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Meinungs-Börse in der Neuen Westfälischen vom 04.11.2008:

Gasversorger unter Druck
Höchste Zeit

ANDREA FRÜHAUF

MEINUNGS-BÖRSE

Die Stadtwerke Detmold liefern das Exempel: Sie halten eine weitere Erhöhung der Gaspreise mitten in der kältesten Jahreszeit für Kunden für unzumutbar – und sprechen damit Verbrauchern aus dem Herzen. Sie führen vor, dass – obwohl der Gaspreis in der Regel erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten der Entwicklung des Ölpreises folgt – zumindest ein weiterer Preisschub verzichtbar ist.

Es ist eine politische Entscheidung. Sinkende Gewinne werden in Kauf genommen, um das ramponierte Image der Gasversorger aufzupolieren. Dabei steht in keinem Gesetz geschrieben, dass der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt sein muss. Weil einst keiner wusste, ob sich Erdgas wegen der hohen Investitionskosten für den Leitungsbau durchsetzen würde und sich im Erfolgsfall die Produzenten (meist Ölförderer) nicht selbst Konkurrenz machen wollten, folgte in den 60ern die Koppelung an den Ölpreis.

Es ist höchste Zeit, diese Vereinbarung von Monopolisten zu kippen. Gas ist verfügbar – und der Preis viel zu hoch.

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