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Artikel in der Neuen Westfälischen vom 20.08.2008:

Familie zahlt 267 Euro für Energie
Preise wurden von 2002 bis 2008 um gut 50 Prozent erhöht

Wiesbaden (dpa). Die immer weiter steigenden Energiekosten belasten die privaten Haushalte nun schon seit Jahren. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes mussten die Verbraucher in Deutschland 2002 bis 2006 Preissteigerungen für Strom, Gas, Heizung und Kraftstoffe in Höhe von rund 28 Prozent verkraften. Bis Juli 2008 sei ein weiterer Aufschlag von geschätzten 21 Prozent dazugekommen, berichtete das Amt. Auf der Basis der Zahlen von 2002 ergäbe sich damit ein Plus von 55 Prozent.

Die Zahlen bis 2006 stammen aus den laufenden Wirtschaftsrechnungen über die Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte (ohne Selbstständige und Obdachlose). Gab der durchschnittliche Haushalt mit 2,1 Bewohnern 2002 noch 172 Euro im Monat für die verschiedenen Energieträger aus, waren es vier Jahre später schon 221 Euro. Nur knapp 30 Euro mehr (249 Euro) wendeten die Bürger für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke auf. Bei unverändertem Energieverbrauch haben die Statistiker für den Juli 2008 monatliche Kosten von 267 Euro errechnet.

Und ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht: So haben mit RWE und EnBW zwei große Versorger drastische Erhöhungen ihrer Gaspreise bereits angekündigt. Die Karlsruher EnBW begründete die Steigerung um rund 20 Prozent mit den gestiegenen Rohölpreisen, an die der Gaspreis gekoppelt sei. Für eine Familie mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 14.000 Kilowattstunden ergäben sich monatliche Mehrkosten von 17,22 Euro. Bei RWE steigen die Gaspreise bereits zum 1. September um durchschnittlich 25 Prozent.

Laut dem Verbraucherportal Toptarif wollen in den nächsten beiden Monaten 23 Grundversorger ihre Strompreise um durchschnittlich sechs Prozent erhöhen.


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