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Presseerklärung vom 18.11.2009:
Paderborner Gaspreisverweigerer gewinnen 1. Prozess gegen Eon
„Eine schallende Ohrfeige für Eon und deren Anwälte“ so bezeichnet Roswitha Köllner, Sprecherin der Bürgerinitiative Gaspreise runter das erste Urteil in den Paderborner Prozessen. Ende Juni 2009 hatte Eon Westfalen Weser beim Amtsgericht Paderborn ca. 200 Verfahren gegen Gaspreisverweigerer eingeleitet, die seit 2004 die erhöhten Gaspreise nicht bezahlen. „Wir wollen die Offenlegung von Eon`s Kalkulation, weil wir uns abgezockt fühlen.“ Das war die Forderung der Verweigerer damals und ist es auch noch heute.
Trotz Aufforderung eines Amtsrichters hat Eon bzw. die beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Jolmes und Drees bis zum 23.10.2009 keine hinreichende Klagebegründung vorgelegt. Offensichtlich meint Eon, alle müssten nach ihrer Pfeife tanzen. Auch im noch nicht abgeschlossenen Dortmunder Prozess brauchte der Energieversorger für eine tiefere Begründung der Klage immerhin 3 Jahre . Das Gericht in Paderborn wies allerdings den Versuch, hier für dumm verkauft zu werden, in der gebotenen Sachlichkeit und Deutlichkeit zurück. In einem vereinfachten Verfahren ohne öffentliche Verhandlung wurde die Klage abgewiesen.
Man darf gespannt sein, ob es Eon bei den noch ausstehenden Gerichtsverfahren gelingt, eine Begründung für die überhöhten Gaspreise vorzulegen. „Wenn alle Preiserhöhungen rechtens waren, was ist dann an der Begründung eigentlich so schwierig?“, fragt sich die Bürgerinitiative.
Am Rande: Dem aufmerksamen Zeitungsleser dürfte nicht entgangen sein, dass Eon jetzt über den Energiebereich hinaus in eine weitere Branche eingestiegen ist, nämlich in die Witze-Produktion. Kennen Sie schon den? „Eon will die Wasserpreise erhöhen. Warum? Weil u.a. die Energiepreise gestiegen sind!“
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