätigten Anträge auf Genehmigung von Tariferhöhungen zum 1. Januar, machten jedoch keine Angaben zur Höhe der geplanten Anhebungen.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin kritisierte die geplanten Preissteigerungen scharf. Trittin, der nach der Wahl von Renate Künast zur Fraktionssprecherin der Grünen auch dieAmtsgeschäfte des Verbraucherschutzministeriums führt, appellierte an die Landesregierungen, die Preissteigerungen zu verhindern. „Die Abzocke geht weiter, auch diese neue Strompreisrunde ist durch nichts gerechtfertigt“, so der Politiker.

Die Zeitung berichtete, bei RWE seien rund 7,2 Millionen und bei Eon rund acht Millionen Kunden von den geplanten Preiserhöhungen betroffen. Für weitere rund zwei Millionen Eon-Kunden in Bayern stehe bereits fest, dass sie von Januar 2006 an mehr für ihren Strom bezahlen müssten. Hier habe die Staatsregierung schon bei der Genehmigung der letzten Tariferhöhung Ende 2004 eine weitere Anhebung genehmigt. Hintergrund der geplanten Preiserhöhungen seien unter anderem Anstiege bei den Bezugskosten und den Großhandelspreisen, hieß es von den Unternehmen.

Zur exakten Höhe der angepeilten Preissteigerungen äußerten sich RWE und Eon noch nicht, da die Daten zunächst den Behörden der Bundesländer übermittelt werden müssten. Aus Branchenkreisen verlautete jedoch, dass die Konzerne eine Anhebung von fünf bis sechs Prozent anstrebten. Damit sollten auch gestiegene Brennstoffkosten und zusätzliche Belastungen aus der Ökostrom-Einspeisung aufgefangen werden.

Bei RWE seien von der geplanten Erhöhung unter anderem die Kunden der Versorger Rhein-Ruhr (Essen), Westfalen-Weser-Ems (Dortmund), Süwag (Hessen) und und Ele (Gelsenkirchen) betroffen. Bei Eon gehe es unter anderem um die Töchter EAM Energie (Kassel), Eon Hanse (Qickborn), Eon Westfalen Weser (Paderborn) und Theag (Erfurt).

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